Service?

Jetzt weiß ich, was es heißt, mit angezogener Handbremse zu fahren. Genau das tat ich gestern ca. 100 km lang. Da ich sowieso auf dem Heimweg an der Werkstatt meines Vertrauens vorbeifahre, bin ich abgebogen und habe das Problem geschildert.

Handbremse

Und ich habe mal wieder gemerkt, wie gut ich inzwischen konditioniert bin, denn ich ging erst einmal davon aus, dass mir nicht geglaubt wird. Das kenne ich inzwischen zur Genüge. In diesem Fall stellte ich mich darauf ein, zu hören, dass bei der Kälte alles zäher geht und das Auto nur warm werden müsse und dass der Schnee ja einen gewissen Widerstand leistet … Und ich hatte mir schon Gegenargumente zurecht gelegt, nach dem Motto, dass ich die Strecke zu jeder Tages- und Nachtzeit kenne und genau weiß, wie mein Auto reagiert.

Zu meiner Ãœberraschung glaubte mir der Monteur sofort, fuhr das Auto in die Werkstatt und guckte sich das Corpus delicti an. Ein Baudenzug der Handbremse klemmte.

Allerdings ist die Reparatur nun doch nicht so einfach, wie es klingt. Die supertolle Fach-Werkstatt hatte natürlich mal wieder keine Ersatzteile da, muss sie erst bestellen. Ich sagte: „Kein Problem, ich habe doch eine Mobilitätsgarantie, da lasse ich die Karre hier und nehme solange ein Ersatzauto“. Falsch gedacht! Die hilft nur, wenn man unterwegs liegenbleibt. Wenn ich es aber aus eigener Kraft in die Werkstatt schaffe, gilt das nicht. Merke! Bei einem Problem am Auto lieber neben der Werkstatt parken und anrufen und um Hilfe bitten.

Nun fahre ich also mit abgeklemmter Handbremse und wenn die Ersatzteile da sind, fahre ich vorbei und die bauen das Zeug dann ein. Ich bin mal wieder begeistert. Hoffentlich komme ich nicht in eine Kontrolle, oder wie war das mit zwei unabhängigen Bremssystemen? Aber es gibt ja noch die Motorbremse.

SEO

Es ist schon seltsam. Bis heute wusste ich nicht, was SEO bedeutet, jetzt weiß ich, dass man darunter eine Suchmaschinenoptimierung versteht. Aber selbst das hätte ich nicht begriffen, hätte ich nicht heute eine Mail einer Firma bekommen, die mir helfen möchte, meinen Blog bekannter zu machen.

SEO

Nun ist ja jeder ein wenig eitel, so auch ich. Was kann es also schaden, bekannter zu werden? Schließlich gucke ich ja auch immer mal, welche Suchbegriffe auf meinen Blog verweisen, meist aber eher, um mich zu amüsieren, als die Anzahl zu lesen (die „intime express logistik“ hat inzwischen den lange gehaltenen ersten Platz abgegeben und ist inzwischen abgeschlagen).

Und ich fing an, zu recherchieren, was man tun kann, um bekannt zu werden. Ich glaube, dass ich einige Dinge davon schon beherze, andere (vor allem technische Sachen) verstehe ich nicht und ich habe auch gar nicht den Ehrgeiz, das zu verstehen. Und wieder andere möchte ich auch gar nicht. Immerhin, dieses ist ein privater Blog und es in mein Blog. Ich muss mich wohlfühlen.

Ich erinnere mich, dass ich einmal aus mir unerfindlichen Gründen über 1000 Zugriffe hatte. Da wurde mir richtig unheimlich. Vielleicht lasse ich das alles und begnüge mich mit meinen Stammlesern, bei denen ich mich hiermit für ihre Treue bedanken möchte.

Westsibirien

Im Augenblick ist es ja bitter kalt. Gestern hatte ich schon Schlimmes befürchtet, weil ausgerechnet bei mir während der Einfahrt ins Parkhaus der Automat versagte. Er schluckte meine Parkkarte und machte dann das Licht aus, anstatt die Schranke auf. Nach der Panikattacke habe ich auf „Abbruch“ gedrückt und zum Glück spuckte der Automat meine Karte wieder aus. Allerdings blieb die Schranke zu. Notgedrungen bin ich auf den benachbarten Parkplatz gefahren und habe sogar noch einen der wenigen freien Plätze ergattert. Aber eigentlich hatte ich keine Lust, ausgerechnet in der kältesten Nacht des Winters mein Auto draußen stehen zu lassen. Also bin ich später noch mal hin und die hatten dann die Schranken im Parkhaus geöffnet. Somit konnte ich reinfahren und heute früh auch wieder raus.
Dass das Auto im Parkhaus stand, war auch gut, denn heute früh hatten die draußen parkenden Autos zusätzlich zur Kälte auch einen weißen Reifüberzug.

Ich wollte heute schön langsam vor mich hinzuckeln, weil es so kalt war und auch das Auto darunter litt. Es knarkste und knackte und war völlig durchgefroren. Doch dann war vor mir ein LKW. „Gut“, dachte ich, „also zuckele ich hinter dem her“. Doch dann bot sich überraschend an einer der wenigen Stellen die Möglichkeit zum überholen. Also doch vorbei, hinter einen PKW, der eine angenehme Geschwindigkeit fuhr.

