30 Tage

Der Brathahn hat sich daran gewagt und auch Mrs. Jones. Jetzt versuche ich es, die 30-Tage Aktion.

Und das sind die Fragen:

30 Tage, Quelle: Alexander Kulla Blog

Tag 1 – 15 beliebige Fakten über dich.
Tag 2 – Die Bedeutung deines Namens.
Tag 3 – Deine Eltern.
Tag 4 – Eine Angewohnheit, von der du wünscht du hättest sie nicht.
Tag 5 – Ein Foto eines Ortes, an dem du gewesen bist.
Tag 6 – Dein Lieblings-Superheld – und warum.
Tag 7 РDein bisher sch̦nster Urlaub.
Tag 8 – Kurzzeitige Ziele für diesen Monat – und warum
Tag 9 – Etwas, auf das du in den letzten Tagen stolz warst.
Tag 10 – Lieder die du hörst, wenn du glücklich, traurig, gelangweilt, überdreht, sauer bist
Tag 11 – Wie soll dein Leben in 10 Jahren aussehen?
Tag 12 – Beschreibe deinen Tag.
Tag 13 – Wo willst du irgendwann hin?
Tag 14 – Eine Person die du jetzt am liebsten bei dir hättest.
Tag 15 – Ein Moment an dem du dich am Glücklichsten gefühlt hast.
Tag 16 – Dein Sternzeichen und seine Eigenschaften.
Tag 17 – Wie du auf blog.de gekommen bist und warum du angefangen hast zu bloggen.
Tag 18 – Ein Brief an jemanden, der dich in der Vergangenheit verletzt hat.
Tag 19 – Jemand, mit dem du gern für einen Tag tauschen würdest – und warum.
Tag 20 – Dein Traumberuf.
Tag 21 – Was macht dich anders als alle anderen?
Tag 22 – Wie hast du dich in den letzten 2 Jahren verändert?
Tag 23 – Deine Spitznamen – und warum du sie hast.
Tag 24 – Dein Lieblingsfilm und warum?
Tag 25 – Was würde ich in deiner Tasche alles finden?
Tag 26 – Deine Heimat.
Tag 27 – Der schlimmste Streit, den du hattest?
Tag 28 – Etwas, was du vermisst.
Tag 29 – Ziele für 2012?
Tag 30 – Was hast du im vergangenen Monat alles gelernt?

Süd- und Nordumfahrung

Ich kann nicht klagen. Das schöne Wetter der letzten 3 Tage habe ich genutzt, um möglichst viel draußen zu sein. Am Dienstag habe ich mit Jens einen Spaziergang zum Bergwerk alte Elisabeth unternommen, Montag und gestern war ich mit dem Rad unterwegs.

Am Montag gings, wie im letzten Sommer öfter mal, die Südumfahrung raus in Richtung Brand-Erbisdorf. Als kleine Modifikation bin ich unterhalb der Zugspitze zum Erzengler gefahren und aus Zeitgründen von dort über die Zugspitze und den Stadtwald zurück.

Erzenglerbad in BED

Gestern hingegen habe ich die Nordtour gewählt, eine Grabentour entlang der Mulde, von Halsbach bis Großschirma. Auf Madeira könnte man es auch als Levada bezeichnen. Jedenfalls war es eine schöne Strecke ohne größere Höhenunterschiede, solange ich dem Graben bzw. der Mulde folgte.

Wassergraben zwischen Halsbach und Halsbrücke

In Großschirma bog ich dann wieder ab und bin durch’s Münzbachtal und den Nonnenwald zurückgefahren. Hier gab’s dafür erhebliche Steigungen, denn ich musste ja wieder rauf nach Freiberg.

Bis jetzt hält das Wetter noch, aber es soll ja noch kräftig regnen. Toll, ist doch heute das Abschlussfest von Jan’s Klasse am Soldatenteich und ich muss auch vier Stunden hin. Hoffentlich ist das Regengebiet bis dahin durch.

Man nimmt vieles leicht, wenn man 17 ist.

On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans.

Seltsam, weil ich ein Schussel bin, hat mein Abreißkalender zu Hause ein paar Tage Verspätung. Gestern habe ich nun das Blatt abgerissen, auf dem ein Text von Arthur Rimbaud stand, der mit o.g. Zeile begann. Irgendwie passte der Text zum gestrigen Tag. Es war ein schöner Sommertag, etwas heiß, dafür versprach der Abend recht angenehm zu werden.

