Dachs

Gestern habe ich das schöne Wetter mal wieder für eine Radtour genutzt. Dabei begegnete mir doch tatsächlich eine echter Dachs.

Quelle: Wikipedia

Zuerst dachte ich, dass es eine Katze sei. Dann bekam ich einen Schreck, weil ich dachte, es sei ein Hund. Der hatte mich überhaupt nicht bemerkt und ich konnte ihn in aller Ruhe betrachten. Erst als er mich dann schließlich sah, rannte er davon und verschwand.

Andere Tiere, Rehe, Hasen, sogar Füchse, habe ich ab und zu schon gesehen, aber einen Dachs habe ich, soweit ich weiß, das erste Mal gesehen.

Alle Register

Es muss das Wetter sein. Ich kämpfe gerade gegen den Schlaf und ziehe alle Register, kaum mit Erfolg. Ich habe einen Kakao getrunken, ein Glas Wasser, einen Kaffee, noch ein Glas Wasser und kaue jetzt Kaugummi. Ich muss aufpassen, dass ich mir nicht auf die Zunge beiße, obwohl ich dann ganz gewiss hellwach bin.

Gleich kommt Herrmann, wir haben uns zum Kaffee verabredet. Vielleicht wird’s dann besser.

Fehlstart

Thomas und Anja hatten schon länger vor, in einen Swingerklub zu gehen. Die Planung wird nun aber konkret. Wegen der Kinder wollten sie auf keinen Fall irgendwo im Ort oder in der Nähe gehen. Wenn sie jemand erkennt – wie peinlich. Nein, ausgeschlossen. Statt dessen wollen sie wegfahren, ganz woanders hin, in so ein „Etablissement“.
Sie arrangieren also eine Kinderbetreuung und Thomas recherchiert im Internet, wohin die Reise gehen könnte. Es ist nicht einfach, denn er landet beim googeln dauernd auf irgendwelchen Schmuddelseiten, muss aufpassen, dass er kein kostenpflichtiges Abo abschließt, oder sowas. Doch dann findet er genau das, was er gesucht hat:
„Sie wollen ein romantisches Wochenende verbringen? Dabei sind sie aufgeschlossen, wollen Neues entdecken und Bekanntschaft mit toleranten Paaren schließen? Suchen sie einen niveauvollen Abend der anderen Art? Dann sind Sie bei uns genau richtig!“

Thomas meldet sich bei der Kontaktadresse und bucht schließlich das Wochenende. Es ist nicht ganz billig, 2500 Euro für beide für eine Nacht, allerdings inklusive Frühstück und Erlebnisabend sowie Haustürtransfer.
Thomas und Anja werden von zu Hause mit dem Taxi abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Es geht erster Klasse in die Schweiz. Zweimal müssen sie umsteigen, aber um das Gepäck müssen sie sich nicht kümmern. Es geht nach St. Moritz. Dort auf dem Bahnhof angekommen, werden sie von einem Chauffeur erwartet. Mit einer dunklen Limusine geht’s ab, hoch in die Berge, in ein Châlet, eine Berghütte. Nein, es ist ein Bergschloss, oder eine Villa, jedenfalls ein ziemlich großes, schönes und gepflegtes Haus. Sie werden von Dienern in die Lounge begleitet. Anja wird ein Drink angeboten, während Thomas dem Rezeptionisten ein paar Fragen beantworten muss, damit er den Papierkram erledigen kann. Dann ruft er die Kofferträger und geht ihnen voraus, ins Zimmer.

Das Zimmer ist romantisch eingerichtet, viel Plüsch, ein bisschen zu viel rosa, aber doch sehr nett. Und großzügig. Ein großes Bett, ein großer Kleiderschrank, bequeme Stühle, ein Fernseher, naja, was halt so Standard ist, alles etwas teuerer. Ein frischer Blumenstrauß steht auf dem Tisch, daneben ein Sektkühler mit Champagner. Nachdem die beiden versichert haben, dass alles in Ordnung ist, werden sie allein gelassen. Sie inspizieren das Bad, die Toilette ist davon getrennt. Der Blick aus dem Fenster verrät, dass Thomas nicht die teuerste Suite gebucht hat. Der Blick geht nicht auf die schneebedeckten Berge oder den See im Tal, sondern auf den Hof. Thomas staunt. Dort stehen einige weitere Limusinen, dagegen ist ein großer Mercedes ein wendiger Stadtflitzer. Natürlich wusste er es schon vorher, aber jetzt ist es im völlig klar, dass es hier richtig nobel ist, dass hier wirklich niveauvolle Leute sind, reiche Leute, so, wie sie es wollten.

