Mädels unter sich ….

Es ist schlau, ins Fitness-Studio zu gehen, wenn es nicht so voll ist. Für mich ist das jedenfalls so. Wenn nicht so ein Gedränge ist, kommt man an alle Geräte ohne Wartezeiten ran und fühlt sich auch nicht so gehetzt, weil vielleicht schon jemand wartet, dass ich an einem Gerät fertig werde. Insofern ist ein Termin zum Deutschlandspiel ideal. Und tatsächlich war es gestern wirklich gegen 18:00 Uhr ziemlich leer.


© Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO (www.pixelio.de)

Überrascht war ich dann aber doch, dass von denjenigen die da waren etwa die Hälfte Männer waren. Ich dachte eigentlich, dass ich mich dann praktisch in einem Lady-Fitness-Center wieder finde. Und es war nicht nur der freundliche Blumenhändler, sondern es waren alle Berufs- und Altersgruppen vertreten.

Egal, anstrengend war es wie immer. Mein Muskelkater bestätigt mir das.

 

La Cenerentola (Aschenputtel)

Das hätte ich so nicht gedacht. Von Rossini kenne ich eigentlich bloß den Barbier von Sevilla. Nett, aber für mich nun nicht DIE Sensation der Oper. Doch dann hatten wir in der MET „La Donna del Lago“ gesehen und waren hin und weg.

Trailer von La Donna del Lago, MET, New York

Einfach Wahnsinn, wie dort Joyce DiDonato losträllerte. Insofern wurden wir ermutigt, uns noch eine weitere Rossini-Oper anzusehen. Ich habe gelernt, dass Rossini sehr sehr viele Opern geschrieben hat und nur sehr wenige bekannt sind.

Zu den bekannteren zählt auch La Cenerentola (Aschenputtel). Diese wird seit der letzten Spielzeit im Chemnitzer Opernhaus gezeigt und wir haben quasi zum Abschluss der jetzigen Saison diese Oper gesehen. So toll, wie das dort umgesetzt wurde, habe ich vorher auch noch keine Opernproduktion gesehen. Perfekte Show mit Animationen und wunderbarer Musik. Einfach Klasse und unbedingt weiter zu empfehlen.

Trailer von La Cenerentola, Opernhaus Chemnitz

Für uns war es unverhofft der Höhepunkt der Saison.

73 Tage

Das war so gar nicht beabsichtigt. 73 Tage lang Schweigen im Walde. Das kann ja auch mal ganz nett sein, aber Sinn und Zweck eines Blogs ist es eigentlich nicht. Und wer ist Schuld? Das wahre Leben natürlich.

Es ist auch immer was anderes. Eigentlich könnte es so einfach sein, genau über dieses andere zu schreiben. Zum Beispiel unser Besuch einer Stunde beim Konfirmandenunterricht meines Sohnes. Das war schon ganz aufschlussreich. So um Ostern rum war das. In einer Frage des Pfarrers ging es um die Farben, mit denen Alter und Kanzel geschmückt sind. In diesem Falle weiß. Es muss ein wichtiges Fest sein, nur welches? „Vielleicht ein Frühlingsfest?“, war ein Vorschlag.

Alle wurden zur Konfirmation zugelassen und vielleicht wissen sie irgendwann auch mal die Antwort.

Aber die Konfirmation an sich ist ja nun auch schon wieder eine Weile her. Der Gottesdienst dauerte lange, war dafür aber kurzweilig. Und wir hatten schon wieder die gesamte Verwandtschaft zu bespaßen. Letztes Jahr zum runden Geburtstag meines Göttergatten und jetzt mussten wir schon wieder ran. Davor war lange Ruhe, eigentlich waren so viele sonst nur noch zur Taufe und Einschulung da.

Ach ja, im Urlaub waren wir ja auch, nach Ostern. Kurzurlaub. Einfach nur essen und nichts tun, das muss auch mal sein. Inzwischen steht ja bald wieder der nächste Urlaub an. Der wirft auch schon seine Schatten voraus, wir informieren uns und haben sogar schon Karten für Veranstaltungen gekauft.

À propos Karten. Letztlich waren wir auch kurz entschlossen in Meiningen. Dort gibt es ein sehr schönes Theater. Und das wissen wir von einem wunderbaren Kalender, den wir geschenkt bekommen haben. Die schönsten Opernhäuser der Welt. Neben Paris und Mailand war da auch Meiningen drin. Und für uns ist es einfacher, schnell mal nach Meiningen statt nach Mailand zu fahren. Und billiger ist es auch. In Meiningen trat sogar schon mal Elina Garanca auf, die jetzt auch an der MET in New York singt. Das Meininger Orchester ist auch die Wiege der Berliner Philharmoniker, so dass auch selbige Gastspiele in Meiningen gaben. Ich habe das vorher nicht gewusst.

 

Aber nicht nur kulturell waren wir unterwegs. Immer noch gehe ich regelmäßig ins Fitness-Studio, obwohl mich der Sport nach wie vor anstrengt. Und wenn ich wandern oder tanzen gehe, komme ich trotzdem außer Puste.

Auch beruflich bin ich gut ausgelastet und hätte eigentlich genug zu schimpfen. Nur fehlt mir einfach oft die Zeit oder Lust, das alles hier aufzuschreiben. Vielleicht sollte ich mir wieder öfter mal die Mühe machen.