Bilderrätsel

Was ist das?

Bis vor kurzem war es noch die Tischplatte meines Schreibtisches. Ein Erbstück meiner Großmutter. Ich liebe diesen Schreibtisch. Groß, schwer, haltbar für die Ewigkeit.

Doch halt, ich habe nicht an mein Kind gedacht. Mein Sohn hat gleich gegen mehrere Regeln verstoßen:

  • Regel Nummer #01: Du sollst nicht vor dem Computer essen.
    Völlig sinnlos diese Regel. Was ich täglich an Krümeln und anderen Essensresten aus der Tastatur und vom Stuhl hole ist unglaublich.
  • Regel Nummer #02: Du sollst nicht direkt aus der Pfanne essen. Das zerkratzt die Beschichtung.
    Diesbezüglich gibt es vielleicht Hoffnung durch Einsicht.
  • Regel Nummer #03: Stelle niemals heiße Dinge auf Holz oder Plastik.
    Hier kann es ja lebensgefährlich werden, die Wohnung kann abbrennen. Wir sehen oben den Abdruck der Pfanne auf dem Schreibtisch. Ein gar nicht schönes Brandzeichen.
Meine geneigte Leserschaft sieht, dass meine Erziehung noch Potential bzw. Luft nach oben hat, wie es heutzutage heißt. Früher hätte man gesagt, dass ich versagt habe.

Frühschicht

So ganz habe ich mich noch nicht daran gewöhnt. An den Alltag natürlich. Nach etwa zwei Wochen Ferien beginnt heute wieder die Schule. Und damit natürlich auch mein gewohntes Morgenritual. Denn vor dem Abenteuer mit der Fahrt durch den Winter stand, wie nun auch wieder jeden Arbeits- und Schultag, die Versorgung der Familie an.

Ich stehe immer zuerst auf, damit ich einige Zeit für mich habe. Außerdem habe ich den weitesten Arbeitsweg, weshalb ich immer zuerst aus dem Haus gehe.

Je nach Dienstplan meines Mannes wecke ich dann irgendwann ihn oder meinen Sohn. In letzter Zeit wird das immer schwieriger, denn es ist wirklich unglaublich. Wer glaubt ihr, liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, braucht wohl am längsten im Bad? Mein Mann, mein Sohn oder ich?

Richtig! Ich nicht, ich bin am schnellsten, brauche ca. zehn Minuten. Gefolgt von meinem Mann, der braucht etwas länger, muss sich aber auch rasieren. Und mein Kind? Er ist kein Hygienefanatiker, wir müssen darauf achten, dass er sich regelmäßig die Hände wäscht („nach dem Klo und vor dem Essen, Händewaschen nicht vergessen“), so dass ich den Eindruck habe, er könnte seine Verrichtungen im Bad in 12 Sekunden schaffen.

Nun, wie lange braucht der? Sage und schreibe eine halbe Stunde. Ich frage mich, was der solange macht, jedenfalls bremst er uns damit ganz schön aus.

Der Tag danach

Zugegeben, es ist schon schräg, am Neujahrsmorgen um acht Uhr morgens mit Putzen zu beginnen. Es wäre schon für einen ganz normalen Sonntag seltsam, doch genau das habe ich tatsächlich getan. Der geneigte Leser und die geneigte Leserin fragt sich jetzt sicherlich, warum macht die sowas? Ich kann das erklären.

Angefangen hat es eigentlich schon im Laufe der letzten Woche. Treue Leser meines Blogs wissen, dass ich arbeiten war. Mein Mann auch, nur mit dem Unterschied, dass er sich eigentlich hätte krank schreiben lassen müssen. Aber alle seine Kollegen waren im Urlaub oder selbst krank und er war somit der letzte Mohikaner. Außerdem hat er ein außergewöhnlich hohes Pflichtbewusstsein gepaart mit der Furcht, als Hypochonder abgestempelt zu werden. Und somit ging er mit tiefsten Brummbass und asthmaähnlichen Hustenanfällen auf Arbeit. Und weil es ja ein besonderes Wochenende war, musste er auch noch Silvester zwei Stunden rackern.

Jeder kann sich vorstellen, welche Kondition jemand mit einer Lungenentzündung, zumindest annähernd, kombiniert mit Schlafmangel hat. Nach seinen zwei Überstunden am Morgen waren wir dann auch noch einkaufen, dafür gönnten wir uns aber ein Mittagsschläfchen.

Glücklicherweise hatten wir fast nichts vor, nur ein Konzert am Nachmittag. Unser Sohn weilte bei meinen Eltern.
Die Frage war, ob mein Mann zum Konzert mitkommen kann. Wir hatten Karten für den Messias, für 25 Euro das Stück in der ersten Reihe. Leider war es viel zu kurzfristig, so dass mehrere Freunde, denen wir die Karten überlassen hätten, ablehnen mussten, da sie schon was anderes vor hatten. Ich nörgelte rum, dass ich keine Lust habe, allein zu gehen, obwohl ich das schon gemacht hätte, statt vielleicht zwei Karten verfallen zu lassen. Wir versuchten es aber anders und mein lieber Mann warf zwei Codein-Tabletten ein. Das war schon ein Risiko. Wenn er trotz der Dinger die ganze Zeit hustet, kommt das nicht gut an. Wenn die Dosis zu hoch war, hätte er abklappen können. Aber das Zeug hat erstaunlich gut gewirkt. Er musste nur ganz diskret hüsteln und ist trotz der zentral dämpfenden Wirkung nicht eingeschlafen.