Der Portier hat gesagt, dass der Erlebnisabend gegen 18:00 Uhr beginnt, open end. Frühstück ist morgen von 09:00 – 15:00 Uhr. Bevor es losgeht, besprechen die beiden noch einmal ihr Arrangement. Sie sind sich einig, dass sie Spaß haben wollen. Sollte es zum Sex mit einem oder einer Fremden kommen, dann nur mit Kondom. Sollte es sich ergeben, sind auch getrennte Wege erlaubt. Hinterher wollen sie sich dann ihre Abenteuer wahrheitsgetreu berichten. Die Regeln sind also klar, es kann nun los gehen.

Sie gehen die Treppe runter, in die Empfangshalle. Der Portier zeigt ihnen, wo sie lang gehen müssen. Sie gehen durch eine große, elegante Tür und kommen in einen großen Raum. Es stehen niedrige Tische mit bequemen Sesseln herum. An einigen Sesseln sitzen Herren und trinken etwas. Auch an der Bar stehen ein paar Herren. Damen gibt es auch vereinzelt, die sind aber in der Minderheit. Thomas und Anja blicken sich um und gehen in einen angrenzenden Raum. Es scheint ein Spielsalon zu sein. An den Tischen sitzen wieder vorrangig Herren, nur zwei, drei Damen sind da. Man spielt offensichtlich Strip-Poker, auch wenn es erst angefangen hat. Sie gehen durch weitere Räume. Dort gibt es überall bequeme Sitzgelegenheiten und niedrige Tische. Anja zeigt an eine Bar im Hintergrund. Dort sind ein paar hübsche Frauen. „Nutten“, sagt sie. Thomas ist sich nicht sicher, denn sie sind gepflegt gekleidet. Aber sie wird schon recht haben, es sind Edelnutten. Bei dem gigantischen Herrenüberschuss wird das notwendig sein.

Schließlich kommen die beiden in einen Saal. Auf der Bühne steht ein DJ und es wird getanzt.
„Komm, lass uns tanzen“, sagt Anja.
Thomas will aber noch nicht, tanzt sowieso nicht gern und sagt deshalb: „Lass uns doch erst was trinken“. Sie gehen an eine Bar und bestellen sich Drinks. Als der Barkeeper Thomas den Zettel rüberreicht, bekommt er einen Schreck. 23 Euro kostet ein Drink. Er wird bleich, fragt sich, ob er hier richtig ist. Er ist hier inmitten der High Society angelangt, Geld spielt hier keine Rolle. Außer bei ihm. Aber er möchte Anja und sich den Spaß nicht verderben, obwohl seine Laune gerade in den Keller geht.

In dem Augenblick kommt auch noch ein schicker Herr und fragt Anja, ob sie Lust hat, zu tanzen. Sie willigt sofort ein, Thomas‘ Zustimmung ist nur Formalität. Er sieht die beiden auf die Tanzfläche gehen. Es ist ein langsamer Tanz. Anja umfasst mit ihren Händen den Nacken des Mannes, er presst seine Hände auf ihren Po und drückt sie an sich. Thomas Stimmung hebt sich nicht gerade. Er trinkt seinen teueren Drink und sieht den beiden beim Tanzen zu. Doch dann führt der Mann Anja zu einer Sitzgruppe. Dort sitzt ein weiterer Herr, der aufsteht und ihr einen Handkuss gibt.

„Sollte es sich ergeben, könnt ihr auch getrennte Wege gehen“, ruft sich Thomas in Erinnerung.
Doch er hätte nicht gedacht, wie weh es tut, wenn man derjenige ist, der zurückbleibt, zusieht, wie die anderen sich amüsieren. Er hat nicht nur wegen der zu erwartenden Preise keine Lust auf eine der Nutten. Irgendwie hat er sich das anders vorgestellt, obwohl es sich bei Anja ein wenig so entwickelt, wie er es sich für sich gewünscht hatte. Thomas wollte aber nicht zugucken, wie Anja von anderen umworben wird. Sie sitzt jetzt zwischen den beiden Herren, dreht sich in diesem Augenblick und legt ihre Beine auf den Schoß des einen Herren, ihr Oberkörper ruht im Arm des anderen. Der fasst prüfend nach ihrer Brust, während der andere ihre Schuhe auszieht. Als nächstes rollt er ihre Strümpfe herunter, der andere fasst unter ihre Bluse, öffnet sie, schiebt den BH beiseite und entblößt ihre Brust.

