Wettrüsten

Es ist schön, wenn die Kinder größer und selbständiger werden. Mein Kind ist inzwischen größer als ich, leider nicht unbedingt selbständiger.

Irgendwie ist es fast so, wie die Zeit, als er als Baby langsam lernte, sich selbst fortzubewegen. Dann war er sehr mobil, ohne das er die Gefahren, die in der bösen Welt lauern, richtig einschätzen konnte. Mama und Papa haben also immer schön aufgepasst, dass nichts passiert.

Insbesondere mit der Computerbeherrschung hängt mich Sohnemann inzwischen ab. Heute können wir Eltern nicht mehr ständig alles überwachen, deshalb gibt es Regeln. Eine davon lautet: Eine Stunde Computer pro Tag genügt. Am Wochenende ist auch länger erlaubt.

Nun hat unser Kind diese Regel großzügig ausgelegt und teilweise mehrere Stunden am Rechner verbracht. Wir haben versucht, das in den Griff zu bekommen, indem wir aus dem Windows Logfile ausgelesen haben, wann der Computer an- und wieder ausgeschaltet wurde. Burschi hat das Logfile daraufhin einfach ausgeschaltet. Nach Belehrung macht er das jetzt nicht mehr. Wir haben dafür eine weitere Überwachung gestartet: Microsoft Family. Das weiß er auch und die Hoffnung war, dass durch die Überwachung bewußter mit dem Computer umgeht.

Aber die Kids! Er loggt sich gerne auf dem Server von seinem Kumpel ein und entzieht sich damit der Überwachung. Das hat er nicht gewusst, aber der Effekt ist eben so. Und kürzlich hat er sich beim Booten Admin-Rechte zugeteilt. Wie das geht, kann man im Internet nachlesen.

Wir werden den Rechner aus Prinzip nicht weiter verriegeln und überwachen. Statt dessen versuchen wir, auf Vernunft zu bauen. Leider ist das bei einem 13jährigen nicht immer erfolgreich.

Programmierung

Lange Zeit war es ja still in meinem Blog. Der Hauptgrund war, dass ich mir im Selbststudium ein wenig das Programmieren beigebracht habe. Ein paar Grundkenntnisse hatte ich ja. Und eigentlich hatte ich auch keine Lust mir mehr anzueignen. Aber auf Arbeit musste ein Makro programmiert werden. Deshalb habe ich mich um Werkstudenten gekümmert, die diesen Job erledigen sollten. Nur leider sind die irgendwann weg und irgendwas muss am Makro geändert werden. Dann ist guter Rat teuer.

Immerhin wusste ich bei der zweiten Studentin, dass es sowas wie einen Quellcode gibt und dieser für mich verfügbar sein muss. Ob ich was damit anfangen kann, sei dahin gestellt. Jedenfalls guckte ich hinein, wie’s Schwein ins Uhrwerk.

© Cornelia Menichelli / PIXELIO (www.pixelio.de)

Glücklicherweise habe ich einen schönen Online-Kurs und auch Zeit zum Lernen gefunden. Und dann habe ich das Makro verbessert und bin nun zufrieden damit. Allerdings wachsen nun die Wünsche und ich habe weiter zu tun. Und ich arbeite mich in die nächste Sprache ein.

Wahrscheinlich ist das aber bald vorbei, weil ich vermutlich demnächst wieder verstärkt Projektarbeit machen darf / muss.

Schönes Wochenende

Ausgebremst

Seit einiger Zeit habe ich auf Arbeit Probleme mit einer Software, die ich zur Datenauswertung brauche. Die Software stürzt bei bestimmten Aktionen immer ab. Wie das so ist, wird man als Laie ja immer als ein bisschen minder bemittelt angesehen und man hat es schwer, sein Problem den (sogenannten) Experten verständlich zu machen. Inzwischen steht eine .dll-Datei im Verdacht, für die Abstürze verantwortlich zu sein. Nur konnte das Problem nicht weiter eingegrenzt werden. Der Software-Hersteller sagt, bei ihm funktioniert alles und es muss an den Computereinstellungen liegen. Unsere EDV-Abteilung sagt, sie können nichts weiter machen, weil sie die Funktion des Programms nicht kennen. Im Übrigen haben meine Kollegen das gleiche Problem, kümmern sich aber nicht weiter darum.

