Unaufgeregt

Wenn ich könnte, würde ich das Wort „UNAUFGEREGT“ zum Unwort des Jahres oder Jahrhunderts küren. Es ist erstaunlich, aber es fördert mein ganzes Aggressionspotential zu Tage.

Vielleicht wird es ja aber völlig korrekt verwendet. Denn wenn ich danach googele, dann finde ich als Assoziationen emotionslos, phantasielos, gleichmütig.

Das klingt für mich danach, dass der Typ das Problem nicht begriffen hat und es ihm auch egal ist. Und demzufolge hat er auch, selbst wenn er dafür zuständig ist, keinen Plan, wie mit dem Problem umgegangen werden kann.

Aber ich rege mich jetzt nicht mehr weiter auf sondern mache lieber Feierabend.

Grippeschutzimpfung

Es ist schon blöd. Heute hatte ich einen Termin für die diesjährige Grippeschutzimpfung. Ich lasse das immer auf Arbeit machen, denn es kostet mich außer 5 Minuten nichts. Aber man muss dazu einen Fragebogen ausfüllen und eine Frage darin lautet, ob man gesund ist.

© http://www.jenaFoto24.de / PIXELIO (www.pixelio.de)

Nun ist es nicht so, dass ich krank bin. Jedenfalls bis gestern nicht. Jedenfalls nicht richtig. Ich schniefte ein bisschen vor mich hin, hatte aber so keine weiteren Symptome, nur gelegentlich etwas Schnupfen. Und eigentlich war der gestern Abend auch wieder weg.

Und in der Nacht? Ich habe schlecht geschlafen. Erst konnte ich nicht einschlafen, hatte ein Kratzen im Hals. Ich habe mich hin- und hergewälzt und musste Nasenspray nehmen, damit die Nase frei ist. So ein Mist.

Meine Stimme war dann heute auch etwas rauher, noch nicht wirklich tiefer, aber es gibt Anzeichen, dass sie bald völlig belegt ist. Ich lutsche also den ganzen Vormittag Bonbons, damit ich bis zur Impfung durchhalte.

Mittag ist es dann so weit. Ich gehe zum Betriebsarzt, versichere mit leisem Bass, dass ich kerngesund bin und pieks – es ist geschafft.

Na mal sehen, wie ich das jetzt verkrafte. Mein Hals ist kratzig, ich fühle mich müde, was aber auch von der durchwachten Nacht kommen kann.

Ich brauche jetzt keine Erkältung. Das Dumme ist, dass ich dann trotzdem arbeiten gehe, aber meine Freizeitaktivitäten gekürzt werden.

WP-Bedienung

Nun bin ich doch schon eine Weile hier bei WP und tue mich dennoch schwer, mit der Bedienung.

Also im Prinzip geht das ganz gut, alles was ich mache klappt so weit. Aber was andere machen, entgeht meinem trüben Auge dann doch, zumindest teilweise. Gerade erst habe entdeckt, dass einige meiner Follower mehrere u.a. auch private Blogs betreiben. Ich habe mir mal erlaubt, dort anzuklopfen.

Wer weiß, was ich noch alles verpasse?

Tanzen gegen Demenz

Obwohl unser Wochenende voll gepackt und ereignisreich war, wollte ich eigentlich nicht darüber schreiben. Mir fällt bei so einer Fülle an Material immer nicht ein, wo ich anfangen soll. Und nur eine Aufzählung wollte ich hier nicht bringen. Die würde dann in etwa so aussehen:

Freitag Abend:

  • Meinen Männern Haare geschnitten. 
Samstag:
  • Wocheneinkauf
  • diverse weitere Einkäufe 
  • Lieferung unserer neuen Stühle
  • Mittagsschlaf
  • Modenschau zur „Nachtschicht“
  • Tanzabend
  • Bergmannsumzug und Feuerwerk zur „Nachtschicht“
Sonntag:
  • Haushaltspflichten bzw. Hausaufgaben für die Schule
  • Kantetengottesdienst im Rahmen der Silbermanntage
  • Besichtigung der neuen Bibliothek im Kornhaus im Rahmen des Denkmaltages
  • Neue CD zusammenstellen
  • Tanzkreis
Es gibt talentierte Blogger, die können aus jedem einzelnen Anstrich einen amüsanten Beitrag stricken. Ich brauche dazu etwas Zeit, die ich gerade nicht habe. Deshalb belasse ich es dabei. Meine aufmerksame Leserschar bemerkt allerdings, dass an zwei Tagen das Tanzen vorkommt. Der Schluss, dass es sich um eine beliebte Freizeitbeschäftigung von mir handelt, ist zutreffend. 

