Freitagsfüller 415 (2017/13)

Die Woche ist wieder um und ehe ich es nicht mehr schaffe, hier mein heutiger Freitagsfüller. Er ist insbesondere in den ersten 3 Punkten etwas deprimierend, deshalb hier eine Warnung. Wer sich die Stimmung nicht vermiesen möchte, sollte nicht weiterlesen.

  1. Tief durchatmen und weiter das Leben genießen. Es kann so schnell vorbei sein. Der blanke Horror, was mein Kollege erzählt hat. Mit 27 das Leben vorbei … Oder mit 17, was da diese Woche im Fernsehen berichtet wurde. Da bin ich wirklich manchmal sehr dicht am Wasser gebaut.
  2. Ich weiß gar nicht, ob Barbara Hellseherin ist, oder woher hat sie diese Stichworte? Das Schicksal schlägt mitunter so schnell einen Haken und dann ist alles anders und darum sagt man: „sag niemals nie“!
  3. Was ist, wenn meinem Sohn so etwas passiert wäre? Er hat noch nie Alkohol getrunken, außer zur Konfirmation ein Schluck Wein. Wenn er mal ein ganzes Glas trinkt, ist er sicherlich im Rausch, hoffentlich passiert dann nichts.
  4. Manchmal habe ich diverse Gelüste, oft auf’s Essen. Leider tut das der Figur nicht gut und ich muss den Gewichtsanstieg durch Sport bremsen.
  5. Mein Fernseher ist museumsreif. Er hat noch eine Röhre und ich habe auch noch einen VHS-Recorder. Beides ist noch in Betrieb, solange es geht. Wenn die Flimmerkiste mal kaputt geht, müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen, wo wir eine neue hinstellen, denn wir haben kaum Platz für eine größere.
  6. Eine Radtour nach der Arbeit ist für mich wie ein Kurzurlaub. Außer, wenn das blöde Rad, wie diese Woche passiert (siehe meinen Beitrag vom Mittwoch), plötzlich einen Platten hat. Dann ist zwar der Weg immer noch wunderschön, aber eigentlich zu weit und viel zu anstrengend, mit dem kaputten Rad an der Backe.

  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Feierabend nach dem Sport. Wie letzte Woche auch. Irgendwie wird mir gerade alles ein bisschen viel, aber wenn nichts ist, ist es langweilig. Morgen habe ich geplant, das Geburtstagsgeschenk für meine Schwiegermutter zu realisieren. Wir haben Ihr ein Essen in einer Gaststätte geschenkt und anschließend fahren wir nach Dresden in ein Konzert. Nach einem gemeinsamen Abendessen bei meiner Schwiemu geht es dann wieder nach Hause. Und Sonntag möchte ich das letzte Mal vor Ostern in unseren Tanzkreis gehen!

Soviel für heute. Wer mitmachen möchte, kann bei Barbara schauen, wie’s geht:
http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/freitags-füller/

Radwandern

Dieser Begriff hatte gestern für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Leider nicht zum ersten Mal (siehe hier). Und wieder die gleiche Strecke und wieder am weitesten Punkt vom trauten Heim entfernt. Doch ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Ja, ich hatte wieder einen Platten und musste schieben. Eigentlich sollte es bei dem schönen Wetter ein ruhiges Anradeln sein, doch so zerplatze diese Idee und ging in Luft auf.

Nun wäre es bei dem schönen Wetter nicht sonderlich schlimm, einen Abendspaziergang zu machen.

Aber muss das mit einem kaputten Fahrrad unter dem Arm sein? Außerdem habe ich mich zum Gespött der Anwohner gemacht, die mir freundliche Kommentare zukommen ließen.

Heute lasse ich mir diese modernen unkaputtbaren Reifen auch vorne drauf machen. So macht das keinen Spaß und ist wahnsinnig anstrengend.

Montagsstarter 13/17

Nachdem Freitagsfüller von Barbara bin ich nun auch auf den Montagsstarter von Martin gestoßen. Da ich zur Zeit nicht sehr kreativ, dafür aber unter ziemlicher Zeitnot bin, hilft mir das, meinen Blog mit Material zu füllen. Viel Spaß beim Lesen.

Und hier kommt mein erster Montagsstarter, auch wenn es schon Mittag ist.