Jens habe ich zum Elternabend geschickt. Weil ich morgen zum Abschlussfest muss, konnte er das mal übernehmen. Der Elternabend ging nicht sehr lange und eigentlich wollten wir uns noch vor die Glotze hängen. Aber bei dem schönen Wetter schlug ich vor, noch ein bisschen spazieren zu gehen.

Gut duften die Linden an den schönen Juniabenden!
Die Luft ist manchmal so mild, dass man die Lider senkt …

Wir gingen durch den Albert-Park, an der Stadtmauer entlang. Als wir wieder in die Stadt einschwenken mussten, hatte ich noch keine Lust, zurück zu gehen. Wir gingen statt dessen in die andere Richtung, stiegen herauf zum Bergwerk „Alte Elisabeth“.

Alte Elisabeth, Quelle: Wikipedia

Es war ein lauer Sommerabend. Der Blick hinunter auf die Stadt versetzte uns in eine romantische Stimmung. Irgendwie war ich durch den Kalenderblatt-Text oder warum auch immer gestern sowieso in einer schönen Stimmung. Wir setzten uns etwas Abseits ins Gras und genossen die Aussicht.

Fast gleichzeitig hatten wir die Idee, den anderen zu küssen. Durch die Bewegung trafen wir nicht richtig und wiederholten den Versuch, diesmal klappte es. Ich öffnete mechanisch meine Lippen und schon drang Jens‘ Zunge schon in meinen Mund ein. Wir küssten uns leidenschaftlich, begannen, uns zu streicheln.

Ich kam mir vor, wie ein Teenager beim heimlichen Treffen mit seinem Liebsten. Jens zog mir das Top aus und streichelte mich weiter. Nach und nach zogen wir uns die wenigen Sachen aus, berührten unsere Körper zärtlich, streichelten uns, küssten uns. Wie frisch verliebt.

Juninacht! 17 Jahre! – Man lässt sich berauschen …
Man fantasiert; man spürt einen Kuss auf den Lippen …

Fast wie in alten Zeiten liebten wir uns wie Teenager, nur streichelnd und küssend. Nach seinem Höhepunkt wischte ich Jens‘ Sperma von seinem Bauch. Wir lagen da, eng umschlungen.

Das Finale war dann ganz erwachsen. Jens drang in mich ein, ich empfing ihn, seinen Zauberstab in meiner Lustgrotte, seine Zunge in meinem Mund. Wir waren ganz eins und ich genoss jede Sekunde.

Beschwingt gingen wir dann nach Hause und ich war froh, dass wir mal wieder dieses „Aus“ vom Alltag genommen haben.

Nuit de Juin! Dix-sept ans! – On se laisse griser.

Der Rubel rollt

Vor einiger Zeit bekam mein Auto auf einem Parkplatz einen Kratzer, weil es ein wenig eng war. Beinahe hätte ich ihn gar nicht bemerkt, denn man hätte ihn auch für Dreck halten können. Und mir ist es eigentlich auch egal, wie die Karre aussieht, Hauptsache sie fährt.

Kratzer am Auto

Der arme Unglücksrabe, der den Kratzer verursachte, war so ehrlich und hat keine Fahrerflucht begangen. Klarer Fall: die Versicherung zahlt. Da ich nicht wußte, wie ich vorgehen soll, wollte ich die Sache trotzdem als erledigt betrachten. Doch der Druck der Umwelt („Bist Du blöd? Zahlt doch die Versicherung!“) führte mich zwecks Kostenvoranschlag ins Autohaus meines Vertrauens.

Von nun an hatte ich die Kontrolle über den Vorgang restlos verloren. Das Autohaus regelte die Kostenübernahme durch die Versicherung, besorgte die Ersatzteile (ja, die Stoßstange musste ausgewechselt werden) und stellte mir, natürlich auf Kosten der Versicherung, einen Leihwagen zur Verfügung. Der Schaden ist inzwischen behoben.