© Grey59 / PIXELIO (www.pixelio.de)

Eigentlich hatte ich mich am Samstag schon geärgert, dass wir uns zum Tanzabend verabredet hatten. Denn es war wunderschönes Wetter, noch einmal ein lauer Abend und es war Nachtschicht. Zur Nachtschicht haben bei uns viele Läden in der Innenstadt auf und es gibt ein schönes Rahmenprogramm. Damit kann man so einen Abend auch füllen. 

Wir waren aber mittendrin noch beim Tanz. Es war dann aber doch ganz schön, obwohl der DJ etwas neben sich zu stehen schien und dauernd die Titel verwechselte. Mit uns am Tisch saßen noch zwei weitere Paare aus unserem Tanzkreis, wir haben uns nett unterhalten und vor allem viel getanzt. Es war auch nicht so überfüllt wie manchmal, wo man überhaupt nicht treten konnte. Dabei war es dort der letzte Tanzabend in diesem Jahr. Das war aber sicherlich vielen Tänzern nicht bewusst. 

Wieso nun aber dieser seltsame Titel? Ich fand ihn über einem Blogbeitrag von crossboxsports. Ich kann den Entschluss, einen Tanzkurs zu besuchen, nur unterstützen. Vielleicht wird ja auch eine Leidenschaft daraus. Viel Spaß.

Aus mir wird kein Veganer

Um es vorweg zu nehmen, einen Versuch war es Wert. Leider ist dieser mit viel Pomp und Gloria angekündigte Versuch grandios gescheitert. Was war passiert?

Meine Männer hatten mir ja versichert, dass sie mitmachen. Denn eins ist klar, so ein Experiment kann ich nicht allein durchziehen. Und in frühen Jahren hatten wir auch schon mal eine Phase, in der wir uns vorwiegend vollwertig ernährt hatten. Mein Mann und ich, meinen Sohn gab’s damals noch nicht. Offenbar ist der die Ursache allen Übels? Denn seit seiner Geburt ging unsere Ernährung nach und nach den Bach runter. Oder sie passte sich den üblichen Gewohnheiten an. Einiges haben wir aber von damals noch behalten, nämlich dass wir vorwiegend frische und wenig behandelte oder künstliche Lebensmittel bevorzugen. So essen wir z. B. seitdem Butter statt Margarine, noch dazu, wo der Fettgehalt der gleiche ist.

Wir starteten den Tag mit einem leckeren Obstfrühstück. Ananas, Melone, Apfel, Weintrauben, Saft, Wasser. Kein Kaffee. Kaffee ohne Milch schmeckt mir nicht. Kein Brötchen. Brötchen ohne Butter schmeckt mir nicht. Das haben wir schon öfter aus Diätgründen gemacht, allerdings mit Kaffee.

Das Problem ist, dass ich ohne Kaffee ziemlich unausstehlich bin. Ich quäle mich dahin, mein Blutdruck ist im Keller und ich habe eine Tendenz zu Kopfschmerzen. Aber eine Tablette wollte ich auch nicht einwerfen, weil das vielleicht vegan ist, aber sicherlich nicht der Gesundheit dient. Das sind eben die Giftstoffe, die ausgespült werden müssen. Anfangsverschlechterung. Wird schon wieder.

Mein Sohn, der mit seinen 13 Jahren noch keinen Kaffee trinkt, kam besser zurecht. Ihm fehlte aber die Milch. Mein Mann war tapfer und hat sich nichts anmerken lassen. Ich glaube aber, ihm fehlte alles: Wurst, Käse, Milch, Butter.

© Florian Pusch / PIXELIO (www.pixelio.de)

Zum Mittag haben wir Couscous mit Gemüse gegessen. Auch das gehört zum Repertoire, das wir gelegentlich essen. Und dazu sind ja alle gängigen Getränke erlaubt: Wasser, Saft, Bier, Wein. Kein Problem also. Doch der Nachtisch? Nichts Süßes? Etwas Trockenobst gönnten wir uns.

Abends gab’s Salat. Und dann, vorm Fernseher hatten wir noch Hunger. Hunger nicht, aber Appetit. Wir konnten nicht widerstehen. Ein Stückchen Schoki musste her. Milch-Schoki. Und dann noch ein Scheibchen Käse. Und, naja, das Projekt ist gescheitert.

Wir sind einfach zu schwach und können den Verlockungen nicht widerstehen. Vegetarisch kann ich mir ja noch vorstellen. Aber vegan, das ist schon ganz schön hart. Es gehört viel Willen und Disziplin dazu, das durchzuhalten. Hut ab!

© Sandra Krumme / PIXELIO (www.pixelio.de)

Wir haben uns jetzt noch einmal das Buch von H. Anemüller zur Vollwerternährung besorgt. Das gibt’s im Internet für 20 Cent zuzüglich 3 Euro Versand. Das lese ich noch einmal und danach kommt der nächste Versuch: Vollwerternährung.

