Nomen est omen

Wer hätte das gedacht? Israelische Wissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass wir die Namen von Leuten erstaunlich gut erraten können. Es gibt ja bei bestimmten Namen den Hang, sie bestimmten sozialen Schichten zuzuordnen. Die Studie fand jetzt aber auch heraus, dass das noch viel feingliedriger geht. Es wurde sogar gezeigt, dass man auch einem Computer beibringen kann, Namen zu erraten.

Wer es genauer wissen will möge hier nachlesen.

Empathie ist gefährlich, denn sie ist ungerecht

So jedenfalls argumentiert der US-amerikanische Wissenschaftler Paul Bloom.

„Das Schicksal eines kranken Kindes kann uns zum Beispiel so sehr bewegen, dass wir Geld an Hilfsorganisationen spenden, während uns das Schicksal anderer, ähnlich hilfsbedürftiger Menschen kalt lässt. Oft genug fühlt man mit den Menschen mit, die einem ähnlich sind oder nahestehen.“, argumentiert er.

Erleben wir nicht auch immer wieder solche Effekte? Der Anschlag in Berlin (ich muss das nicht näher erläutern, was ich hier meine) geht uns näher, als der tägliche Anschlag in Bagdad vergleichbarer Größenordnung. Für das süße kleine sechsjährige Kind mit Leukämie lassen wir gern unser Knochenmark typisieren, für den 90jährigen georgischen Bergbauern wären wir da gewiss zögerlicher.

In Deutschland bekommt Bloom Rückendeckung von Tania Singer vom Max-Planck-Institut. Sie wirbt für eine Unterscheidung zwischen Empathie und Compassion. Letzteres würde insbesondere in Pflegeberufen sinnvoll sein.

Letztendlich ist es wie immer, auf die Dosis kommt es meiner Meinung nach an.

Hier die Quelle mit Links zu weiteren Informationen:

http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/gesellschaft/-/journal_content/56/12054/15416260/Editor%27s-Pick%3A-Die-dunkle-Seite-der-Empathie/

RB Leipzig oder „Die Mauer und der Sieg des Geldes“

Einen Link zu einem interessanten Beitrag aus meiner Tageszeitung möchte ich hiermit weitergeben:

Es geht vordergründig darin um den erstaunlichen Erfolg von RB Leipzig in der Bundesliga. 

Aber insgesamt ist es eine Beschreibung einer Psychoanalyse der ostdeutschen Bevölkerung. Sehr lesenswert.

copyright Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)

CETA, TTIP und die Wahlen

Nach einiger Zeit ist es mir ein inneres Bedürfnis, mich in meinem Blog mal wieder politisch zu äußern. Grund sind einige Ereignisse der letzten Zeit, die mir so durch den Kopf gehen.

Da sind zum einen die diversen Wahlen, bei denen die AFD immer mit einem zweistelligen Ergebnis aufwarten kann. Die Analyse der Experten besagt, dass die AFD geschickt die Flüchtlingskrise für sich ausnutzt. Sicher ist da was dran und wer sich mit Mindestlohn durchs Leben kämpft, hofft sicherlich, durch das Kreuzchen bei der AFD den etablierten Parteien mal einen Denkzettel zu verpassen.

Was mich aber am Wochenende besonders beeindruckt hat, waren die Demonstrationen gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Trotz der scheinbar alles dominierenden Flüchtlingsdebatte und trotz des schlechten Wetters fanden sich doch sehr viele Menschen, die gegen diese Abkommen demonstrierten. Wenn ich mir vorstelle, dass das nur die Spitze des Eisberges ist, weil viele wie ich sich nicht zum Demonstrieren aufraffen können, diese Ziele aber gut heißen, dann ist das eine ganz gewaltige Spitze von mehr als 300000 Menschen.

Man hört immer so viel von „Ängsten und Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen“, dass ich es nicht mehr hören kann. Hier zeigen sich sehr tief verwurzelte Ängste und Sorgen der Bevölkerung. Werden die Freihandelsabkommen trotzdem unterzeichnet und ratifiziert? Und wundert sich dann die politische Elite anschließend über Vertrauensverlust und Frustration?

Ich persönlich kenne nur Privatleute bzw. Wähler, die entweder gegen CETA und TTIP sind, oder noch nie was davon gehört haben. Befürworter kenne ich nur in Form von Interessenvertretern.

Mädels unter sich ….

Es ist schlau, ins Fitness-Studio zu gehen, wenn es nicht so voll ist. Für mich ist das jedenfalls so. Wenn nicht so ein Gedränge ist, kommt man an alle Geräte ohne Wartezeiten ran und fühlt sich auch nicht so gehetzt, weil vielleicht schon jemand wartet, dass ich an einem Gerät fertig werde. Insofern ist ein Termin zum Deutschlandspiel ideal. Und tatsächlich war es gestern wirklich gegen 18:00 Uhr ziemlich leer.


© Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO (www.pixelio.de)

Überrascht war ich dann aber doch, dass von denjenigen die da waren etwa die Hälfte Männer waren. Ich dachte eigentlich, dass ich mich dann praktisch in einem Lady-Fitness-Center wieder finde. Und es war nicht nur der freundliche Blumenhändler, sondern es waren alle Berufs- und Altersgruppen vertreten.

Egal, anstrengend war es wie immer. Mein Muskelkater bestätigt mir das.

 

Treffen mit dem Amtsschimmel

Da hat man sich nun an daran gewöhnt, ja inzwischen vielleicht sogar das Bedürfnis nach Bewegung, und dann das. Gestern fiel mein wöchentliches Schwimmen ins Wasser. Es wurde geopfert auf dem Alter der Bürgerpflicht und Bürokratie.

Dafür hatte ich extra etwas eher Feierabend gemacht, habe schnell noch Brot gekauft um dann – tata – ja, sie ist schon fertig, die Steuererklärung abzugeben.

So super ist das noch nie gelaufen. Wir hatten uns entschlossen, diese leidige Aufgabe am Sonntag Vormittag zu beginnen:

  • Datenübernahme vom Vorjahr – erledigt
  • Stammdaten überprüfen – erledigt
  • Einnahmen eingeben – erledigt
Und irgendwie waren wir plötzlich fertig. Glücklicherweise hatte sich gegenüber dem Vorjahr kaum was geändert und die Bescheinigungen, die wir brauchen, waren alle schon da. Nichts anzufordern, nur noch drei Kopien mussten angefertigt werden. Das war alles Montag erledigt, alles unterschrieben und eingetütet. Und gestern eingesteckt. Fertig!
Wenn das so einfach ist, dann kann ich doch auch gleich meinen Parkausweis, der morgen abläuft, verlängern lassen. Aber Pustekuchen. Auf dem Bürgeramt habe ich meine Nummer gezogen und dort stand: Nummer M524, vor Ihnen warten noch 13 Kunden. Klasse, wenn jeder nur 5 Minuten braucht, dann warte ich …. Den Grund habe ich dann in der Zeitung gelesen: es geht eine Grippewelle im Amt um. Deshalb sind nur noch wenige Sachbearbeiterinnen da.
In drei Minuten hatte ich dann, als ich endlich dran war, den Ausweis. Aber Schwimmen lohnte sich nicht mehr.