Flow im Sinkflug

Die treuen und aufmerksamen Leserinnen und Leser meines Blogs haben es bemerkt und oft auch entsprechend ermutigend kommentiert: Ich hatte einen „Flow“, mir fielen etliche Beiträge ein, die ich hier veröffentlichen konnte. Doch so langsam spüre ich es, der Flow ist vorbei, over.

Die Ursache liegt vor allem darin, dass das hohe Maß an Langeweile, mit dem ich mich „zwischen den Jahren“ rum schlug, langsam vorbei ist. Ja, ich habe es geschafft und mir wieder einige Aufgaben aufgebürdet. Und auch in der Freizeit ist Schluss mit lustig, jetzt gehe ich wieder regelmäßig zum Sport. Mir tut auch schon alles weh, vom Training.

Da sind wir auch gleich beim Thema. Heute plagen mich mal wieder Kopfschmerzen. Das ist ganz besonders angenehm hier im Großraumbüro, wenn alle durcheinander schwatzen. Die Geräuschkulisse ist dann kaum erträglich. Ich habe schon die zweite Tablette geschluckt, ohne nennenswerte Wirkung.

Es wird Zeit, dass es Feierabend wird. Immerhin, heute ist nicht so ein Schneesturm wie gestern. Ich musste irgendwie immer an Mythodea von Vangelis denken, bei dem die Musik (die Bilder eher nicht) zu meinen Gefühlen gestern im Auto passten:

Teilweise war die Straße gar nicht mehr zu erkennen. Überhaupt, sah ich nur Schneewolken, die von links nach rechts über die Straßen wehten. So schlimm, dass der Abstandssensor sich verabschiedet und mir mitteilte, dass er nichts mehr erkennen könne. Ich solle doch bitte alleine gucken. Klasse! Wir sind noch weit weg, vom autonomen Fahren, wenn die Technik streikt, sobald es brenzlig wird.

Ansonsten fährt es sich in letzter Zeit eigentlich ganz gut. Offenbar benötigen viele Leute ihr Auto gar nicht, denn die Straßen sind derzeit vergleichsweise leer. Die variablen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn sind sonst im Berufsverkehr immer auf „80“, aber seit einigen Tagen schon auf „120“, was ein deutliches Zeichen dafür ist, das relativ wenig Verkehr ist. Da frage ich mich doch, ob sonst die Leute wirklich auf das Auto angewiesen sind, oder nur aus Faulheit damit fahren und die Straßen verstopfen.

Aber genug gemeckert und geklagt. Jetzt muss ich wieder klotzen.

Technik und ich – das passt einfach nicht

Es stand ja schon vor kurzem das Kartenupdate des Navis an. Heutzutage werden diese Updates ja „lebenslang“ kostenlos angeboten. Doch irgendwie wollte der Computer das Navi nicht erkennen. Nun ja, mein Mann macht das schon.

Keine drei Tage und er hatte das Problem gelöst. Zum Neustart des Navis genügt es nicht, einfach nur den Stecker zu ziehen. Nein, man muss auch noch den Knopf am Gerät drücken. Das der Neustart gelungen war, bemerkten wir – hinterher, nachdem alles klar war – dass der Standort nicht mehr bei der Wohnung meines Kollegen Bernd, den ich ja neulich wegen des Teamevents abgeholt hatte, war, sondern bei uns zu Hause. Nach diesem Neustart gelang das Update ohne Probleme.

Ja, die Updates, die haben so ihre Tücken. Nach einem Windows-Update funktionierten unsere DVD-Laufwerke am Rechner nicht mehr. Kein gutes Zureden, kein Ändern tief in den Registry-Einträgen halfen, erst, wiederum nach unendlichen Versuchen und verlorenen Nerven fand mein lieber Mann die Lösung. Wenigstens eins der beiden Laufwerke funktioniert jetzt wieder zuverlässig, nachdem er irgendeine Steckverbindung umgesteckt hat.

Funktionierte zuverlässig, muss ich sagen. Denn gestern Abend wollte ich den Rechner noch mal schnell anschalten. Ich drücke auf den Einschaltknopf und – zack – ein kurzer, heller Blitz und wir sitzen im Dunkeln. Zappenduster!

© Marc Tollas/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Ich fürchte, der Rechner hat jetzt ein ernstes Problem. Nichts, dass einfach schnell gelöst werden kann.

