Passwörter

Gerade habe ich hier gelesen, welches die beliebtesten Passwörter der Deutschen sind. Da fällt mir die Geschichte mit dem Safe im Hotelzimmer in unserm letzen Urlaub ein. Der war, wie so oft, zum selbst programmieren. Das geht, wenn er offen ist. Natürlich war unserer wieder verschlossen.

Glücklicherweise gibt es ja den Administrator-Code, den jeder Hausmeister parat hat. Zwei Zahlenkombis fallen da jedem, auch wenn er keinerlei kriminelle Energie in sich spürt, spontan sofort ein.

Die 123456 war es nicht, aber die andere …

Certified Human

… oder auch: „Beweise, dass Du kein Roboter bist“.

Diesen Test durfte ich gerade durchlaufen. Damit möchte Google offenbar die Anfrage nach diesen kryptischen Zeichen, die man sonst überall lesen muss, ersetzen (siehe hier). Das ganze nennt sich offenbar No CAPTCHA reCAPTCHA, wobei CAPTCHA für „Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart“ steht.

Ich klicke also, dass ich kein Roboter bin und darf ein schönes Quiz lösen. Nur, was mache ich, wenn ich die Frage gar nicht verstehe, weil sie in Englisch ist?

Ich löse das Rätsel mit Bravour. Das Häkchen wird akzeptiert.

Darf ich mich nun Google Certified Human nennen?

Nein, denn schließlich kam folgendes Bildchen:

Wo bitteschön ist da ein Häkchen? Trägt man unten in das Feld was ein, meckert er rum.
Willkommen in der schönen neuen Welt.

Schlechtes Timing

Zu Hause sind wir Telekom-Kunden und das u.a. aus dem einfachen Grund, dass die Telekom noch so einen schönen analogen Anschluss zum telefonieren anbietet.

Auch unser Internet läuft über die Telekom, oder auch nicht. So jedenfalls seit Sonntag. Gestern haben wir dann bei der Telekom angerufen, um uns zu erkundigen. Nachdem wir den Anrufcomputer überwunden und zu einem Menschen durchgedrungen waren gab es folgendes Gespräch:

Telekom: „Guten Abend, sie sprechen mit Herrn xy, was kann ich für sie tun?“

Wir: „Unser Internet funktioniert nicht.“

Telekom: „Ja, wir haben eine Störung, sie haben davon sicherlich in den Medien gehört.“

Wir: „Ja, aber die Medien sagten auch, dass es wieder geht.“

Telekom: „Zum großen Teil geht es wieder, aber in einigen Fällen noch nicht. Ich kann Sie aber mal zu unserem technischen Kundendienst durchstellen. Vielleicht kann der was für Sie tun.“

Wir: „Ja, tun Sie das, vielen Dank.“

Telekom: „Ich sehe gerade, dass Sie noch einen alten Vertrag haben, wollen Sie nicht auf IP umstellen?“

Wir: „Wir wüssten nicht, wozu …“

Telekom: „Das hat nur Vorteile, Sie können …“

Wir: „Zum Beispiel hätten wir Sie jetzt gar nicht anrufen können, wenn wir einen IP-Anschluss hätten.“

Telekom: „Ähä, hm, stimmt. Das würde nicht gehen, aber …“

Wir: „Welchen Vorteil hätten wir dann?“

Telekom: „Ich leite Sie jetzt zum technischen Support durch …“

 

Semalt.com

Wie wohl jeder Blogger gucke auch ich gelegentlich, ob und wer die Beiträge eigentlich liest. In meiner aktuellen Liste gibt es einen Top-Interessenten: Semalt.com.

Natürlich frage ich mich, wer dahinter steckt. Die NSA? Die Chinesen? Die Russen?

NSA-Datenüberwachung

© Bernd Wachtmeister / PIXELIO (www.pixelio.de)

Für alle, die ebenfalls Besuch von Semalt bekommen haben, gibt es hier eine Erklärung, um wen es sich dabei handeln könnte:

Semalt Start-up: Spam, Marketing oder Service? Blockieren?