1) Mir bereitet es Freude wenn Pläne so klappen, wie ich es mir vorgestellt habe. Dann war die ganze Mühe und Planung nicht umsonst.

2) Handarbeiten ist eher nicht so mein Ding. Ich bin da ziemlich ungeschickt. Gern würde ich es können, aber es haut mich dann auch wieder nicht so sehr vom Hocker, dass ich mich darum bemühen würde, es zu lernen. Am ehesten wäre basteln noch was für mich.

3) Ziemlich klein, aber fein ist meine Küche. Wichtig ist ja, dass sie funktionell ist und ich alles unterkriege. Dieser Gedanke stand ja wohl auch hinter der Erfindung der Frankfurter Küche.

4) Am Sonntag war ich ziemlich blau. Wir waren beim Italiener und haben dort zu Zweit einen Liter Wein weggebechert. Später dann noch Sekt. Denn mein Schatz hatte letzte Woche Geburtstag. Jedenfalls hat sich alles schön gedreht.

5) Mein Wochenende war leider viel zu kurz. Und das nicht nur wegen der Zeitumstellung. Das schöne Wetter habe ich für’s Fensterputzen und Gardinenwaschen genutzt. Zusätzlich zu den Pflichten und dem Freizeitstress, der mich am Wochenende ohnehin ereilt (siehe dazu auch die diversen Freitagsfüller von mir).

6) Ein süßer Nachtisch ist für mich Genuss. Allerdings hatten wir uns den beim Italiener am Sonntag nicht mehr gegönnt, weil wir nach dem vielen Wein (siehe Punkt 4) und dem leckeren Essen einfach nicht mehr konnten. Ein Eis oder eine Schokospeise wären sonst nicht übel.

7) Für diese Woche habe ich mir den Reifenwechsel vorgenommen, denn jetzt wird es tatsächlich richtig Frühling und die Gelegenheit ist günstig. Außerdem möchte meine Fleißarbeit, eine Makroprogrammierung, erledigen, wobei ich das bestimmt wieder nicht schaffe, weil so viel dazwischen kommt. Und auf die erste Radtour freue ich mich besonders, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich das in dieser Woche schon schaffe.

Freitagsfüller 414 (2017/12)

Inzwischen sieht es so aus, dass ich nur noch beim Freitagsfüller aktuelle Einträge hinbekomme. Ansonsten schaffe ich es zur Zeit einfach nicht, mich hier zu tummeln. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten.

Hier nun mein heutiger Freitagsfüller.

  1. Das Leben könnte einfacher sein, wenn es nicht so viele „nette“ Kollegen gäbe. Gerade heute bin ich wieder mit einem zusammengeraten. Er hat Mist gebaut, ich musste drunter leiden und er will mir die Schuld in die Schuhe schieben. Aber es ist Freitag, ich rege mich nicht auf.
  2. Was schmeckt für mich nach Frühling? Ich bin da immer nicht so phantasievoll wie andere. Tatsächlich ist es für mich so, dass der Winter und Frühling klassischerweise durch Konserven, Äpfel und Bananen sowie Kohl überbrückt wird. Die ersten frischen Leckereien sind dann Erdbeeren und Spargel, doch das ist ja dann schon fast Sommer. Wenn ich so darüber nachdenke, sind für mich typische Frühlingsboten neben den Blumen eine Temperatur über Null Grad und noch kein Sonnenuntergang nach Feierabend. Wir haben also Frühling.
  3. Meine Osterdeko gammelt im Keller vor sich hin. Weihnachten holen wir die Deko ja hoch und schmücken unser Heim, so gut wir es können. Eigentlich sieht es dann aus wie immer, nur stehen noch ein paar weihnachtliche Staubfänger mehr rum. Aber das gehört einfach dazu. Doch zu Ostern gibt es nicht so einen schönen Startpunkt, wie in der Adventszeit, die klar definiert ist. Also bleibt unsere spärliche Osterdeko, abgesehen von dem obligatorischen Blumenstrauß, im Keller.
  4. Das Projekt Steuererklärung, wird es jemals fertig werden? Das kann ich ganz klar mit „Ja“ beantworten. Letztes Wochenende war es so weit, die Unterlagen liegen jetzt beim Finanzamt. Viel Spaß damit, liebe Finanzbeamte. Und bitte, bitte, ich wünsche mir eine hohe Rückzahlung.

