Hast du jemals eine Frau wirklich geliebt?

„Was willst Du damit sagen?“, fragt er.

„Nichts“, gibt sie zurück, „nur, dass es so Momente gibt, an die man sich noch gut erinnern kann, die man nie vergisst. Deshalb weiß ich es noch.“

„Wenn ich richtig rechne, dann war das 2001. Jeder weiß, dass 2001 9/11 war. DAS wäre plausibel, wenngleich 9/11 erst im September war. Dein Sohn ist aber erst im Folgejahr geboren worden. Wenn da eine Verbindung zu unserem Lehrgang besteht, dann kann das für mich nur eins bedeuten.“

„Und was?“

Sie war damals schon eine Ewigkeit verheiratet. Fast 10 Jahre. Und hatte noch kein Kind. War da nicht was? Hieß es nicht, dass sie keine Kinder bekommen könnte? Oder er?

„Es war damals sicherlich überraschend, dass Du schwanger wurdest.“

Autsch! War das jetzt zu direkt? Aber er brauchte Gewissheit.

„Ja, das stimmt, wir hatten den Kinderwunsch schon aufgegeben. Und?“

„Nun, genau das. Zehn Jahre klappt nichts und dann sind WIR nur einmal kurz zusammen, Du und ich, …, oder wie willst Du das erklären?“

„Da gibt es nicht viel zu erklären. Wir wurden untersucht. Der Grund, warum es nicht geklappt hat, lag eindeutig bei mir. Es gab sogar mehrere Gründe und am Ende war es auch deshalb eine Risikoschwangerschaft. Nach meiner Theorie sind dann aber zwei Dinge passiert, dass es doch noch geklappt hat.“

„Du hast mich getroffen und wir waren in Davos“, geht ihm spontan durch den Kopf.

„Wir haben unsere Ernährung konsequent auf Vollwertkost umgestellt und ich bekam von meiner Frauenärztin diese Hormonbehandlung gegen meine Regelbeschwerden.“, erläuterte sie. „Außerdem weiß ich nicht, was Dich das eigentlich angeht.“

„So ein esoterischer Blödsinn. Das geht mich sogar sehr viel an. Sag mir endlich die Wahrheit. Wenn ich der Vater bin, dann habe ich ein Recht darauf, das zu wissen.“, erwidert er ärgerlich.

„Und wenn es so wäre, was dann?“

„Dann wäre es an der Zeit, dass wir das auch legitimieren.“

„Mein Sohn hat einen Vater, der sich fünfzehn Jahre um ihn gekümmert hat. Er braucht keinen neuen Vater. Und ich bin glücklich mit diesem Vater verheiratet.“

„Und was ist mit der Liebe? Das klingt nach Zweckgemeinschaft.“

„Und mit Dir wäre es Liebe?“

„Ja“, antwortet er.
Und nach kurzem Zögern sprudelt das Geständnis aus ihm heraus: „Ja, mit mir wäre es Liebe. Mit mir ist es Liebe. Ich liebe Dich. Ich liebe Dich seit 16 Jahren. Ich habe versucht, dieser Liebe aus dem Weg zu gehen, habe mir neue Jobs gesucht und diese wieder aufgegeben, habe inzwischen sogar meine eigene Familie aufgegeben. Alles, weil ich nur Dich will.“

Doch sie ist unerreichbar. Bisher. Ein gemeinsames Kind ändert aber alles. Jetzt lohnt es sich wieder, zu kämpfen.

La La Land

Kürzlich haben wir den Film La La Land gesehen. Dieser Film hat ja bereits zahlreiche Preise bekommen und ist auch für viele Oskars nominiert.

Ehrlich gesagt, war ich nach dem Film enttäuscht. Vielleicht auch durch die hoch geschraubten Erwartungen. Erwartet hatte ich einen Musikfilm, also viel Musik und Tanz. Dann ist auch die Handlung Nebensache.
Doch nach einem viel versprechenden Start driftete der Film immer mehr in eine Handlung ab. Er ist Musiker, sie Schauspielerin. Erst wird er nach einigen Rückschlägen erfolgreich, dann sie. Sie kriegen sich … nicht.
Irgendwie plätscherte er meiner Meinung nach lange Zeit nur belanglos vor sich hin. Wenn schon nur wenig Musik und Tanz, dann hätte ich mir entweder mehr Romantik oder mehr Dramatik gewünscht.

 

Immerhin, bei der Schlussszene sind mir dann doch einige Gedanken durch den Kopf gegangen, nach dem Motto, was wäre wenn … Vielleicht schreibe ich dazu demnächst mal mehr.

Tanzen gegen Demenz

Obwohl unser Wochenende voll gepackt und ereignisreich war, wollte ich eigentlich nicht darüber schreiben. Mir fällt bei so einer Fülle an Material immer nicht ein, wo ich anfangen soll. Und nur eine Aufzählung wollte ich hier nicht bringen. Die würde dann in etwa so aussehen:

Freitag Abend:

  • Meinen Männern Haare geschnitten. 
Samstag:
  • Wocheneinkauf
  • diverse weitere Einkäufe 
  • Lieferung unserer neuen Stühle
  • Mittagsschlaf
  • Modenschau zur „Nachtschicht“
  • Tanzabend
  • Bergmannsumzug und Feuerwerk zur „Nachtschicht“
Sonntag:
  • Haushaltspflichten bzw. Hausaufgaben für die Schule
  • Kantetengottesdienst im Rahmen der Silbermanntage
  • Besichtigung der neuen Bibliothek im Kornhaus im Rahmen des Denkmaltages
  • Neue CD zusammenstellen
  • Tanzkreis
Es gibt talentierte Blogger, die können aus jedem einzelnen Anstrich einen amüsanten Beitrag stricken. Ich brauche dazu etwas Zeit, die ich gerade nicht habe. Deshalb belasse ich es dabei. Meine aufmerksame Leserschar bemerkt allerdings, dass an zwei Tagen das Tanzen vorkommt. Der Schluss, dass es sich um eine beliebte Freizeitbeschäftigung von mir handelt, ist zutreffend. 

© Grey59 / PIXELIO (www.pixelio.de)

Eigentlich hatte ich mich am Samstag schon geärgert, dass wir uns zum Tanzabend verabredet hatten. Denn es war wunderschönes Wetter, noch einmal ein lauer Abend und es war Nachtschicht. Zur Nachtschicht haben bei uns viele Läden in der Innenstadt auf und es gibt ein schönes Rahmenprogramm. Damit kann man so einen Abend auch füllen. 

Wir waren aber mittendrin noch beim Tanz. Es war dann aber doch ganz schön, obwohl der DJ etwas neben sich zu stehen schien und dauernd die Titel verwechselte. Mit uns am Tisch saßen noch zwei weitere Paare aus unserem Tanzkreis, wir haben uns nett unterhalten und vor allem viel getanzt. Es war auch nicht so überfüllt wie manchmal, wo man überhaupt nicht treten konnte. Dabei war es dort der letzte Tanzabend in diesem Jahr. Das war aber sicherlich vielen Tänzern nicht bewusst. 

Wieso nun aber dieser seltsame Titel? Ich fand ihn über einem Blogbeitrag von crossboxsports. Ich kann den Entschluss, einen Tanzkurs zu besuchen, nur unterstützen. Vielleicht wird ja auch eine Leidenschaft daraus. Viel Spaß.