Schlechtes Timing

Zu Hause sind wir Telekom-Kunden und das u.a. aus dem einfachen Grund, dass die Telekom noch so einen schönen analogen Anschluss zum telefonieren anbietet.

Auch unser Internet läuft über die Telekom, oder auch nicht. So jedenfalls seit Sonntag. Gestern haben wir dann bei der Telekom angerufen, um uns zu erkundigen. Nachdem wir den Anrufcomputer überwunden und zu einem Menschen durchgedrungen waren gab es folgendes Gespräch:

Telekom: „Guten Abend, sie sprechen mit Herrn xy, was kann ich für sie tun?“

Wir: „Unser Internet funktioniert nicht.“

Telekom: „Ja, wir haben eine Störung, sie haben davon sicherlich in den Medien gehört.“

Wir: „Ja, aber die Medien sagten auch, dass es wieder geht.“

Telekom: „Zum großen Teil geht es wieder, aber in einigen Fällen noch nicht. Ich kann Sie aber mal zu unserem technischen Kundendienst durchstellen. Vielleicht kann der was für Sie tun.“

Wir: „Ja, tun Sie das, vielen Dank.“

Telekom: „Ich sehe gerade, dass Sie noch einen alten Vertrag haben, wollen Sie nicht auf IP umstellen?“

Wir: „Wir wüssten nicht, wozu …“

Telekom: „Das hat nur Vorteile, Sie können …“

Wir: „Zum Beispiel hätten wir Sie jetzt gar nicht anrufen können, wenn wir einen IP-Anschluss hätten.“

Telekom: „Ähä, hm, stimmt. Das würde nicht gehen, aber …“

Wir: „Welchen Vorteil hätten wir dann?“

Telekom: „Ich leite Sie jetzt zum technischen Support durch …“

 

Billigheimer

Seit einiger Zeit habe ich ja auch Ebay für mich entdeckt. Zunächst habe ich das eine oder andere gekauft, bis ich mich gewagt habe, auch selbst was anzubieten. So Zeug, was ich sonst einfach in die Kleidersammlung geben würde.

Damit es sich lohnt, recherchiere ich die Preise für vergleichbare Dinge, soweit ich sie nicht sowieso einschätzen kann. Dabei biete ich nur Kram an, bei dem sich der Aufwand für mich lohnt. Schließlich muss man das Zeug ja fotografieren, ein Ebay-Formular erstellen, wenn es verkauft wurde muss es verpackt, frankiert und zur Post geschafft werden. Für mich lohnt sich das nicht bei weniger als fünf Euro. Oder anders ausgedrückt, je höherwertiger das angebotene Teil ist, desto mehr lohnt sich der ganze Aufwand.

In letzter Zeit finde ich aber, dass diverse Schnäppchenjäger doch ziemlich dreist werden. Die melden sich bei mir und sagen, wenn ich das Teil nicht los werde, dann würden sie es für einen Preis von – und dann kommt ein viel niedriger als von mir verlangter Preis – nehmen. Oder ich soll gar einen Vorschlag machen.

Einer hat mich sogar wüst beschimpft, dass ich ein Buch viel zu teuer angeboten hätte. Auf den Hinweis, dass das gleiche Buch vom Fachhandel auch auf Ebay zum dreifachen Preis angeboten würde, kam die Antwort, dass das Angebot das eine ist. Das Angebot loswerden das andere. Richtig, aber das ist doch wohl mein Problem.

Das Buch und auch andere Teile sind inzwischen verkauft. Andernfalls gäbe es ja noch die Kleidersammlung oder Büchertische, wo ich das Zeug verschenken kann, wenn es auf Ebay keiner haben will. Nur werde ich nichts verschleudern und mir dann auch noch die ganze Mühe mit dem Versand machen.

Welt-Hallo-Tag

Schon gewusst? Heute ist Welt-Hallo-Tag. Teilnehmen kann jeder, indem er heute zehn Leute grüßt.

Der Tag wurde 1973 als Antwort auf den Konflikt zwischen Israel und Ägypten. Vielleicht kann man durch ein einfaches, freundliches „Hallo“ die Welt ein bisschen friedlicher machen? Nötig hat sie es mindestens genauso dringend wie vor 43 Jahren.

 Hallo 😍

Fortschreitende Demenz?

Es ist schon bedenklich, wenn eigentlich automatisierte Handlungen plötzlich nicht mehr richtig funktionieren. Heute früh ist mir das gleich zweimal passiert. Und das sind nur die Dinge, die mir aufgefallen sind.