  5. Ich könnte jetzt gerade ein Mittagsschläfchen gebrauchen. Es ist ja auch Freitag um Eins, nach dem Essen. Naja, da werde ich wohl wie immer als Ersatz ein Käffchen trinken müssen. Obwohl das Käffchen auch nach dem Mittagsschläfchen gut tun würde …

  6. Meine Hauspantoffeln sind meine bequemsten Schuhe. Fast so wie barfuß gehen. Nur elegant ist das nicht. Danach wird hier aber auch nicht gefragt.

  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Zeitpunkt, wenn ich mich nach der Arbeit, dem Fitness-Studio, dem Abendessen, Abwasch usw. zu Hause endlich vor die Glotze in den Sessel knallen kann und dann werden mir wieder sicher die Augen nach fünf Minuten zufallen. Morgen habe ich geplant, fünf Stunden Idomeneo von Mozart in der MET zu lauschen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir das vielleicht noch einmal überlegt. Gerade auch, wo die Nacht eine Stunde kürzer ist, aber nun ist es so und ich freue mich auch drauf. Und Sonntag möchte ich den Italiener bei uns um die Ecke ausprobieren, der gar nicht mehr so neu ist, den wir aber bisher noch nicht aufgesucht haben!

Soviel für heute. Wer mitmachen möchte, kann bei Barbara schauen, wie’s geht:
http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/freitags-füller/

Kopfschmerz

Kurz nach sechs wachte ich auf. Mein Kopf hämmerte. Kein Wunder, nach diesem Albtraum.

Mühsam stand ich auf, suchte mit halb geschlossenen Augen in meiner Tasche die Kopfschmerztabletten. Mir war heiß. Ich schleppte mich zum Fenster, öffnete es. Ein Zug kam gerade vorbei und bremste laut quietschend ab. Sofort schloss ich das Fenster wieder.

In dem Verschlag, der sich Bad nennt, schluckte ich zwei der Tabletten und stellte mich unter die Dusche. Erst heiß, dann kalt, mehrmals im Wechsel. Langsam kamen die Lebensgeister zurück.

War das wirklich ein Traum? Oder war es wahr. Was war in der Nacht passiert? Habe ich Stefan getroffen oder nicht?

So gut es bei dem Kopfschmerz ging versuchte ich, in dem Zimmer Spuren des gestrigen Abends, der Nacht zu erkennen. Das Bett war zerwühlt, das Zimmer nicht gerade ordentlich. Aber kein Hinweis auf Stefan. In meiner Erinnerung hatte er eine Flasche Wein und zwei Gläser von der Bar mit auf’s Zimmer gebracht. Wenn wir das Zeug getrunken haben, dann kann es natürlich gut möglich sein, dass er alles wieder mitgenommen hat. Dann kann ich lange suchen.

Und sonst? Haben wir … ? – oh Gott, ich mag gar nicht dran denken. Dieser stechende Schmerz im Kopf. Nicht noch eine Tablette … Im Müll, kein Hinweis.

Halb sieben. Ich gehe zum Frühstück. Hunger habe ich keinen, aber ich brauch‘ Kaffee. Es ist zum Glück noch leer da oben, im Restaurant. Ein großer Pott Kaffee, etwas Obst. Das tut gut. Nach dem dritten Pott scheinen die Tabletten zu wirken.

Halb acht. Der erste meiner Kollegen kommt. Er war joggen. Er ist fit, ihm geht es gut. Ich beneide ihn. Noch einen Kaffee. Wie soll ich nur diesen Tag durchstehen? Habe ich noch Blut in meinem Kaffeekreislauf? Ich werde alle drei Minuten auf’s Klo müssen, wenn ich so weiter Kaffee saufe. Aber egal, besser als einschlafen. Das kann ich dann auf der Rückfahrt, wenn die Kollegen wieder im Tiefflug nach Hause rasen.

Später, im Sitzungsraum trinke ich noch eine kleine Tasse Kaffee. Dann nichts mehr. Ich will, dass alles bis zur Abfahrt am Nachmittag durchgelaufen ist. Irgendwie habe ich den Tag überstanden, noch die eine oder andere kluge Frage gestellt, mich in den Pausen launig unterhalten und die Rückfahrt im Halbschlaf überlebt. Zu Hause bin ich dann ins Bett in einen traumlosen und diesmal dann doch erholsamen Schlaf gefallen.