Doch der Super-GAU ist, dass unser Kind jetzt wegen der Ferien zwei Tage zu Hause sitzt und keinen Zugriff auf den Computer hat.

Hoffen wir, dass die Kiste bald wieder läuft.

 

Mit der Zeit gehen

Es wird Zeit! Auch meine Kollegen sind einhellig der Meinung. Denn was kann das arme Kind dafür, dass seine Eltern in einem Museum leben?

Unser Kind wird in diesem Jahr 14 und hat einen Tag später Konfirmation. Schon seit längerem haben wir die Schwierigkeit, dass unser Kind eigentlich alles hat und selbst nicht weiß, was es sich zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen soll.

Ein Smartphone hat er noch nicht. Wir auch nicht, aber das ist in diesem Zusammenhang uninteressant. Wir haben beschlossen, dass er ein Smartphone bekommen soll.

© bschpic / PIXELIO (www.pixelio.de)

Doch nun beginnt das Problem, da wir selbst keine Ahnung haben:

  • Welches Modell sollen wir kaufen? Die Kollegen meinen, dass soll er sich selbst aussuchen.
  • Welches Betriebssystem ist sinnvoll?
  • Welcher Tarif ist geeignet?
Fragen über Fragen und keine große Lust, sich mit dem Thema zu befassen. Na mal sehen.

Warum tue ich mir das an?

Sport ist Mord! Zumindest trägt es nicht in jedem Fall zum Wohlbefinden bei. Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder Schwimmen. Und heute habe ich Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich. Ich bin eben keine elegante Schwimmerin wie die Dame auf dem Bild, sondern altmodisch und schwimme so, wie ich es als Kind gelernt habe: Brustschwimmen und der Kopf guckt aus dem Wasser. Und diese Haltung führt dann eben nach einer Stunde zu den beschriebenen Schmerzen.

© Diana Sabrina Bachler / PIXELIO (www.pixelio.de)

Eigentlich könnte ich ja so schwimmen, wie es heutzutage gelehrt wird. Also in so einer Wellenbewegung, beim Einatmen Kopf aus dem Wasser, dann aber Kopf im Wasser. Das schont die Halswirbelsäule und meinem Sohn habe ich es so beigebracht. Der schwimmt jetzt immer so, verbraucht weniger Kraft und ist auch noch schneller.

Aber ich kann das zwar technisch, aber halte es nicht mehr als zwei oder drei Züge durch. Das Problem ist – jetzt nicht lachen – das Wasser, also nicht die Kondition oder sowas. Ich kann es nicht ab, wenn mir das Wasser in die Augen und Nase läuft.

Mein Kind nutzt eine Schwimmbrille. Doch ich misstraue dieser technischen Errungenschaft, wie so vielen anderen technischen Errungenschaften auch. Obwohl, ich lasse mich auch überzeugen. Wir haben schon vor vielen Jahren unsere heimische Stereoanlage auf digital, also CD, umgestellt und die Schallplatten und Kassetten alle abgestoßen. Und wir verfügen seit mehreren Jahren über einen digitalen Fotoapparat und ich habe ein Handy. Meine Kollegen nennen es Museum, wenn ich von unserem Röhrenfernseher mit VHS-Kassetten rede. Upps, ich schweife ab.

Die Schwimmbrille muss, wenn sie dicht sein soll, fest sitzen. Doch dann habe ich knallrote Ringe um die Augen. Und wenn ich die Brille lockerer mache, dann habe ich nur rosa Ringe, aber die Brille ist zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Igitt. Da bekomme ich außerdem Panik.

Alternativ hätte ich mich auch nach 10 Minuten in den Whirlpool legen oder in die Sauna gehen können. A propos Sauna, meine chinesische Studentin erzählte mir, dass sie in ihrem Fitness-Studio zwar eine Sauna hat, sich aber noch nicht überwinden konnte, dort hineinzugehen. Sie kennt es von China nur mit Kleidung. Ich habe ihr empfohlen, mal zu gucken, ob es nicht Zeiten nur für Frauen gibt. Wenn ich da aber an meine Erlebnisse in der Frauensauna denke – das ist wieder eine andere Geschichte.