Zum einen fing es auf dem Weg zur Arbeit im Auto an. Ich wunderte mich, dass ich heute so schlecht gucken kann. Nach etwa einer Viertelstunde war mir klar, dass ich statt meiner Fernbrille meine Lesebrille aufgesetzt hatte und somit beinahe blind durch die Gegend fuhr.

Zum Glück sind beide Brillen nicht sehr stark und normalerweise brauche ich gar keine, aber z.B. zum Autofahren nutze ich regelmäßig die Fern- und zum Lesen inzwischen die Lesebrille. Naja, bin ich halt ohne Brille weitergefahren und das Auto kennt den Weg auch allein.

 

Doch damit nicht genug. Inzwischen ist es bei mir ja auch zur Gewohnheit geworden, dass ich an bestimmten Tagen gleich nach der Arbeit ins Fitness-Studio gehe. Aber warum schleppe ich mein Sportzeug mit ins Büro, statt es wie üblich gleich im Auto zu lassen?
Und, ich wiederhole mich, das sind nur die Dinge, die mir aufgefallen sind. Es gibt da so Tage …

Ist das fortschreitende Demenz?

Mal wieder aus der Bahn geworfen

Bin ich selbst Schuld? Kaum habe ich mir geschworen, meinen kleinen Blog etwas mehr zu pflegen, kommt wieder was dazwischen. Eigentlich lief es ganz gut, seit ich auf Dienstreise war (siehe hier und da und dort). Aber so ist das, allein im Hotelzimmer, gelangweilt, hatte ich Zeit für meinen Blog.

Es gab ja dann noch den Abschluss der Dienstreise, worüber ich eigentlich berichten wollte. Wir waren ja abends wieder im Lokal und anschließend war die Nacht wieder viel zu kurz für mich und am nächsten Tag noch ein paar Vorträge und dann die Rückkehr. Aber das ist nun schon eine Weile her und  somit eigentlich auch nicht mehr interessant.

Einer meiner Vorträge, nämlich der, mit der anschließenden Stille, man könnte auch Schockstarre sagen, so ähnlich wie es jetzt im Großen nach der Wahl des neuen US-Präsidenten war, hat dann zu Hause einige Wellen geschlagen. Es gab mehrere hochkarätige Eskalations-Besprechungen und ich fühlte mich wie der Zauberlehrling.

Glücklicherweise habe ich mich dann erst einmal zwei Wochen in den Urlaub verabschiedet, so dass sich die Wogen glätten konnten. Eine Woche Italien und anschließend noch eine Woche zu Hause haben dafür gesorgt, dass ich sogar mein Passwort vergessen habe. Ein sicheres Zeichen für gute Erholung.

Leider hielt der Erholungseffekt nur ca. vier Stunden an. Eigentlich hatte ich auf wenigstens vier Tage gehofft. Der Grund war die Befolgung einer Anweisung des Chefs meines Chefs. Allerdings hatte mein Chefchef nicht so genau vor Augen, welche Konsequenzen das hat. Ich habe es ihm, zwar dosiert, dennoch recht drastisch, mittels einer praktischen Demonstration klar gemacht. Hätte ich vielleicht nicht tun sollen! Zwei Minuten später stand er zusammen mit meinem Chef an meinem Platz und … Oder war es doch nicht verkehrt? Immerhin hat er, nachdem wir uns wieder lieb hatten, darum gebeten, dass ich ihn auf den Verteiler meiner Besprechungsprotokolle setze, damit er mal mitbekommt, was ich so den lieben langen Tag eigentlich mache. Das sehe ich durchaus positiv und nicht als Überwachung.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Nach der Dienstreise und dem Urlaub war mein Arbeitsstapel wieder riesig groß. Und ich hatte dann nach dem Feiertag noch mal frei und dann massenweise Besprechungen. Jedenfalls kam ich nicht zur eigentlichen Arbeit, geschweige dass ich Zeit für meinen Blog hatte.

Inzwischen ist der Berg zwar wieder halbwegs überschaubar, aber die nächsten freien Tage und die vorweihnachtliche Hysterie stehen vor der Tür. Vielleicht gelingt es mir trotzdem, mich auch hier wieder mehr blicken zu lassen.

Zum Schluss aus gegebenen Anlass noch ein Lied, das inzwischen zum Klassiker geworden ist.