Und was kostete der Spaß? Größenordnung 900 Euro. Ja, 900 Euro für diesen kleinen Kratzer. Wieso? Weil anscheinend bis zu dieser Summe die Versicherung anstandslos zahlt, darüber ist ein Gutachter nötig.

Liebe Leserinnen und Leser, ja, ich bekenne mich schuldig. Auch ich habe somit meinen Beitrag dazu geleistet, dass wir alle so hohe Versicherungsprämien zahlen müssen.

Bergstadtfest 2011

Nun ist es überstanden, das diesjährige Bergstadtfest. In diesem Jahr war einiges anders, aber dennoch kam es mir doch wohlbekannt vor.

Positiv fand ich, dass, entgegen meiner Befürchtung, genügend Parkplätze für Anwohner zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem fand ich, dass das Ambiente für das Weindorf hinter dem Schloss wesentlich netter war, als auf der Petersstraße. Ansonsten war eigentlich, mal abgesehen von teilweise anderen Veranstaltungsplätzen, alles wie immer. Und das Wetter war zwar nicht supergut, aber es ging.

Samstag war vor allem für Jens Stress, der erst zur Chorprobe für das Abschlusskonzert und dann arbeiten musste. Am Sonntag kamen dann meine Eltern und gemeinsam sind wir, nachdem wir vorher einen Rundgang über das Fest gemacht haben, zum Abschlusskonzert gegangen.

Zunächst wurde durch Jens‘ Chor die Sinfonia Sacra von Vagn Holmboe aufgeführt, die besser klappte, als befürchtet. Etwas schrill und nichts, was man öfter hören müsste, aber so ganz gelungen.

Im zweiten Teil kam dann nach zwei berühmten Arien Puccinis Suor Angelica, aufgeführt durch amerikanische Austauschsängerinnen. Da ich Puccini liebe, hat mir das sehr gefallen. Da hat es mir auch nicht viel ausgemacht, dass es deutlich länger ging, als ich erwartet habe.

Hinweis für die Videos: Erst Inhalt (z.B. im Wiki) lesen, dann gucken, dann weinen …

Warum mische ich mich überhaupt ein?

Was ist passiert? Andreas ist total überlastet, er hat Aufgaben, die für drei Personen ausreichen. Inoffiziell hat Bernd ihm einen Teil abgenommen, doch ihm wird das auf die Dauer auch zu viel. Er möchte eine offizielle Lösung. Harald würde gerne einen Teil der Arbeit übernehmen, darf es aber nicht.

Team, Quelle: Stock Xchng

Spätestens seit September geht es mich nichts mehr an. Dennoch musste ich mich wieder einmischen. Warum? Einerseits war ich ja mal für die Gruppe zuständig, bin es fachlich noch und kenne die Arbeitsbelastung der einzelnen Leute ganz gut. Andereseits tut es mir in der Seele weh, wenn wir Neuentwicklungen gegen die Wand fahren. Nur, weil unsere virtuelle Planungswelt mit der realen Welt nicht klarkommt.

Gestern gab es eine Diskussion zwischen Volker, unser aller Chef, Hermann, unser aller fachlicher Führer, Frank, immer noch Gruppenleiter und zuständig für einen Teil der Leute, Andreas und mir. Alle gaben mir recht, aber es wurde eine sehr formale Entscheidung getroffen, die in der Praxis nicht weiterhilft.

Zum Glück gibt es Fahrgemeinschaften und pragmatische Kollegen. Claudia hat mir spontan, unkompliziert und außerhalb der Planungswelt Hilfe angeboten, die richtig was bringt. Wir werden das annehmen und abseits des Protokolls das tun, was wir für richtig halten.

Schuldenabbau und Steuervereinfachung statt Steuersenkung

Christine Lieberknecht, Quelle: Wikipedia
Die gegenwärtige Steuersenkungsdebatte ist ja wieder mal typisch. Da hat man mit Griechenland einen Pleitestaat, weiterhin mehrere Kandidaten dafür und auch unser Land ist extrem hoch verschuldet. Aber statt an Schuldenabbau zu denken, will die FDP Steuern senken. Milliardengeschenke für ein paar Wählerstimmen. Und den Zielgruppen bringt es dann vielleicht 10 Euro im Monat.

Da unterstütze ich eher die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die sich für Steuervereinfachung und Schuldenabbau einsetzt.