Und ein paar Meter weiter war dann wieder ein LKW. Auch hier bot sich kurz darauf die Möglichkeit, für die beiden PKWs (der andere und ich), zu überholen. Erstaunlicherweise wiederholte sich das Spiel insgesamt viermal, wo man manchmal nicht mal die Chance hat, einen auf dieser Strecke zu überholen. Und das Überholen hat mit gut 70 km/h geklappt, also keine Raserei.

Am Ende war ich froh, dass das Autochen so fein durchgehalten hat, nicht jeder hatte dieses Glück. Es standen doch ziemlich viele Autos mit Panne am Straßenrand. Und im dienstlichen Parkhaus habe ich dann einem Kollegen der Nachtschicht Starthilfe gegeben, bzw. ich habe ihm gestattet, dass er sich die nimmt, denn ich habe dafür ja nicht den nötigen technischen Verstand. So kam er dann noch nach Hause, ohne stundenlang auf den ADAC zu warten.

Starthilfe

Pfusch und Termindruck führten zur Katastrophe

Da ich in letzter Zeit nur wenig Zeit hatte, komme ich erst heute dazu, mal wieder ein Update zur Ölpest im Golf von Mexiko zu geben.

Anlass dazu ist einerseits ein Artikel von Axel Fischer, den ich gelesen habe und der ähnlich zum Beispiel hier zu finden ist. Er erklärt darin die Ursachen, wie es zu der Katastrophe kam. Ein Zitat von Johann Plank, Professor für Bauchemie an der TU München, bringt die Sache auf den Punkt: „Die ganze Bohrung war eine Sparausführung“. Es wurde eine falsche (nämlich billigere) Zementmischung zur Abdichtung des Bohrlochs verwendet, der auch noch wegen Termindrucks nicht in Ruhe abbinden konnte. Auch das Rohrsystem war viel zu lavede ausgelegt. Die Entlastungsbohrung nach der Katastrophe diente übrigens nicht zur Entlastung des kaputten Bohrlochs durch Ableiten von Druck, sondern war notwendig, um von dort her das Leck mit (ordentlichem) Zement abzudichten.

Übrigens hat BP auch versucht, Wissenschaftler zu kaufen, z.B. von der University of South Alabama. In diesem Fall hat es nicht geklappt, teilweise haben aber Forscher diesem Angebot nicht widerstehen können (Honorar: 250 Dollar pro Stunde). Der Sinn ist, sich so auf den Rechtstreit vorzubereiten. Die staatliche Behörde (nationale Wetter- und Ozeanographiebehörde, NOAA), die Forschungsgelder vergibt, hat übrigens ähnliche Vertragsbedingungen für die geförderten Wissenschaflter wie BP (nur mit dem Geldgeber abgestimmte Untersuchungen und dreijährige Schweigepflicht über die Ergebnisse).

Quelle: Stock Xchng

Ein Konzept zur effektiven Beseitigung von Ölteppichen im Meer hat jetzt das MIT in Boston vorgestellt. Sie haben Roboter entwickelt, die das Öl einfach von der Meeresfläche „wegfressen“. Hoffen wir, dass das auch wirklich so wie versprochen funktioniert, denn die nächste Katastrophe kommt bestimmt.

Gibt es neue Erkenntnisse?

Unter dem Titel Kaum spürbar stand die folgende Kurzmeldung in der Zeitschrift Test vom September 2008 (Seite 56):

Von längeren Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke würden die Stromkunden nur geringe finanzielle Vorteile haben. Nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands läge die Erspranis pro Haushalt und Monat etwa bei 50 Cent. Der Ersatz einer einzigen 60-Watt-Glühbirne durch eine Energiesparlampe hätte einen größeren Effekt.

Quelle: Stock Xchng

Entscheidungen

Es ist beruhigend, zu wissen, dass nicht nur bei uns auf Arbeit Entscheidungen auf seltsame Art und Weise zustande kommen. In einem Interview erläutert Lorenz Forchhammer, dass Entscheidungen oft von Chefs im Alleingang gefällt werden. Dabei ist die Arbeitswelt heute so komplex, dass einer allein gar nicht mehr alles überblicken kann.

Genau das war ein wesentlicher Kritikpunkt, den ich kürzliche meinem Chef im Führungsgespräch ankreidete.
Allerdings kenne ich auch das Gegenteil. Das wurde in dem Interview gar nicht erwähnt. Nach dem Motto: „Viele Köche verderben den Brei“ kommt es bei uns oft, gerade auch in technischen Fragen, zu keiner Entscheidung, wenn zu viele Stakeholder in die Entscheidung eingebunden sind, und wir evaluieren uns zu Tode, weil jeder noch irgendwelche Bedenken hat. Meistens wegen mangelndem (technischen) Hintergrundwissen. Verbesserungen können so nur sehr schwer umgesetzt werden.

Ölpest im Golf von Mexiko – Update 09.06.10

Das Öl sprudelt weiter. Gestern gab es wieder neue Informationen zum Thema.

Danach befindet sich das Öl jetzt auch offiziell nicht nur an der Wasseroberfläche, sondern auch in allen möglichen Unterwasserschichten. Dabei variiert die Konzentration, wobei niemand weiß, welche Schäden auch geringste Konzentrationen z.B. an Eiern und Larven anrichten können.