Kurz, ich muss nun heute sehen, ob ich den Teufel mit dem Belzebub ausjagen kann. Das Fitness-Studio ruft und ich habe einen neuen Trainingsplan. Mal sehen, ob meine Schulterschmerzen dann nicht mehr spürbar sind, weil sie durch Muskelkater an anderen Stellen überdeckt werden.

Ausgebremst

Seit einiger Zeit habe ich auf Arbeit Probleme mit einer Software, die ich zur Datenauswertung brauche. Die Software stürzt bei bestimmten Aktionen immer ab. Wie das so ist, wird man als Laie ja immer als ein bisschen minder bemittelt angesehen und man hat es schwer, sein Problem den (sogenannten) Experten verständlich zu machen. Inzwischen steht eine .dll-Datei im Verdacht, für die Abstürze verantwortlich zu sein. Nur konnte das Problem nicht weiter eingegrenzt werden. Der Software-Hersteller sagt, bei ihm funktioniert alles und es muss an den Computereinstellungen liegen. Unsere EDV-Abteilung sagt, sie können nichts weiter machen, weil sie die Funktion des Programms nicht kennen. Im Übrigen haben meine Kollegen das gleiche Problem, kümmern sich aber nicht weiter darum.

Inzwischen habe ich einen neuen Computer, einen Laptop bekommen. Eigentlich bin ich ja diesbezüglich altmodisch und wollte keinen haben, aber das ist jetzt Firmenpolitik. Na gut. Da dachte ich mir, dass ich das blöde Programm mit den Abstürzen als erstes auf den jungfräulichen Computer installiere, und mal gucke, ob es dann funktioniert. Vielleicht kann ich ja dann eingrenzen, woran die Probleme liegen. Soweit so gut. Das Problem ist nur, dass die Amis (Software-Hersteller) die Lizenzvergabe so kompliziert gemacht haben, dass sie selbst nicht mehr durchblicken. Die sind nicht in der Lage, die Registrierung von meinem alten auf meinen neuen Computer umzuschreiben, sondern erklären mir, was ich machen muss, als wenn ich es noch nie gemacht hätte.

© channah / Stock Exchange (www.freeimages.com)

Sollten die das nicht morgen hinbekommen, muss ich wohl oder übel den Plan fallen lassen und die andere Software installieren. Ich kann ja zur Zeit nichts anderes machen.

The same procedure as every year

… oder jedes Jahr das gleiche Prozedere. Diesmal habe ich vier Tage bis zum Anruf gewartet und glücklicherweise ist es ja auch nicht so kalt. Dennoch, früh, halbverschlafen, sollte die Heizung schon funktionieren.

Anruf wegen Heizung
© Alexandra Bucurescu / PIXELIO (www.pixelio.de)

Aber jedes Jahr nach der Zeitumstellung springt die Heizung erst eine Stunde zu spät an. Wieso können die nicht dem Hausmeisterdienst übertragen, die Zeit der Heizungsanlage auf Sommerzeit umzustellen? Ich würde es ja auch selbst machen, aber ich komme da nicht ran. Und warum muss eigentlich immer ich anrufen? Es sind auch andere Mieter um die Zeit wach. Frieren die nicht?

… machen das Leben leichter

Mein Göttergatte ist ja handwerklich nicht soooo begabt. Aber es gibt einige Dinge, die lässt er sich nicht nehmen. Bisher. Eins davon ist der saisonale Reifenwechsel von Winter- auf Sommerreifen und umgekehrt. Letzten Freitag hat er sich wieder daran versucht.

Reifenwechsel

Vermutlich bedingt durch den langen harten Winter waren die Räder diesmal jedoch richtig fest dran, so dass er eine Ewigkeit kämpfte, bisher er völlig zerschunden mit blauen Flecken und Knochenschmerzen wieder zu Hause ankam.

Bei der häuslichen tröstenden Fütterung gestand er dann, dass er nur drei Räder geschafft hat. Das vierte war so fest dran, das ging einfach nicht ab.

Vielleicht hätte er jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt? Nein, das ist gemein. Natürlich haben die Fachleute ganz andere Möglichkeiten. Für 4,75 Euro haben dann Monteure einer bekannten Autoteile-Kette das Rad am Samstag gewechselt, während wir unseren Wochenendeinkauf erledigten. Völlig schmerzfrei!

Den nächsten Reifenwechsel werden dann wohl gleich die Fachleute erledigen und dann auch gleich die nicht verwendeten Reifen einlagern.