Offenbar ein Unternehmen, dass sich um eine größere Leserschaft kümmern möchte (Stichwort SEO), also niemand, vor dem man Angst haben müsste, aber aufpassen sollte man schon.

Mr. What?

Eigentlich ist es ja schön, wenn sich andere Leute darum kümmern, ob mein Blog gefunden wird, oder nicht. Somit habe ich gelernt, was ich z.B. unter SEO zu verstehen habe.

Koch

Heute bekam ich ein unwiderstehliches Angebot, dass auch schon andere bekommen haben. Diesem Beitrag zum Thema hier ist nichts hinzuzufügen:

MisterWhat.de auf dem Weg zur Chutzpah-Singularität für nicht-reziproke Linkpromotion

Ein Instant-Klassiker.

Ich bekomme Mail. Diesmal von ‚partners@misterwhat.de‘:

„Guten Morgen,

ich bin der Gründer von MisterWhat.de, dem beliebten lokalen Branchenverzeichnis, das Benutzern, Firmen und Geschäftsleuten einen kostenlosen Service bietet. MisterWhat erlaubt es den Benutzern, die Dienstleistungen, die sie in ihrer Umgebung suchen, einfach zu finden. Dies ist unserer umfangreichen Datenbank mit mehr als 2 Millionen eingetragenen Unternehmen in Deutschland zu verdanken.

Daher möchte ich Sie fragen, ob Sie einen Link zu MisterWhat setzen könnten.

Wie Sie ersehen können, bietet MisterWhat einen sehr nützlichen Dienst an: mit dem Link zu unserer Webseite können Sie Ihren Benutzern einen zusätzlichen Service liefern. Mehr als 1,5 Millionen Besucher benutzen jeden Monat MisterWhat.de, um Unternehmen zu erreichen und Stellenangebote online zu finden.

Könnten Sie bitte den Link zu MisterWhat hinzufügen?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Zusage und Ihre Mitarbeit.

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Stierle“

Mehr als ein Dutzend TLDs sind schon mit misterwhat-Präsenzen gepfeffert, registriert von einer «Fabulabs srl» im italienischen Pavia, ebenso wie die Markeneinträge in der Hauptklasse “Advertising; business management; business administration; office functions.” Und Herr Wolfgang Stierle ist weder im Impressum der deutschen Website gelistet noch unterhält, sicherlich aus beruflichen Gründen, Xing-, LinkedIn- oder andere öffentliche Präsenzen.

Alle Wege führen nach Italien. Vielleicht darum dieser Tonfall eines Angebots, das man nicht abschlagen kann.

SEO

Es ist schon seltsam. Bis heute wusste ich nicht, was SEO bedeutet, jetzt weiß ich, dass man darunter eine Suchmaschinenoptimierung versteht. Aber selbst das hätte ich nicht begriffen, hätte ich nicht heute eine Mail einer Firma bekommen, die mir helfen möchte, meinen Blog bekannter zu machen.

SEO

Nun ist ja jeder ein wenig eitel, so auch ich. Was kann es also schaden, bekannter zu werden? Schließlich gucke ich ja auch immer mal, welche Suchbegriffe auf meinen Blog verweisen, meist aber eher, um mich zu amüsieren, als die Anzahl zu lesen (die „intime express logistik“ hat inzwischen den lange gehaltenen ersten Platz abgegeben und ist inzwischen abgeschlagen).

Und ich fing an, zu recherchieren, was man tun kann, um bekannt zu werden. Ich glaube, dass ich einige Dinge davon schon beherze, andere (vor allem technische Sachen) verstehe ich nicht und ich habe auch gar nicht den Ehrgeiz, das zu verstehen. Und wieder andere möchte ich auch gar nicht. Immerhin, dieses ist ein privater Blog und es in mein Blog. Ich muss mich wohlfühlen.

Ich erinnere mich, dass ich einmal aus mir unerfindlichen Gründen über 1000 Zugriffe hatte. Da wurde mir richtig unheimlich. Vielleicht lasse ich das alles und begnüge mich mit meinen Stammlesern, bei denen ich mich hiermit für ihre Treue bedanken möchte.