Ein Abend in der Met

Ich lebe ja in einem Provinzstädtchen, so dass ich natürlich annehme, in den Metrpolen der Welt sei alles besser. Und so waren wir am Samstagabend in der Met. Es gab „L’Elisir dÂ’amore“ von Donizetti. Die Rollen waren natürlich hochkarätig besetzt: Anna Netrebko als Adina, Matthew Polenzani als Nemorino, Mariusz Kwiecien, den ich besonders süß fand, als Belcore und Ambrogio Maestri als Dulcamara. Die Insenzierung war gelungen, künstlerisch einwandfrei, von der Deko recht hübsch gestaltet, so wie man sich Italien zu der Zeit vorstellt. Nur den Zylinderhut und den Mantel von Adina (Anna Netrebko) fand ich nicht so toll. Wahrscheinlich hatte das was zu bedeuten, nur ich hab’s wieder nicht geschnallt. Hier ein Ausschnitt:

Wie konnte ich nun eben schnell mal in den Big Apple jetten um dort zu sein? Bei den Flugkosten und Eintrittspreisen zwischen 30 und knapp 500 Dollar ist das ja nicht unbedingt ein Schnäppchen. Unser heimisches Kino macht’s mit einer Liveübertragung möglich. Mit 27 Euro für die Karte auch nicht billig, aber dafür wurde auch einiges geboten. Zunächst gab’s ein Willkommens-Sekt und kleine Snacks, eine (kostenlose) Garderobe war eingerichtet und in den Kinosaal ging es über einen roten Teppich. Die Technik im Kino ist auf dem neuesten Stand, so dass wir das Geschehen wahrscheinlich besser verfolgen konnten, als die Zuschauer in der Met. Und wir hatten den Vorteil, dass es Untertitel gab. Auch in der Pause gab’s kleine Häppchen und Getränke – alles inklusive. Es war somit ein tolles Arrangement, dass seinen Preis durchaus wert war.

Wahrscheinlich wissen nur sehr aufmerksame Leser und Musikfans, dass ich den Liebestrank vor etwa einem Jahr an unserem heimischen Theater gesehen habe. Ich berichtete damals nur in einem Nebensatz darüber. Wir sahen die Variante mit Miriam Sabba als Adina und Peter Diebschlag als Nemorino. Mir persönlich gefiel dieses Paar in diesen Rollen sehr gut, sogar besser als o.g. Weltstars. Nicht, dass die Weltstars schlecht gewesen wären, aber die jüngeren Lokalmatadoren waren in den Rollen für mich glaubwürdiger. Peter Diebschlag spielte damals den Nemorino wunderbar schüchtern und zurückhaltend, während Miriam Sabba als Adina durch ihr divenhaftes Gehabe glänzte. Und künstlerisch standen sie den Stars in nichts nach. Auch die Ausstattung und die Leistung des übrigen Ensembles musste sich nicht hinter dem Auftritt der Met verstecken, obwohl hier nur eingeschränkte Möglichkeiten mit kleinerem Chor, Orchester und natürlich auch sonstigem Budget bestehen.

Ich kann mich nur wundern

Diese dauernden Machtkämpfe!

Ich hatte ja hier berichtet, dass derzeit wieder die Mitarbeitergespräche laufen. Meins lief ganz gut und ich will mich nicht beschweren. Doch mein Kollege Torsten, der mehrere Projekte leitet, u.a. auch mein „Mutterprojekt“, beklagte sich vorhin, dass er von seinem Chef angezählt wurde. Weil man von ihm nichts mehr hört. Er hatte sich u.a. auch wegen Elternzeit zurückgenommen, hatte aber die Idee und ist auch graue Eminenz nicht nur zu meinem, sondern auch zu zahlreichen anderen Projekten. Doch die Lorbeeren streichen andere ein.

???

Warum funktioniert selbst im technischen Bereich nur alles so oberflächlich? Ich habe keine Lust, zwischen die Fronten zu geraten. Sch… Politik.

Tanzturnier

Samstag haben wir nicht nur eine neue Waschmaschine gekauft, sondern sind abends zu einem für uns ganz besonderem Event gefahren. Wir waren erstmalig bei einem internationalen Tanzturnier in Chemnitz. Zum Turnier selbst ist hier ein zusammenfassender Bericht mit Filmchen. Ursprünglich hätte ich es ja nicht gedacht, aber ich habe tatsächlich Unterschiede zwischen den Paaren erkannt. Die Bewertung stimmt in etwa mit meinen Beobachtungen überein, außer dass ich das Siegerpaar im Standardtanz nicht gewählt hätte. Das grüne Kleid hat mir nicht gefallen. Aber ich war ja aus gutem Grund nicht der Jury, sondern nur Zuschauerin. Als solche habe ich meine Stimme für den Publikumsliebling abgegeben. Es wurde dann, wie auch von mir gewählt, das Paar Nummer 3 aus der Slowakei, das auch den Latein-Wettkampf gewonnen hatte. Die haben sehr guten Kontakt zum Publikum aufgebaut. Während viele Paare, zwar auf sehr hohem Niveau, aber doch eher miteinander, getanzt haben, zeigten die besten Paare eine tolle Show, flirteten mit den Gästen, animierten sie zum Klatschen und zeigten besondere Figuren zielgerichtet an den einzelnen Tischen. Ich fand’s toll.

Geld allein macht nicht glücklich …

… aber offenbar ist ein gewisser Wohlstand für das Wohlbefinden notwendig. So jedenfalls geht es aus dem World Happiness Index der Vereinten Nationen hervor. Danach leben die glücklichsten Menschen in Skandinavien (Platz 1: Dänemark). Am unteren Ende der Skala befinden sich Länder der Subsahara (Platz 156: Togo). Die schweiz liegt auf Platz 6, Österreich auf Platz 13, Deutschland auf Platz 30.

World Happiness Index

Wichtige Gründe für Wohlbefinden sind Freiheit und ein Arbeitsplatz. Verliert man diesen, so wird man unglücklich, vergleichbar mit dem Verlust der Liebe.

Ich liege voll im Trend und bin glücklich, was auf Frauen in den entwickelten Ländern zutrifft.