Ménage à trois

Thomas wird übel. Er trinkt nun auch noch Anjas Drink in einem Zug aus. In dem Augenblick spürt er eine Hand auf seinem Schenkel. Er blickt neben sich. Eine Nutte hatte ihn beobachtet und sich neben ihn gesetzt. Sie fasst zwischen seine Beine, ertastet seinen Schwanz. Sie findet aber nur seine Eier, denn er ist so lustlos, dass sein Schwanz ein ganz kleines Würmchen ist. Das letzte, was er jetzt will, ist von einer Nutte befingert zu werden.

Er steht auf und geht. Weil er nicht weißt, wohin, beschließt er, auf’s Zimmer zu gehen. Vielleicht kommt ja noch ein bisschen Sport, oder ein Thriller im Fernsehen. Er braucht auf alle Fälle eine Abwechslung.
An der Zimmertür stellt er fest, dass er nicht reinkommt. Anja hat die Codekarte in ihrer Handtasche. Auch das noch. Enttäuscht und erschöpft rutscht er an der Wand herunter, setzt sich auf den Boden und lehnt sich gegen die Tür. Er weiß nicht, ob er heulen oder schreien soll, da hört er eine Stimme:
„Geht es Ihnen gut?“
Er blickt auf. Vor ihm steht offenbar eine Angestellte des Hauses. Ihm ist nicht ganz klar, was ihre Aufgabe ist. Eine Putzfrau scheint sie nicht zu sein, dazu ist sie zu gut gekleidet. Wie eine dieser Nutten sieht sie auch nicht aus.

Wer ist diese Frau? Und ist der Abend für Thomas noch zu retten?

Fortsetzung: Anja

Goldener Windbeutel 2011

Hiermit möchte ich auf den Wettbewerb von Foodwatch zur dreistesten Werbelüge hinweisen. Wer sich beteiligen möchte, kann noch bis zum 16. Juni abstimmen. Zur Auswahl stehen das Who’s who der „gesunden“ Ernährung:

– Nimm2 von Storck
– Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen von Kühne
– Ferdi Fuchs Mini-Würstchen von Stockmeyer
– Activia von Danone
– Milch-Schnitte von Ferrero

Quelle: Abgespeist.de

Originaltext:
foodwatch verleiht zum dritten Mal den „Goldenen Windbeutel“ für die dreisteste Werbelüge. Fünf Produkte, die seit dem Goldenen Windbeutel 2010 auf abgespeist.de vorgestellt wurden, sind nominiert. Sie entscheiden, wer die unrühmliche Trophäe bekommt! Die Wahl läuft bis zum 16. Juni. Und wenn Sie zu den Ersten gehören wollen, die über den Gewinner informiert werden, abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

Eigendynamik

So, nur weil mein Chef neulich nicht so richtig wußte, was er will, gewinnt mein Projekt nun an Eigendynamik. Ich muss ja einen Verlängerungsantrag stellen, habe das vorbereitet und heute mit Chefchen besprochen.

Quelle: Cobaplastics

Er war’s zufrieden. Mal abgesehen davon, dass er natürlich seine Marke in Form von 2, 3 formellen Änderungen hinterlassen hat, ist jetzt der Auftraggeber noch offen:

Manager A: Chefchens Chef, mein Chefchef
Manager B: der inoffizielle Werksleiter
Manager C: der Chef der Entwicklungsleute

Ob ich einen Favoriten hätte oder lieber einen überhaupt nicht (er dachte an Manager B). Ich sagte, dass es mir dann eigentlich lieber wäre, dass ich Manager B geordnet reporte, als das er mich auf den Gang kalt erwischt. So wird’s der wohl werden.

Große Ereignisse …

Als ich gerade den Beitrag über das Radeln geschrieben habe, bin ich an einem anderen Beitrag hängengeblieben: dem Midsommerball. Da kommen mir doch gleich wieder Erinnerungen hoch. Es war der erste größere Praxistest nach der Wiederbelebung unseres Tanzhobbies. Letzten Samstag zum Tanztreff konnten wir feststellen, wie unsere Fertigkeiten sich verbessert haben, allerdings teilweise mit den von mir geschmähten Choreographien.

Quelle: Stock Xchng

Auch dieses Jahr wollen wir zum Midsommerball. Und diesmal nicht allein. Kürzlich war Ina dienstlich bei uns und sie hat ihr Kommen zugesagt. Frank muss zähneknirschend mit. Aus Neugierde wird wohl auch Claudia mit Mann mitkommen. Und vielleicht auch Jens‘ Kollege mit Frau.