Wuthering Heights – Sturmhöhe

Nein, es geht nicht um Kate Bush’s Lied „Wuthering Heights“, jedenfalls nicht direkt.

Dennoch ist es nicht ganz abwegig, denn die Grundlage ist der gleichnamige Roman von Emily Brontë. Hier geht es aber um die Oper von Carlisle Floyd, deren europäische Erstaufführung derzeit am mittelsächsischen Theater gezeigt wird. Hier die Hintergründe:

Eine verhängnisvolle Liebesgeschichte schildert der Roman „Sturmhöhe“ von Emily Bronte: Zwei Familien gehen daran zugrunde, dass die leidenschaftliche Catherine und ihr Jugendfreund Heathcliff in untrennbarer Liebe miteinander verbunden sind, sie aus Leichtsinn, er aus Rache aber einen jeweils anderen heiraten.

Der amerikanische Komponist Carlisle Floyd (geb. 1926) hat aus dem Roman eine Oper gemacht, die Traditionen Puccinis und der Filmmusik miteinander verbindet und 1958 in den USA uraufgeführt wurde. In den letzten Jahren werden amerikanische Opern, die den europäischen Modernen lange als zu traditionell galten, zunehmend wieder entdeckt.

Wir haben kürzlich dieses Werk gesehen, in der Erwartung, eingängige Broadway-Melodien zu hören. Glücklicherweise waren wir auch zur Einführungsmatinee, so dass unsere Erwartungen bereits frühzeitig korrigiert wurden. Die Musik ist dramatisch und unterstreicht die Handlung, der man durch die eingeblendeten Übertexte gut folgen konnte. Eingängige Melodien kommen nicht vor. Aber die Inszenierung hat uns gefallen, die Dramatik der Handlung wurde insbesondere auch durch das tolle Spiel der Darsteller vermittelt.

Obwohl ich selbst das Stück nicht noch einmal ansehen würde, kann ich es dennoch empfehlen.

Winterurlaub ohne Wintersport

Letzte Woche haben wir in Bad Lauterberg im Harz Urlaub gemacht. Wir hatten all inclusive gebucht, so dass wir einen Großteil der Zeit mit Essen verbrachten. Es gab ein klassisches Frühstücksbuffett, Mittags eine warme Mahlzeit, Salate, Nachtisch, nachmittags Kaffee und Kuchen und abends wieder ein umfangreiches Buffett mit drei warmen Hauptmahlzeiten und weiterem leckeren Schnickschnack ringsrum. Außerdem gab’s Getränke. Nichts, um abzunehmen.

Da wir auch den Rest des Tages nutzen wollten, konnten wir nicht immer alle Mahlzeiten mitnehmen und so fiel meist das Kaffeetrinken weg.

Im Urlaubspreis war auch ein Wellnesspaket enthalten. Somit war ich zum ersten Mal in meinem Leben zu einer Wellnessmassage mit Aromaöl. Ein wenig komisch war mir im Vorfeld schon zumute, als ich mir vorstellte, dass jemand an mir rumknetet. Aber dann war’s gar nicht soooo unangenehm und die Physiotherapeutin stellte fest, dass mein rechter Unterarm verkrampft ist. Wahrscheinlich von der Computermaus. Mal sehen, ob ich das mal hier von einer Physiothearpeutin behandeln lasse.

Nach der Ganzkörpermassage kam dann eine Gesichtsmassage einschließlich Dekolteebehandlung dran. Na gut, da hatte ich mir mehr drunter vorgestellt. Aber o.K.

karibisches Bad

Zum Schluss gab’s noch ein sogenanntes tropisches oder karibisches Bad mit Sekt und Knabberzeug. Das hat mich ziemlich umgehauen. Erstens wegen der Wärme, es war mir fast ein wenig zu heiß, und dann noch Sekt dazu. Und das am Vormittag. Wow.

Aber auch der Ort hat, im Gegensatz zu vielen anderen Kurorten, etwas für die Kurtaxe geboten. So haben wir einige Angebote – quasi als einzige – genutzt und beispielsweise 3D-Karten gebastelt und einem „Gesangsduo“ am Keyboard gelauscht. Eigentlich wollten wir auch noch ins Besucherbergwerk (bei uns zu Hause kommen wir ja nicht dazu), aber die Besichtigung ist leider ausgefallen. Wir wurden auch noch darauf aufmerksam gemacht, dass uns eine Trinkkur zusteht, was wir dann auch genutzt haben.

Der Kinobesuch war nicht so was besonderes, dafür das Wellenbad. Das Hotelschwimmbad taugte nicht viel, dafür aber das benachbarte Hallenbad.

Jedenfalls waren die vier Tage ruckzuck rum. Mit Neid habe ich zur Kenntnis genommen, dass es überall keinen Schnee mehr gab, außer in Bad Lauterberg und bei uns zu Hause. Gestern abend hat’s wieder geschneit und dass, wo ich doch jetzt wirklich auf den Frühling warte.

Westsibirien

Im Augenblick ist es ja bitter kalt. Gestern hatte ich schon Schlimmes befürchtet, weil ausgerechnet bei mir während der Einfahrt ins Parkhaus der Automat versagte. Er schluckte meine Parkkarte und machte dann das Licht aus, anstatt die Schranke auf. Nach der Panikattacke habe ich auf „Abbruch“ gedrückt und zum Glück spuckte der Automat meine Karte wieder aus. Allerdings blieb die Schranke zu. Notgedrungen bin ich auf den benachbarten Parkplatz gefahren und habe sogar noch einen der wenigen freien Plätze ergattert. Aber eigentlich hatte ich keine Lust, ausgerechnet in der kältesten Nacht des Winters mein Auto draußen stehen zu lassen. Also bin ich später noch mal hin und die hatten dann die Schranken im Parkhaus geöffnet. Somit konnte ich reinfahren und heute früh auch wieder raus.
Dass das Auto im Parkhaus stand, war auch gut, denn heute früh hatten die draußen parkenden Autos zusätzlich zur Kälte auch einen weißen Reifüberzug.

Ich wollte heute schön langsam vor mich hinzuckeln, weil es so kalt war und auch das Auto darunter litt. Es knarkste und knackte und war völlig durchgefroren. Doch dann war vor mir ein LKW. „Gut“, dachte ich, „also zuckele ich hinter dem her“. Doch dann bot sich überraschend an einer der wenigen Stellen die Möglichkeit zum überholen. Also doch vorbei, hinter einen PKW, der eine angenehme Geschwindigkeit fuhr.

Und ein paar Meter weiter war dann wieder ein LKW. Auch hier bot sich kurz darauf die Möglichkeit, für die beiden PKWs (der andere und ich), zu überholen. Erstaunlicherweise wiederholte sich das Spiel insgesamt viermal, wo man manchmal nicht mal die Chance hat, einen auf dieser Strecke zu überholen. Und das Überholen hat mit gut 70 km/h geklappt, also keine Raserei.

Am Ende war ich froh, dass das Autochen so fein durchgehalten hat, nicht jeder hatte dieses Glück. Es standen doch ziemlich viele Autos mit Panne am Straßenrand. Und im dienstlichen Parkhaus habe ich dann einem Kollegen der Nachtschicht Starthilfe gegeben, bzw. ich habe ihm gestattet, dass er sich die nimmt, denn ich habe dafür ja nicht den nötigen technischen Verstand. So kam er dann noch nach Hause, ohne stundenlang auf den ADAC zu warten.

Starthilfe