Dumpinglohn von 1,79 Euro ist sittenwidrig und eine Straftat

Laut einem aktuellen Urteil ist Lohndumping sittenwidrig. Im konkreten Fall ging es um einen Stundenlohn von 1,79 €. Der Arbeitgeber wurde zu einer Geldstrafe veruteilt und gilt als vorbestraft.

Bemerkenswert ist die Urteilsbegründung. Die Straftat besteht, weil der Arbeitgeber zu wenig Sozialabgaben geleistet hat. Hätte er nämlich nach Tarif bezahlt wären die Steuer- und Sozialabgaben deutlich höher gewesen. So entgeht unserem Staat ein Haufen Geld, was dieser nicht hinnimmt.
Hätte der Unternehmer also diese Abgaben gezahlt, wäre es dem Staat egal gewesen, wieviel die Putzfrau bekommt.

Entscheidungen

Es ist beruhigend, zu wissen, dass nicht nur bei uns auf Arbeit Entscheidungen auf seltsame Art und Weise zustande kommen. In einem Interview erläutert Lorenz Forchhammer, dass Entscheidungen oft von Chefs im Alleingang gefällt werden. Dabei ist die Arbeitswelt heute so komplex, dass einer allein gar nicht mehr alles überblicken kann.

Genau das war ein wesentlicher Kritikpunkt, den ich kürzliche meinem Chef im Führungsgespräch ankreidete.
Allerdings kenne ich auch das Gegenteil. Das wurde in dem Interview gar nicht erwähnt. Nach dem Motto: „Viele Köche verderben den Brei“ kommt es bei uns oft, gerade auch in technischen Fragen, zu keiner Entscheidung, wenn zu viele Stakeholder in die Entscheidung eingebunden sind, und wir evaluieren uns zu Tode, weil jeder noch irgendwelche Bedenken hat. Meistens wegen mangelndem (technischen) Hintergrundwissen. Verbesserungen können so nur sehr schwer umgesetzt werden.

Sommerwochenende

Das letzte Wochenende war vollgestopft mit schönen Dingen. Zum einen war natürlich das Wetter super, was eine solide Basis für ein schönes Wochenende ist.
Es ging schon Freitag abend los. Nachdem Jens aus dem Fitness-Studio kam, haben wir erstmal einen abendlichen Bummel über das Bergstadtfest gemacht.

Am Samstag waren wir dann zunächst, wie immer, einkaufen. Der Vormittag war so rum, am Nachmittag dann erneut ein Bummel übers Bergstadtfest und in den nahe gelegenen Park.
Am Abend war dann der Höhepunkt des Wochenendes, der Midsommerball. Schön, dass wir noch alles konnten, was wir gelernt haben, auch wenn wir natürlich gesehen haben, was man noch so alles tanzen kann. Auch als Laie.
Der Sonntag begann dann mit dem Berggottesdienst im Rahmen des Bergstadtfestes, wo Jens mit seinem Chor einen Auftritt hatte. Mittag haben wir dann auf dem Fest gegessen und am Nachmittag sind wir zum Kinderprogramm. Danach bin ich mit Jan ins Freiberg, das wegen des Fußballspiels schön leer war.
Nur am Abend standen wir ein wenig auf dem Schlauch. Da wir im Fernsehen ein Konzert auf Video aufgenommen haben, konnten wir kein anderes Video gucken. Ansonsten war das Programm ja nicht sehr spannend. Wir zappten uns durch vier dritte Programme, die harmlose Musiksendungen brachten, uns aber nicht wirkich anhoben. Wir haben sogar mit dem Gedanken gespielt, das abendliche Fußballspiel (wer immer da auch spielte) zu gucken, um mal qualifiziert mitreden zu können. Wir haben sogar eine Weile Bibel-TV und dann Juwelo-TV geguckt. Aber richtig toll war nichts, so dass wir uns entschlossen, ins Bett zu gehen. Das war sicher nicht die schlechteste Idee.
Leider müssen wir heute bei wunderbarem Sommerwetter wieder arbeiten.

Midsommerball

Letztes Wochenende war vollgestopft mit schönen Veranstaltungen. Da gab es das Bergstadtfest, das Spiel gegen England bei der Fußball-WM, einfach nur wunderschönes Wetter; der Höhepunkt des Wochenendes war für mich aber der Midsommerball.

Es war ein wunderschöner Tanzabend mit Showeinlagen. Und es wurde viel getanzt. Vom Nichttänzer (die sich naturgemäß mit der Zuschauerrolle zufrieden gegeben haben, sie waren in der Minderheit) bis zum Turniertänzer waren alle möglichen Schattierungen anwesend.
Wir zählten zur Kategorie Anfänger, hoffentlich mit Potential. Spaß gemacht hat’s trotzdem. Und wirklich gut geklappt hat die Führung durch Jens, die er im Tanzkurs gelernt hat. Früher hatten wir eher Choreographien gelernt, wie sie auch diesmal sehr viele Paare gezeigt haben. Das sieht toll aus, hat aber den Nachteil, dass da immer nur alles oder nichts geht. Wenn irgendeine Störung auftritt, wie das auf einer vollen Tanzfläche eher die Regel ist, muss dann die ganze Choreographie von vorn beginnen. Wenn gar ein Element vergessen wurde, bricht die ganze Choreographie zusammen. Aber wenn sie klappt, sieht’s wirklich toll aus.
Auf alle Fälle haben wir das Programm für’s zweite Halbjahr mitgenommen und uns schon mal zwei weitere Tanzabende vorgemerkt.

Hausaufgaben

Kürzlich gab es im DLF ein Interview mit Heiner Flassbeck, dem Chefvolkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD).
Herr Flassbeck plädiert dafür, dass wir Deutsche mehr konsumieren müssen, statt zu sparen.

Gefühlsmäßig müsste ich ihm sofort widersprechen, denn der riesige Schuldenberg, auf dem wir sitzen, kann nicht gesund sein. Herr Flassbeck wies allerdings darauf hin, dass dieser durch die verantwortungslosen Banken hervorgerufen wurde. Außerdem zog er Parallelen zwischen Deutschland und China und erläuterte, dass unser Exportüberschuss zu lasten von anderen Ländern gehe.
Diese Aussagen mögen umstritten sein, das Fazit scheint für mich sinnvoll. Die weniger gut situierten Leute müssen mehr Einkommen bekommen, um damit die Binnennachfrage anzukurbeln. Das Geld zur Schuldentilgung hingegen soll bei den Banken geholt werden.
Doch dazu müssten die Politiker einen ganzen Batzen Hausaufgaben und vor allem eine stabile und verlässliche Politik machen. So lange es heute „Hüh“ und morgen „Hott“ heißt, werden die Leute auch bei höherem Einkommen den Konsum nicht ankurbeln, sondern einen Notgroschen für schlechte Zeiten zurücklegen.

Ferien

Heute ist der letzte Schultag. Die Kinder bekommen ihre Zeugnisse. Als Belohnung habe ich für Jan ein Lego 3 in 1 vorgesehen.
Morgen gehen wollen wir in ein Kaufhaus gehen, die den Kindern ein Geschenk geben, wenn diese eine Eins auf dem Zeugnis haben.
Dann muss Jan noch zwei Wochen in die Ferienspiele und dann fährt er mit Oma und Opa an die Ostsee.
Hoffentlich bleibt das Wetter so schön.