Die französische Art

Einparken ist ja nicht so einfach und nicht so mein Ding. Bin ja auch eine Frau. Dennoch bemühe ich mich ja immer, die Sache ohne Kratzer und Beulen durchzustehen. Und moderne Parksensoren helfen auch enorm dabei.

Da beneide ich ja immer die Franzosen. Ist die Parklücke zu klein, wird einfach Platz geschaffen. Einmal schwungvoll vor und zurück gefahren und die Parklücke passt selbst für mich. Jetzt hatte ich Gelegenheit, dieses Feeling mal selbst in die Tat umzusetzen. Und was soll ich sagen, das macht richtig Spaß. Vorne ein Schneeberg, hinten ein Schneeberg, dann vorne ein kleinerer Schneeberg, hinten ein kleinerer Schneeberg … und wie fröhlich die Sensoren jauchzten. Oder stöhnten sie gar, ob der Tortur in einem wilden Tatü-tata?

Sisyphus-Arbeit

Das Erzgebirge hat mir wieder „Hier, ich auch“ gerufen. Vorbild waren sicher wieder die mehr als doppelt so hohen Alpen. Aber wir können das auch. Schnee! Das ganze Wochenende hat’s geschneit. Die Stadt versinkt im Schnee:

Einige kennen das vielleicht. Das Auto steht eine Stunde draußen und ist dann verschwunden, begraben in Schneemassen. Will man wieder los fahren, gräbt man es aus und fegt den Schnee ab. Doch ist man an einer Seite beschäftigt, schneit die andere wieder ein.

Trotzdem hat sich unser Winterdienst nicht entmutigen lassen und Tag und Nacht geräumt. Es ist ihm nicht nur gelungen, ein paar Schneisen in den Schnee zu graben, sondern es wurden auch mit zahlreichen Treckern Massen an Schnee abtransportiert. Und trotzdem gibt es genügend Leute, die nörgeln, wo der Winterdienst bleibt.

Von mir gibt es ein dickes Lob an den Winterdienst. Vielen lieben Dank.

Flow im Sinkflug

Die treuen und aufmerksamen Leserinnen und Leser meines Blogs haben es bemerkt und oft auch entsprechend ermutigend kommentiert: Ich hatte einen „Flow“, mir fielen etliche Beiträge ein, die ich hier veröffentlichen konnte. Doch so langsam spüre ich es, der Flow ist vorbei, over.

Die Ursache liegt vor allem darin, dass das hohe Maß an Langeweile, mit dem ich mich „zwischen den Jahren“ rum schlug, langsam vorbei ist. Ja, ich habe es geschafft und mir wieder einige Aufgaben aufgebürdet. Und auch in der Freizeit ist Schluss mit lustig, jetzt gehe ich wieder regelmäßig zum Sport. Mir tut auch schon alles weh, vom Training.

Da sind wir auch gleich beim Thema. Heute plagen mich mal wieder Kopfschmerzen. Das ist ganz besonders angenehm hier im Großraumbüro, wenn alle durcheinander schwatzen. Die Geräuschkulisse ist dann kaum erträglich. Ich habe schon die zweite Tablette geschluckt, ohne nennenswerte Wirkung.

Es wird Zeit, dass es Feierabend wird. Immerhin, heute ist nicht so ein Schneesturm wie gestern. Ich musste irgendwie immer an Mythodea von Vangelis denken, bei dem die Musik (die Bilder eher nicht) zu meinen Gefühlen gestern im Auto passten:

Teilweise war die Straße gar nicht mehr zu erkennen. Überhaupt, sah ich nur Schneewolken, die von links nach rechts über die Straßen wehten. So schlimm, dass der Abstandssensor sich verabschiedet und mir mitteilte, dass er nichts mehr erkennen könne. Ich solle doch bitte alleine gucken. Klasse! Wir sind noch weit weg, vom autonomen Fahren, wenn die Technik streikt, sobald es brenzlig wird.

Ansonsten fährt es sich in letzter Zeit eigentlich ganz gut. Offenbar benötigen viele Leute ihr Auto gar nicht, denn die Straßen sind derzeit vergleichsweise leer. Die variablen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn sind sonst im Berufsverkehr immer auf „80“, aber seit einigen Tagen schon auf „120“, was ein deutliches Zeichen dafür ist, das relativ wenig Verkehr ist. Da frage ich mich doch, ob sonst die Leute wirklich auf das Auto angewiesen sind, oder nur aus Faulheit damit fahren und die Straßen verstopfen.

Aber genug gemeckert und geklagt. Jetzt muss ich wieder klotzen.