Nur später, nach dem Essen, kam, was kommen musste. Gegen neun Uhr abends wurde er müde. Dabei war es gerade spannend, wir guckten das Phantom der Oper, die supertolle Aufzeichnung der legendären Aufführung zum 25. Jahrestag in der Royal Albert Hall. Wer das nicht kennt, das ist unbedingt empfehlenswert.

Auch der Abspann ist interessant. Es gibt dann noch eine Ansprache von Webber persönlich und anschließend sind alle verfügbaren Ex-Darsteller anwesend und Sarah Brightman singt mit fünf Phantomen ein Medley.

Wir haben aber nur bis „Wishing you where somewhere here again“ durchgehalten. Halb elf fiel der Hammer. Immerhin hat mein Liebster im Gegensatz zu mir tief und fest geschlafen, das erste Mal seit einiger Zeit. Ich habe es ihm gegönnt. Ich wachte aber kurz nach Mitternacht wegen der Knallerei und dann immer wieder auf.

Am Neujahrsmorgen kuschelten wir. Ich mag es, in Löffelstellung mit meinem Mann am frühen Morgen noch zu kuscheln. Diesmal war er noch sehr schläfrig. Ich liebe es auch, wenn ich seine ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge höre, ja selbst das Schnarchen mag ich. Ich weiß, dass auch er sich dann wohl fühlt. Doch bei einer Erkältung ist das Schnarchen noch ein paar Dezibel lauter und in diesem Fall gab es sowas wie eine Explosion in meinem Ohr. Ich bin aufgestanden.

Noch vor dem Frühstück, dass nach der Schlemmerei der letzten Tage und auch der bevorstehenden Schlemmerei des Neujahrstages bei meinen Eltern eher ein Frühstückchen war, bin ich raus. Erst habe ich den Müll und die leeren Flaschen weg gebracht. Naja, es war eine Flasche Sekt, die wir getrunken hatten. Ich, denn er hat nur an seinem Glas genippt, aber es ist ihm nicht bekommen. Da ich schalen Sekt überhaupt nicht mag, habe ich eben den „Rest“ getrunken.

Draußen war, wie auch schon Silvester, wunderbares Wetter und es war kalt. Ich fand es sehr angenehm, durch die stillen Straßen zu gehen. Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch den Vögeln in unserem nahe gelegenen Park ein bisschen Futter hin getan und bin dann über den Markt zu unserem Parkhaus gelaufen, um das Auto zu holen. Auf dem Markt konnte ich kaum treten, so übersät war der mit Feuerwerksresten der Nacht.

Die fleißigen Heinzelmännchen von der Müllabfuhr hatten eine ordentliche Aufgabe zu bewältigen, aber noch nicht vor sieben Uhr. Zu der Zeit waren nur Polizeistreifenwagen und häusliche Krankenpflege auf den Beinen. Und ich.

Und da es nur ein normales Wochenende, zumindest von der Zeitdauer, war, kam es, dass ich dann auch noch die Wohnung putzte, bevor wir zu meinen Eltern sind, um unser Kind zu holen.

Der hat, im Gegensatz zu uns, bis nach Mitternacht durchgehalten, hing aber ganz schön ab, genau wie die Katze.

Den Rest vom Phantom haben wir dann übrigens gestern Abend gesehen.

Halbstarke

Gestern hatte mein Mann einen Arzttermin und musste somit nicht so zeitig los. Das bedeutete, dass er von mir die „Frühschicht“ übernehmen und sich selbst sowie unser Kind mit Frühstück versorgen und Sohnemann zur Schule schicken konnte. Ich konnte deshalb, obwohl wie immer aufgestanden, eher los und hatte dementsprechend eher Feierabend.

Das ermöglichte mir wiederum, meinen Sohn mit einer der unangenehmsten Aktionen zu quälen, die dieser sich vorstellen kann. Klamotten kaufen! Wir waren im Second-Hand-Laden und haben zum Schnäppchenpreis 3 wunderschöne Pullover erstanden. Das war ja noch einfach. Die eigentliche Hürde kam ja noch: Hosenkauf.

Mir ist völlig schleierhaft, wie andere das so machen. Schließlich ist mein Kind ja nun für mich zwar irgendwo was besonderes, aber ansonsten ja nun nicht einzigartig. Und nicht umsonst gibt es den Begriff Halbstarke. Das Problem: im Gegensatz zu Pullovern finde ich bei Hosen sehr schwierig welche mit guter Passform. Sowohl für meinen Mann und mich und noch viel schwieriger für unseren Sohn. Dieser ist inzwischen viel zu groß für Kindergrößen, obwohl es die 185 ja theoretisch noch gibt. Nur Männergrößen kann er bei Hosen auch nicht nehmen, denn er ist schmal wie ein Handtuch. Wir haben Jeans in der Weite 31 oder 32 und der Länge 36 Zoll gesucht. Andersrum gibt es da Auswahl in Hülle und Fülle, aber so rum?