Inzwischen habe ich einen neuen Computer, einen Laptop bekommen. Eigentlich bin ich ja diesbezüglich altmodisch und wollte keinen haben, aber das ist jetzt Firmenpolitik. Na gut. Da dachte ich mir, dass ich das blöde Programm mit den Abstürzen als erstes auf den jungfräulichen Computer installiere, und mal gucke, ob es dann funktioniert. Vielleicht kann ich ja dann eingrenzen, woran die Probleme liegen. Soweit so gut. Das Problem ist nur, dass die Amis (Software-Hersteller) die Lizenzvergabe so kompliziert gemacht haben, dass sie selbst nicht mehr durchblicken. Die sind nicht in der Lage, die Registrierung von meinem alten auf meinen neuen Computer umzuschreiben, sondern erklären mir, was ich machen muss, als wenn ich es noch nie gemacht hätte.

© channah / Stock Exchange (www.freeimages.com)

Sollten die das nicht morgen hinbekommen, muss ich wohl oder übel den Plan fallen lassen und die andere Software installieren. Ich kann ja zur Zeit nichts anderes machen.

Mr. What?

Eigentlich ist es ja schön, wenn sich andere Leute darum kümmern, ob mein Blog gefunden wird, oder nicht. Somit habe ich gelernt, was ich z.B. unter SEO zu verstehen habe.

Koch

Heute bekam ich ein unwiderstehliches Angebot, dass auch schon andere bekommen haben. Diesem Beitrag zum Thema hier ist nichts hinzuzufügen:

MisterWhat.de auf dem Weg zur Chutzpah-Singularität für nicht-reziproke Linkpromotion

Ein Instant-Klassiker.

Ich bekomme Mail. Diesmal von ‚partners@misterwhat.de‘:

„Guten Morgen,

ich bin der Gründer von MisterWhat.de, dem beliebten lokalen Branchenverzeichnis, das Benutzern, Firmen und Geschäftsleuten einen kostenlosen Service bietet. MisterWhat erlaubt es den Benutzern, die Dienstleistungen, die sie in ihrer Umgebung suchen, einfach zu finden. Dies ist unserer umfangreichen Datenbank mit mehr als 2 Millionen eingetragenen Unternehmen in Deutschland zu verdanken.

Daher möchte ich Sie fragen, ob Sie einen Link zu MisterWhat setzen könnten.

Wie Sie ersehen können, bietet MisterWhat einen sehr nützlichen Dienst an: mit dem Link zu unserer Webseite können Sie Ihren Benutzern einen zusätzlichen Service liefern. Mehr als 1,5 Millionen Besucher benutzen jeden Monat MisterWhat.de, um Unternehmen zu erreichen und Stellenangebote online zu finden.

Könnten Sie bitte den Link zu MisterWhat hinzufügen?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Zusage und Ihre Mitarbeit.

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Stierle“

Mehr als ein Dutzend TLDs sind schon mit misterwhat-Präsenzen gepfeffert, registriert von einer «Fabulabs srl» im italienischen Pavia, ebenso wie die Markeneinträge in der Hauptklasse “Advertising; business management; business administration; office functions.” Und Herr Wolfgang Stierle ist weder im Impressum der deutschen Website gelistet noch unterhält, sicherlich aus beruflichen Gründen, Xing-, LinkedIn- oder andere öffentliche Präsenzen.

Alle Wege führen nach Italien. Vielleicht darum dieser Tonfall eines Angebots, das man nicht abschlagen kann.