Reif für’s Wochenende

Das letzte Wochenende war ziemlich anstrengend, aber auch unglaublich schön. Eigentlich begann es recht unspektaklär. Wir waren mit Jan beim Optiker, weil er nun langsam eine Kurzsichtigkeit entwickelt. Dann waren wir noch im Klamottenladen und haben mit den Rabattkärtchen ein kleines Vermögen in Trainingsanzüge und Unterwäsche für Jan investiert.

Traditionell waren wir auch auf dem Dresdner Töpfermarkt. Wie schon in den Vorjahren war es auch in diesem Jahr wieder wunderbares Spätsommerwetter. Natürlich haben wir auch ein paar Kleinigkeiten gekauft.

Und auch diesmal waren wir wieder zur Vesper in der Kreuzkirche, wo der Kreuzchor aufgetreten ist. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich ganz schön mit der Müdigkeit zu kämpfen, der Töpfermarkt forderte seinen Tribut.

Wir hatten danach noch lange nicht Feierabend, denn zu Hause wartete die Nachtschicht auf uns. Wir kamen noch pünktlich zur Modenschau eines Modegeschäfts und eines Geschäfts für Lederwaren, das die zugehörigen Handtaschen lieferte. Beide Händler habe ich durch entsprechende Käufe unterstützt. Auch sonst war viel los, Bergmannsumzug und Sambatrommler, Lichtilluminationen und Bands. Der Zuspruch war, nicht zuletzt dank des schönen Wetters, sehr gut.

Am Sonntag war Spielzeiteröffnung unseres Theaters. Diese dauerte fast zwei Stunden und war recht schön. Allerdings fand ich, dass die Vorstellung der neuen Ensemblemitglieder etwas zu kurz gekommen war.

Abends beim Tanzen haben wir den Linkskreisel beim Langsamen Walzer wiederholt. Das ist so etwas:

So leicht, wie es hier aussieht, ist es nicht. Unser Tanzlehrer hatte eine ungewöhnliche Idee, nämlich Partnertausch. So etwas hatte er noch nie gemacht und überhaupt habe ich es bisher nur einmal erlebt. Wie schon damals habe ich einen Herren erwischt, dessen Führungsqualitäten ausbaufähig sind. Sie waren einfach nicht vorhanden, obwohl das Paar ja in unserem Tanzkreis ist und eigentlich viel besser tanzen kann, als das Paar damals. Jens hatte mehr Glück mit der Dame. Sie lies sich führen, auch wenn er ein wenig Mühe hatte, sich auf sie einzustellen.

Beim Slow Fox ging bei mir diesmal alles ganz automatisch, ich musste überhaupt nicht nachdenken und genoss einfach nur den Tanz. Ein schöner Ausklang des Wochenendes.

Allerdings war das Wochenende so anstrengend, dass ich nun reif für’s Wochenende bin.

Ich habe (scheinbar) nichts zu tun

Eigentlich kann ich meinen Chef, Frank, ja ganz gut leiden. Aber irgendwie kommt doch ab und zu der Manager in ihm durch. Nachdem ich ja nun inzwischen vor einem halben Jahr mein Projekt beendet habe, scheinen nun alle zu denken, dass ich nichts mehr zu tun habe. Sicherlich, dieses Projekt hat meinen Bekanntheitsgrad in der Firma ziemlich gefördert. Aber der zeitliche Aufwand dafür lag bei etwa 10 Prozent meiner Arbeitszeit, mal etwas mehr, mal weniger.

erboste Frau

Kürzlich erklärte mir Frank nun, dass ich mich bei einem anderen Projekt als Vertreterin unserer Abteilung stark engagieren soll. Im Prinzip ist das ja auch kein Problem, auch der formale Umfang von 40 Prozent meiner Zeit geht klar. Aber wieso soll das als Komensation für das vergangene Projekt herhalten?

Eigentlich geht es Frank ja darum, dass er im jährlichen Mitarbeitergespräch auf das nächste Projekt verweisen kann.