Schließlich haben wir dann nach vielen Wühlen eine gefunden, die mit Gürtel halbwegs passt. Als wir dann aus dem Laden rausgehen wollten, fanden wir am Eingang noch Garderobenständer mit Hosen von s.Oliver, Tom Taylor und Co. Eigentlich ist das die Etage der Damenabteilung, aber die Markenklamotten müssen offenbar am Eingang präsentiert werden. Das ist das nächste Problem, das mich überfordert. Man weiß in den Läden oft nicht, ob man wirklich alles gesehen hat, oder ob nicht doch noch irgendwo so eine Ecke mit dem ultimativen Teil ist. Und das mit einem quengelnden Teenager. Die Verkaufsstrategen denken nicht an das Nervenkostüm der geplagten Kundschaft.

Am Ende hatten wir dann drei Hosen, was eine beachtliche Ausbeute ist. Der Winter kann kommen.

73 Tage

Das war so gar nicht beabsichtigt. 73 Tage lang Schweigen im Walde. Das kann ja auch mal ganz nett sein, aber Sinn und Zweck eines Blogs ist es eigentlich nicht. Und wer ist Schuld? Das wahre Leben natürlich.

Es ist auch immer was anderes. Eigentlich könnte es so einfach sein, genau über dieses andere zu schreiben. Zum Beispiel unser Besuch einer Stunde beim Konfirmandenunterricht meines Sohnes. Das war schon ganz aufschlussreich. So um Ostern rum war das. In einer Frage des Pfarrers ging es um die Farben, mit denen Alter und Kanzel geschmückt sind. In diesem Falle weiß. Es muss ein wichtiges Fest sein, nur welches? „Vielleicht ein Frühlingsfest?“, war ein Vorschlag.

Alle wurden zur Konfirmation zugelassen und vielleicht wissen sie irgendwann auch mal die Antwort.

Aber die Konfirmation an sich ist ja nun auch schon wieder eine Weile her. Der Gottesdienst dauerte lange, war dafür aber kurzweilig. Und wir hatten schon wieder die gesamte Verwandtschaft zu bespaßen. Letztes Jahr zum runden Geburtstag meines Göttergatten und jetzt mussten wir schon wieder ran. Davor war lange Ruhe, eigentlich waren so viele sonst nur noch zur Taufe und Einschulung da.

Ach ja, im Urlaub waren wir ja auch, nach Ostern. Kurzurlaub. Einfach nur essen und nichts tun, das muss auch mal sein. Inzwischen steht ja bald wieder der nächste Urlaub an. Der wirft auch schon seine Schatten voraus, wir informieren uns und haben sogar schon Karten für Veranstaltungen gekauft.

À propos Karten. Letztlich waren wir auch kurz entschlossen in Meiningen. Dort gibt es ein sehr schönes Theater. Und das wissen wir von einem wunderbaren Kalender, den wir geschenkt bekommen haben. Die schönsten Opernhäuser der Welt. Neben Paris und Mailand war da auch Meiningen drin. Und für uns ist es einfacher, schnell mal nach Meiningen statt nach Mailand zu fahren. Und billiger ist es auch. In Meiningen trat sogar schon mal Elina Garanca auf, die jetzt auch an der MET in New York singt. Das Meininger Orchester ist auch die Wiege der Berliner Philharmoniker, so dass auch selbige Gastspiele in Meiningen gaben. Ich habe das vorher nicht gewusst.

 

Aber nicht nur kulturell waren wir unterwegs. Immer noch gehe ich regelmäßig ins Fitness-Studio, obwohl mich der Sport nach wie vor anstrengt. Und wenn ich wandern oder tanzen gehe, komme ich trotzdem außer Puste.

Auch beruflich bin ich gut ausgelastet und hätte eigentlich genug zu schimpfen. Nur fehlt mir einfach oft die Zeit oder Lust, das alles hier aufzuschreiben. Vielleicht sollte ich mir wieder öfter mal die Mühe machen.

Frohe Ostern

In letzter Zeit hatte ich wieder mal wenig Zeit für meinen Blog. Naja, wie das so ist. Und jetzt kommen erst einmal die Osterfeiertage. Dazu passend das Bild.

© Gila Hanssen / PIXELIO (www.pixelio.de)

Bei uns wird’s auf alle Fälle bunt. Heute geht es los, mal wieder ein Tanzabend in netter Runde. Hoffentlich bin ich nicht zu müde.

Morgen hat mein Schatz Geburtstag. Trotzdem gehen wir in die Kirche, dann Essen und später vielleicht noch ins Kino. Einige von Euch haben den Film vielleicht schon gesehen, bei uns läuft er erst jetzt.

Und sonst so? Familienbesuche, Pflichten, Gammeln, … Ostern ist praktisch schon rum.