Nomen est omen

Wer hätte das gedacht? Israelische Wissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass wir die Namen von Leuten erstaunlich gut erraten können. Es gibt ja bei bestimmten Namen den Hang, sie bestimmten sozialen Schichten zuzuordnen. Die Studie fand jetzt aber auch heraus, dass das noch viel feingliedriger geht. Es wurde sogar gezeigt, dass man auch einem Computer beibringen kann, Namen zu erraten.

Wer es genauer wissen will möge hier nachlesen.

Musikalische Sprache

Für unsere Ohren klingt ja typischerweise Französisch recht angenehm. Und was wäre Musik ohne Italienisch? Heute natürlich Englisch.

Doch andere Kulturkreise sind uns da weit voraus. Eine Studie hat untersucht, inwieweit Kinder Tonhöhen unterscheiden können. Englischsprachige Kinder schnitten dabei weniger gut ab, als chinesische Kinder, die Mandarin sprechen. Der Grund ist, dass in Mandarin ein Wort eine ganz andere Bedeutung haben kann, je nach Tonhöhe: „Zum Beispiel kann die Silbe „ma“ in Mandarin „Mutter“, „Pferd“, „Hanf“ oder „Schelte“ bedeuten – je nachdem, in welchem Tonhöhen-Muster sie gesprochen wird. Im Englischen kann man „ma“ zwar auch unterschiedlich betonen, die Bedeutung ist aber immer gleich: Mutter.“

Zum Nachlesen hier nochmal der Link:
http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/hirnforschung/-/journal_content/56/12054/15703969/Macht-Chinesisch-musikalisch%3F/

Die Autoren der Studie geben allerdings auch den Rat, die Musikalität eines Kinder durch Musikkurse und nicht durch Chinesisch-Stunden zu fördern.

Empathie ist gefährlich, denn sie ist ungerecht

So jedenfalls argumentiert der US-amerikanische Wissenschaftler Paul Bloom.

„Das Schicksal eines kranken Kindes kann uns zum Beispiel so sehr bewegen, dass wir Geld an Hilfsorganisationen spenden, während uns das Schicksal anderer, ähnlich hilfsbedürftiger Menschen kalt lässt. Oft genug fühlt man mit den Menschen mit, die einem ähnlich sind oder nahestehen.“, argumentiert er.

Erleben wir nicht auch immer wieder solche Effekte? Der Anschlag in Berlin (ich muss das nicht näher erläutern, was ich hier meine) geht uns näher, als der tägliche Anschlag in Bagdad vergleichbarer Größenordnung. Für das süße kleine sechsjährige Kind mit Leukämie lassen wir gern unser Knochenmark typisieren, für den 90jährigen georgischen Bergbauern wären wir da gewiss zögerlicher.

In Deutschland bekommt Bloom Rückendeckung von Tania Singer vom Max-Planck-Institut. Sie wirbt für eine Unterscheidung zwischen Empathie und Compassion. Letzteres würde insbesondere in Pflegeberufen sinnvoll sein.

Letztendlich ist es wie immer, auf die Dosis kommt es meiner Meinung nach an.

Hier die Quelle mit Links zu weiteren Informationen:

http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/gesellschaft/-/journal_content/56/12054/15416260/Editor%27s-Pick%3A-Die-dunkle-Seite-der-Empathie/

Von hinten durch die Brust ins Auge

Erstaunlich. Da müssen Wissenschaftler erst die Geburtenrate pro Mann berechnen (siehe hier), um festzustellen, dass es mehr Männer als Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter gibt. Im Osten ist das besonders stark ausgeprägt.

Ich dachte, diese Tatsache wäre bekannt. Jedenfalls habe ich das schon gelesen und wahrscheinlich ist es im ländlichen Raum in Ostdeutschland noch stärker ausgeprägt. Aber manchmal hat der Wissenschaftler in seinem Elfenbeinturm eben nur einen beschränkten Horizont.

Übrigens, wie viele Kinder ein Mann tatsächlich hat, ist bekanntlich wesentlich schwieriger festzustellen, als bei Frauen.

So eine Gemeinheit

Wer hat als guten Vorsatz für’s Neue Jahr endlich erfolgreich abzunehmen?

Dann wird Euch die Meldung sicherlich nicht freuen, dass nicht nur die gewichtsbedingte Trägheit einen daran hindert, sich ordentlich zu bewegen, sondern zusätzlich werden auch noch Botenstoffe wie Dopamin in ihren körperlichen Auswirkungen derart geändert, dass das ein zusätzlicher Killer unserer guten Vorsätze ist.

Schöne Bescherung

Eine Studie bringt es an den Tag: Nicht mal der Weihnachtsmann ist mehr das, was er mal war. Jahrelang haben wir geglaubt, dass die lieben Kinder Geschenke bekommen, die bösen bekommen hingegen in unserer heutigen Zeit nicht mehr die Rute, sondern einfach gar nichts.

Aber weit gefehlt. Die o.g. Studie zeigt eindeutig, dass Kinder aus gut situierten Elternhäusern gegenüber, sagen wir, bildungsfernen Schichten, deutlich bevorzugt beliefert werden.

Für die wissenschaftliche Studie wurde die Bravheit der Kinder anhand von Schule schwänzen und anderen Auffälligkeiten erhoben. Hier gab es genauso wenig wie zur Entfernung zum Nordpol eine Korrelation zum Weihnachtsmannbesuch und dessen Gaben, sondern nur zur sozialen Herkunft der Kinder.

Der Autor der Studie rät deshalb davon ab, diese im Beisein von Kindern zu diskutieren, da sich bei diesen sonst die Einsicht einnisten könnte, dass brav sein nicht nötig ist.

© Stefan Bayer / PIXELIO (www.pixelio.de)

http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/gesellschaft/-/journal_content/56/12054/15090006/Kurios%3A-Mahnende-Weihnachtsmann-Studie/