Problemzonen

Nach der Saunasaison habe ich mit meinem Kind gestern auch die Schwimmsaison eröffnet. Der aufmerksame Leser wundert sich vielleicht, wieso ich nach dem Sommer die Schwimmsaison eröffne, noch dazu wo es doch so ein super Sommer war, bei dem man doch quasi jeden Tag baden gehen konnte. Das liegt daran, dass ich eigentlich nicht gerne baden gehe. Mich begeistert es auch nicht, mich im Freibad auf meiner Decke umzuziehen und ich werde unruhig, wenn ich meinen ganzen Kram dort liegen lassen muss, während ich im Wasser bin. Das wären zwar lösbare Probleme, können aber gut zu meiner Verteidigung herhalten.

Die eigentliche Ursache liegt eher darin, dass ich die pralle Sonne zunehmend schlechter vertrage. Auch dieses Argument könnte man damit vom Tisch wischen, dass es sicher auch irgendwo Bäder mit ausreichend Schattenplätzen gibt. Trotzdem müsste ich Sonnenmilch verwenden, die ich klebrig und eklig finde.
Aber, um ehrlich zu sein, vor allem stört mich das Viehzeug, was dann dauernd angekrabbelt und -geflogen kommt und von meinem süßen Blut kosten möchte. Oder auch einfach nur auf mir rumturnen.
Und dann der Dreck. Sand- und Schmutzkrümel überall. Das kratzt und juckt und ist unangenehm. Und im Wasser schimmt mitunter irgendwelches unidentifizierbares Zeug herum, von dem ich gar nicht wissen möchte, worum es sich handelt.
Außerdem wird mir beim Baden schnell langweilig. Ich möchte da mehr Abwechslung.

Anders ist es natürlich im Hallenbad. Es gibt ordentliche Umkleidekabinen und Spinde, die Sonne schadet der Haut nicht und das Wasser ist ordentlich gechlort. Klinisch rein. Keine Ausrede mehr. Dort betrachte ich das Schwimmen als Sport. Ich ziehe meine Bahnen und zwinge mein Kind, es mir gleich zu tun. Der Bursche braucht schließlich auch etwas Sport.

© Diana Sabrina Bachler / PIXELIO (www.pixelio.de)

Gestern ist mir aufgefallen, dass es mir, trotz Sommerpause, wesentlich leichter fiel, als erwartet. Ich habe knapp ein Drittel mehr Bahnen geschafft. Liegt das, ähnlich wie beim Fahrradfahren, vielleicht daran, dass auch hier ein Effekt vom Fitnessstudio zu beobachten ist? Das wäre ja toll.

Nun sind die Leistungen, die ich beim Fahrradfahren und Schwimmen messe, ja objektiv, letztendlich eine Art Durchschnittsgeschwindigkeit, die sich erhöht. Nur warum sehe ich das nicht auf der ebenfalls leider unbestechlichen Waage? Wieso hat sich meine Kleidergröße nicht geändert? Sind das jetzt alles Muskeln?

Die Saunasaison ist eröffnet

Wir haben den Sommer über gegrübelt, ob wir in der kommenden Wintersaison wieder regelmäßig in die Sauna gehen. Anlass, darüber nachzudenken, war mal wieder eine Preiserhöhung. Der Finanzminister meint nämlich, dass Sauna nicht mehr der Gesundheitsvorsorge dient, sondern ganz klar ein Wellness-Angebot darstellt. Somit ist 19 statt 7 % Mehrwertsteuer fällig. Siehe auch hier. Die Petition dagegen, die ich natürlich unterschrieben habe, brachte einen Aufschub um ein halbes Jahr. Im Juli wurde die Preiserhöhung nun fällig, allerdings war ich seitdem nicht in der Sauna.

Wir hatten auch unsere Zweifel, ob wir wirklich weniger anfällig gegenüber Erkältungskrankheiten sind, oder ob das nur Einbildung ist. Denn eigentlich bekommen wir jeden Winter unsere Erkältung. Vielleicht fällt diese nicht so schlimm aus, aber das kann auch an der Grippeschutzimpfung liegen.

© Stefan Bayer / PIXELIO (www.pixelio.de)

Inzwischen, man hätte es vorige Woche noch nicht geglaubt, ist das Wetter so, dass einem friert. Dementsprechend bietet sich ein Saunagang durchaus an. Unser Fitness-Studio hatte uns einen Gutschein gegeben, mit dem wir die studioeigene Sauna besuchen konnten. Dieses Angebot nahmen wir nun gestern dankbar an.

Diese Sauna hat eine heiße finnische und eine feuchtere Biosauna und ist im Ruhebereich recht schön eingerichtet. Allerdings ist sie vergleichsweise klein und wir müssen mit dem Auto hinfahren. Die städtische Sauna hat mehr Saunen, ist größer und vor allem für uns in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. So werden wir wohl weiterhin wöchentlich dorthin gehen.