Die französische Art

Einparken ist ja nicht so einfach und nicht so mein Ding. Bin ja auch eine Frau. Dennoch bemühe ich mich ja immer, die Sache ohne Kratzer und Beulen durchzustehen. Und moderne Parksensoren helfen auch enorm dabei.

Da beneide ich ja immer die Franzosen. Ist die Parklücke zu klein, wird einfach Platz geschaffen. Einmal schwungvoll vor und zurück gefahren und die Parklücke passt selbst für mich. Jetzt hatte ich Gelegenheit, dieses Feeling mal selbst in die Tat umzusetzen. Und was soll ich sagen, das macht richtig Spaß. Vorne ein Schneeberg, hinten ein Schneeberg, dann vorne ein kleinerer Schneeberg, hinten ein kleinerer Schneeberg … und wie fröhlich die Sensoren jauchzten. Oder stöhnten sie gar, ob der Tortur in einem wilden Tatü-tata?

Flow im Sinkflug

Die treuen und aufmerksamen Leserinnen und Leser meines Blogs haben es bemerkt und oft auch entsprechend ermutigend kommentiert: Ich hatte einen „Flow“, mir fielen etliche Beiträge ein, die ich hier veröffentlichen konnte. Doch so langsam spüre ich es, der Flow ist vorbei, over.

Die Ursache liegt vor allem darin, dass das hohe Maß an Langeweile, mit dem ich mich „zwischen den Jahren“ rum schlug, langsam vorbei ist. Ja, ich habe es geschafft und mir wieder einige Aufgaben aufgebürdet. Und auch in der Freizeit ist Schluss mit lustig, jetzt gehe ich wieder regelmäßig zum Sport. Mir tut auch schon alles weh, vom Training.

Da sind wir auch gleich beim Thema. Heute plagen mich mal wieder Kopfschmerzen. Das ist ganz besonders angenehm hier im Großraumbüro, wenn alle durcheinander schwatzen. Die Geräuschkulisse ist dann kaum erträglich. Ich habe schon die zweite Tablette geschluckt, ohne nennenswerte Wirkung.

Es wird Zeit, dass es Feierabend wird. Immerhin, heute ist nicht so ein Schneesturm wie gestern. Ich musste irgendwie immer an Mythodea von Vangelis denken, bei dem die Musik (die Bilder eher nicht) zu meinen Gefühlen gestern im Auto passten:

Teilweise war die Straße gar nicht mehr zu erkennen. Überhaupt, sah ich nur Schneewolken, die von links nach rechts über die Straßen wehten. So schlimm, dass der Abstandssensor sich verabschiedet und mir mitteilte, dass er nichts mehr erkennen könne. Ich solle doch bitte alleine gucken. Klasse! Wir sind noch weit weg, vom autonomen Fahren, wenn die Technik streikt, sobald es brenzlig wird.

Ansonsten fährt es sich in letzter Zeit eigentlich ganz gut. Offenbar benötigen viele Leute ihr Auto gar nicht, denn die Straßen sind derzeit vergleichsweise leer. Die variablen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn sind sonst im Berufsverkehr immer auf „80“, aber seit einigen Tagen schon auf „120“, was ein deutliches Zeichen dafür ist, das relativ wenig Verkehr ist. Da frage ich mich doch, ob sonst die Leute wirklich auf das Auto angewiesen sind, oder nur aus Faulheit damit fahren und die Straßen verstopfen.

Aber genug gemeckert und geklagt. Jetzt muss ich wieder klotzen.

Fortschreitende Demenz?

Es ist schon bedenklich, wenn eigentlich automatisierte Handlungen plötzlich nicht mehr richtig funktionieren. Heute früh ist mir das gleich zweimal passiert. Und das sind nur die Dinge, die mir aufgefallen sind.

Zum einen fing es auf dem Weg zur Arbeit im Auto an. Ich wunderte mich, dass ich heute so schlecht gucken kann. Nach etwa einer Viertelstunde war mir klar, dass ich statt meiner Fernbrille meine Lesebrille aufgesetzt hatte und somit beinahe blind durch die Gegend fuhr.

Zum Glück sind beide Brillen nicht sehr stark und normalerweise brauche ich gar keine, aber z.B. zum Autofahren nutze ich regelmäßig die Fern- und zum Lesen inzwischen die Lesebrille. Naja, bin ich halt ohne Brille weitergefahren und das Auto kennt den Weg auch allein.

 

Doch damit nicht genug. Inzwischen ist es bei mir ja auch zur Gewohnheit geworden, dass ich an bestimmten Tagen gleich nach der Arbeit ins Fitness-Studio gehe. Aber warum schleppe ich mein Sportzeug mit ins Büro, statt es wie üblich gleich im Auto zu lassen?
Und, ich wiederhole mich, das sind nur die Dinge, die mir aufgefallen sind. Es gibt da so Tage …

Ist das fortschreitende Demenz?

Navis oder wie finde ich das Residenzschloss

Navis sind ja heute kaum noch wegzudenken. Insbesondere, wenn mann so fähige Beifahrerinnen wie mich hat. Und so hat uns unser Navi auch im jetzt abgelaufenen Urlaub hervorragende Dienste geleistet.

Allerdings ist es manchmal so gut, dass es Dinge findet, die es eigentlich gar nicht gibt. So wollten wir an einem Regentag das Residenzschloss in München besichtigen. Das ist ja so groß, da bekommt man schon einige Zeit rum. Für das Navi kein Problem und es findet sogar Parkplätze in der Nähe.

Dumm nur, wenn der Parkplatz dann zwar existiert, aber nicht benutzt werden kann, weil die Zufahrt durch eine Schranke blockiert ist, die nur Berechtigte öffnen können. Also umkehren und an der nächsten Parkuhr das Auto abstellen. Für zwei Stunden hat die auch ein Vermögen akzeptiert, länger darf man dort nicht parken.

© Hartmut 910 / PIXELIO (www.pixelio.de)

Das nächste Problem war dann aber, die Residenz als solche zu finden. Wie sich rausstellte, stand das Auto hinter dem Schloss und es verging einige Zeit, bis wir überhaupt den Eingang gefunden hatten. Dann noch anstellen, weil bei Regen und während der Ferien auch andere Leute auf die Idee einer Besichtigung gekommen sind. Dann hielten wir endlich die Eintrittskarten in der Hand, aber unsere Parkuhr war schon wieder fast abgelaufen.

Jens ist also losgegangen und hat dann schließlich das Auto noch umgeparkt. Für einen gefühlten Anteil am Schloss durften wir direkt im Parkhaus davor parken. Naja, Ende gut, alles gut.

Umleitungen

Inzwischen gehört es ja im Sommer zum guten Ton, Pfadfinder zu spielen. Überall Baustellen mit entsprechenden Umleitungen. Die Auswahl der Umleitungen richtet sich allerdings danach, die Baustelle möglichst großräumig zu umfahren. Wahrscheinlich lacht des Verkehrsplaners Herz am lautesten, wenn man sich im Umleitungsdschungel verirrt.

© Wilhelmine Wulff / PIXELIO (www.pixelio.de)

Nur ist es auch oft so, dass man die Umleitungen nicht mehr wirklich ernst nehmen kann, da es viel geeignetere Schleichwege selbst für Ortsunkundige gibt. Nur die jeweiligen Anwohner wird’s nicht so freuen.

Wie war das eigentlich früher? Musste da auch jede Straße in jedem Sommer repariert werden?