23 Jahre

Alle Jahre wieder, nun schon zum sechsten Mal im Blog. Dreiundzwanzig Jahre, das ist Titanhochzeit, unsere Ehe hat nach dieser Deutung inzwischen einen göttlichen Status erhalten. Mir gefällt eher der Hinweis auf Titanschmuck als Geschenk zu diesem Anlass.

Und um wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen hier ein einfaches Liedchen, gesungen von Sumi Jo. Von der haben wir schon seit zwei oder drei Jahren eine tolle CD, ihren persönlichen Durchbruch bei uns hatte sie aber erst vor kurzem. Eine sehr vielseitige Künstlerin.

 

BBP

Warum trainieren Frauen ab einem bestimmten Alter? Na klar, um die Problemzonen in den Griff zu bekommen. Auch aus diesem Grund treibe ich Sport, seit etwa einem Jahr auch noch intensiver im Fitness-Studio. Es ist anstrengend und nicht unbedingt ein Bedürfnis. Ja, ich kenne den Spruch von Mario Barth: „Sie stand vor ihm und sagte: Ich geh zum Fitness. Bauch, Beine, Po. Daraufhin er: Wieso? Davon hast Du genug. Mach doch lieber Brüste.“. Und ja, insbesondere Bauch habe ich tatsächlich genug. Beim Po sieht das offenbar ganz anders aus.

Gestern habe ich mal wieder die Gelegenheit für eine Radtour genutzt. In letzter Zeit bin ich für meinen Geschmack viel zu wenig Rad gefahren. Irgendwie war es entweder regnerisch oder es ist irgendwas anderes dazwischen gekommen. Doch nun hat es mal wieder geklappt.

Ich habe mir natürlich eine anspruchsvolle schöne Tour überlegt, mich allerdings überschätzt. Zuerst ging es noch, den moderaten Berg hoch aus der Stadt als Erwärmung, und dann durch die nächsten zwei Dörfer fast nur bergab. Klasse. Trotz Gegenwind superschnell.

Aber dann ging’s bergauf und wieder bergab und so weiter. Nicht, dass ich das konditionell nicht hinbekommen hätte. Ich habe zwar geschnauft wie eine Dampflok und die Geschwindigkeit tendierte auch gegen Null, aber ich hab’s geschafft. Auch kräftemäßig nur wenig Probleme, höchstens ein paar Beschwerden in den Knien.

Nach einer guten Stunde tat mir aber der Hintern weh. Ich hatte keine Lust, eine Radlerhose anzuziehen, die dort so schön gepolstert ist. Erstens wollte ich nicht extra eine einsauen und zweitens fühle ich mich dann immer so, als hätte ich eine Windel um. Aber vielleicht hätte ich es doch tun sollen, um meinen Popo zu schonen?

Die Ferien sind vorbei

So, nun ist sie fast um, die schöne Ferienzeit. Genau genommen bin ich schon wieder vier Wochen aus dem Urlaub zurück, dennoch waren auch diese vier Wochen noch ein bisschen erholsam, bevor am Montag wieder der ganz normale Alltag beginnt.

Unser Kind war nach unserem vierzehntägigen Urlaub noch zwei Wochen im internationalen Ferienlager, danach eine Gammelwoche zu Hause und nun noch eine Woche bei meinen Eltern. Für uns sind drei Wochen ohne Kind auch mal ganz erholsam, können wir uns doch ganz unseren eigenen Interessen widmen.

Auch auf Arbeit ist es in der Ferienzeit ruhiger. Kaum Besprechungen, nur die nötigsten Abstimmungen. Dafür kommt man zu Dingen, die man sonst nicht schafft. Und auch auf dem Arbeitsweg ist es ruhiger, trotz der vielen Baustellen.

Ich freue mich auf die nächsten Ferien, im Oktober.

Fertig

Zumindest mit dem, was ich tun kann. Wochenlang hatte ich bis über beide Ohren zu tun, kein Ende war abzusehen. Und plötzlich, seit Freitag, nichts. Kein Handschlag. Ich sitze hier im Büro, sortiere meine Bleistifte, gebe der Dokumentation den letzten Schliff und habe sonst nichts mehr zu tun.

Naja, eigentlich schon, aber ich komme nicht weiter, weil ich von anderen abhängig bin. Ich warte auf Entscheidungen, doch die Entscheider sind im Urlaub. Ich warte auf Material, das ist unterwegs, aber noch nicht da. Ich warte auf Analyseergebnisse, doch die Analytik ist seit langem völlig überlastet. Vielleicht sollte ich dahin wechseln?

Und dann kommt – sicherlich nächste Woche, nach Ferienende – wieder alles auf einmal. Die Entscheider sind aus dem Urlaub zurück, das Material ist endlich da und die Analytik fertig. Also atme ich mal durch und genieße die Freiheit des süßen Nichtstun.

Heute ist erstmal Besprechungsmatathon, dann werde ich froh sein, nichts weiter tun zu müssen.

Meinen Senf

… bekomme ich nicht überall. Es gibt bei uns in der Nähe einen regionalen Hersteller, dessen Produkte aber nicht überall im Handel zu bekommen sind. Somit müssen auch wir zusehen, wo wir unseren Senf herbekommen.

© Dieter Schütz / PIXELIO (www.pixelio.de)

Eine ebenfalls lokale Fleischerei-Kette bietet unseren Lieblingssenf an, nur kommen wir da so selten vorbei. Glücklicherweise sind Ferien und unser Kind hatte sowieso Langeweile. So haben wir ihn zu einer Filiale des Fleischers geschickt, ein Glas für uns zu kaufen. Aber mit Kindern kann man es ja offenbar machen.

Die Verkäuferin war nebenan bei der Verkäuferin des Bäckers und quatschte dort.

Sie nörgelte zu ihm, dass sie gleich komme …

Gefühlte Stunden später war sie dann da.

Mein Sohn verlangte den Senf, worauf er angeblafft wurde, ob er denn welchen sehe?

Nein, aber vielleicht hat sie ja irgendwo im Lager oder unter der Theke noch welchen.

Nein, hat sie nicht und er solle sich zum Teufel scheren und wieso sie ihn überhaupt belästige …

Nun, die Situation ist von mir bearbeitet und gekürzt. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung meiner Kindheit, dass mir sowas ähnliches auch schon passierte.

Wir werden also eine andere Quelle auftun müssen, am besten ich fahre bei Bedarf direkt beim Hersteller vorbei. Ein Umweg, der sich aber sicherlich lohnt.