Das war anstrengend

Der geneigte Leser meines Blogs weiß ja, dass ich gelegentlich ganz gern mal mit dem Fahrrad fahre. Gestern war das Wetter schön und da habe ich mir Jan geschnappt und wir haben eine Runde gedreht.

Nun bin ich ja kein Profi und fahre durchschnittlich schnell. Aber mein Sohn liebt es doch, zu trödeln. Da ich auch irgendwann wieder zurück sein wollte, habe ich einen kleinen Trick angewendet. Er hat an seinem Rad so einen kleinen Fahrradcomputer und ich sagte ihm, dass wir mindestens 15 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit schaffen wollen.

Er meinte, dass er das nicht schaffe, weil er sich in der Jeans, die er anhatte, nicht so gut bewegen könne und überhaupt, er ist erschöpft vom Tag. Ich sagte, naja, eigentlich schafft man ja mit dem Fahrrad 20 km/h (ich nicht, jedenfalls nicht bei unserem bergigen Gelände) und das er ja mit 15 km/h dann noch gut bedient ist und er ja auch stolz sein könne, wenn er es trotz der genannten widrigen Umstände schafft.

Irgendwie hat ihn dann der Ehrgeiz gepackt und wir haben 19 km/h geschafft. Ich war fix und fertig und hatte die ganze Zeit Mühe, mitzuhalten. Demnächst muss ich vorsichtig mit meinen Forderungen sein und ihm sagen, dass er auf seine arme alte Mutter Rücksicht nehmen muss.

Schrotthaufen

Heute muss ich mit dem Auto in die Werkstatt, obwohl ich nächste Woche einen regulären Termin zur Durchsicht habe.

Der Scheibenwischer funktioniert nicht mehr, er klemmt oder ist festgerostet.

Mein Mann meint, ich solle mir ein neues Auto kaufen, aber irgendwie hänge ich an der Kiste, sie ist so schön praktisch.

Wettrüsten

Es ist schön, wenn die Kinder größer und selbständiger werden. Mein Kind ist inzwischen größer als ich, leider nicht unbedingt selbständiger.

Irgendwie ist es fast so, wie die Zeit, als er als Baby langsam lernte, sich selbst fortzubewegen. Dann war er sehr mobil, ohne das er die Gefahren, die in der bösen Welt lauern, richtig einschätzen konnte. Mama und Papa haben also immer schön aufgepasst, dass nichts passiert.

Insbesondere mit der Computerbeherrschung hängt mich Sohnemann inzwischen ab. Heute können wir Eltern nicht mehr ständig alles überwachen, deshalb gibt es Regeln. Eine davon lautet: Eine Stunde Computer pro Tag genügt. Am Wochenende ist auch länger erlaubt.

Nun hat unser Kind diese Regel großzügig ausgelegt und teilweise mehrere Stunden am Rechner verbracht. Wir haben versucht, das in den Griff zu bekommen, indem wir aus dem Windows Logfile ausgelesen haben, wann der Computer an- und wieder ausgeschaltet wurde. Burschi hat das Logfile daraufhin einfach ausgeschaltet. Nach Belehrung macht er das jetzt nicht mehr. Wir haben dafür eine weitere Überwachung gestartet: Microsoft Family. Das weiß er auch und die Hoffnung war, dass durch die Überwachung bewußter mit dem Computer umgeht.

Aber die Kids! Er loggt sich gerne auf dem Server von seinem Kumpel ein und entzieht sich damit der Überwachung. Das hat er nicht gewusst, aber der Effekt ist eben so. Und kürzlich hat er sich beim Booten Admin-Rechte zugeteilt. Wie das geht, kann man im Internet nachlesen.

Wir werden den Rechner aus Prinzip nicht weiter verriegeln und überwachen. Statt dessen versuchen wir, auf Vernunft zu bauen. Leider ist das bei einem 13jährigen nicht immer erfolgreich.