La La Land

Kürzlich haben wir den Film La La Land gesehen. Dieser Film hat ja bereits zahlreiche Preise bekommen und ist auch für viele Oskars nominiert.

Ehrlich gesagt, war ich nach dem Film enttäuscht. Vielleicht auch durch die hoch geschraubten Erwartungen. Erwartet hatte ich einen Musikfilm, also viel Musik und Tanz. Dann ist auch die Handlung Nebensache.
Doch nach einem viel versprechenden Start driftete der Film immer mehr in eine Handlung ab. Er ist Musiker, sie Schauspielerin. Erst wird er nach einigen Rückschlägen erfolgreich, dann sie. Sie kriegen sich … nicht.
Irgendwie plätscherte er meiner Meinung nach lange Zeit nur belanglos vor sich hin. Wenn schon nur wenig Musik und Tanz, dann hätte ich mir entweder mehr Romantik oder mehr Dramatik gewünscht.

 

Immerhin, bei der Schlussszene sind mir dann doch einige Gedanken durch den Kopf gegangen, nach dem Motto, was wäre wenn … Vielleicht schreibe ich dazu demnächst mal mehr.

Mein Vorschlag für den ESC

Vor ein paar Jahren habe ich noch den deutschen Vorentscheid zum ESC geguckt und darüber berichtet (siehe hier). Inzwischen wissen sicher auch alle Interessierten, dass dieses Lied hier gestern die Fahrkarte nach Schweden gewonnen hat:

Ich drücke natürlich Frau Kriewitz die Daumen, dass sie uns alle gut in Stockholm vertritt.

Ich gebe zu, dass ich nicht kompetent mitreden kann. Gestern war ich wieder beim Sport und danach gab’s Abendbrot. Keine Chance, pünktlich um 20:15 Uhr vor der Glotze zu hocken. Wie immer haben wir auch die Nachrichten aufgenommen und dann geguckt. Und danach, irgendwann mitten in der ESC-Sendung bin ich dann mal reingezappt. Nach zwei Liedern war es mir dann aber so langweilig, dass ich mir lieber ein anderes Video rein gezogen habe.

Ach, es gibt so viele schöne Lieder. Warum können die nicht mal für solche Wettbewerbe genutzt werden? Das folgende zum Beispiel, hat eigentlich alles, was ein gutes Lied braucht: eine wunderschöne Melodie und hervorragende Interpreten und es geht natürlich um die Liebe:

Ja, es ist Puccini und nicht ganz neu. Aber mal ehrlich, wer vom ESC-Publikum kennt das?
Hardcore-Klassik ist nicht jedermanns Geschmack? Dabei hätte ich hier sogar noch eine schöne und noch gar nicht alte Version eines Klassikers:
Kennt jemand dieses Ave Maria?
Ok, aber Celine Dion, die kennt doch jeder. Da hätte ich auch noch ein tolles Lied:
Es ist eigentlich ein Lied von Jean-Pierre Ferland. Aber wer kennt den? Er fängt an, sein Liedchen zu trällern, dann übernimmt Celine. Und dann kommt sie, Ginette Reno, Grande Dame des frankokanadischen Chansons. Ich finde das toll, wie die Mädels dieses Lied aufpeppen.
Ok, ich treffe wohl doch nicht den Geschmack der Massen. Also noch mal viel Erfolg an Jamie-Lee Kriewitz für Stockholm.

 

Hinter den Kulissen

So ganz trifft das nicht zu. Ich war nicht wirklich hinter den Kulissen, sondern schon im Zuschauerraum. Aber oben, auf der Empore mit Stehplatz. Bei der Eröffnungsveranstaltung der 21. Silbermanntage in unserem Dom. Der Grund war, dass mein lieber Gemahl im Chor mitgesungen hat. Er hatte mich schon vorgewarnt, dass die Veranstaltung wohl nicht so hyperspannend wird. Jedenfalls nicht für so schlichte Gemüter wie mich. Dementsprechend kaufte ich mir die billigste Eintrittskarte und das war da oben. Mit guter Sicht (obwohl ich mein Opernglas zu Hause gelassen habe), aber stehend. Immerhin, das schützt recht gut vorm Einschlafen.

© Bernd Gross / Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Um jetzt aber keinen falschen Eindruck zu erwecken, möchte ich betonen, dass die Veranstaltung künstlerisch sehr anspruchsvoll und hochklassig war. Ich stehe nur nicht so auf Orgelmusik. Und die andere Musik hätte man nach meinem Geschmack noch straffen können. 90 Minuten waren doch ganz schön lang.

Bei solch hochkarätigen Veranstaltungen darf die Prominenz natürlich nicht fehlen. Und so war sie auch da, die lokalen und regionalen Größen: die Staatsministerin, der Oberbürgermeister, Bundes- und Landtagsabgeordnete, lokale Polit- und sonstige Größen und was weiß ich, wer noch. Nebst Gattin oder Gatten, Lebensgefährten oder allein.

Von meinem Stehplatz auf der Empore aus hatte ich nicht nur einen guten Blick auf die „Bühne“, also den Altarraum, wo ich auch meinen Gatten gut sehen konnte, sondern auch die Prominenz wurde nicht von meinen neugierigen Blicken verschont. Die Promis in der ersten Reihe mussten natürlich andächtig lauschen, ein Bein übergeschlagen und nicht offensichtlich schlafend.

Interessanter war es dann schon ab der zweiten Reihe. Promis wären keine Promis, wenn sie nicht ständig erreichbar wären. Und so ging immer mal ein Lichtlein auf. Nicht dem Promi, sondern dessen Smartphone. Ich bin ja froh, dass ich nicht so wichtig bin und zwischen Orgelspiel und Chorgesang entscheiden muss, ob ich meine Zustimmung zum nächsten Griechenlandhilfspaket, zur Einführung eines Zuwanderungsgesetzes oder zur Umverteilung des Elterngeldes geben muss. Promis müssen sowas.

Bei zwei der Promis in den hinteren Promireihen fiel mir auf, dass diese sich offenbar rein privat fühlten. Ein junger, aufstrebender Abgeordneter und ein alter, mit allen Wassern gewaschener Lokalpolitiker, Beide waren mit Gattin da. Beim jungen weiß ich nicht, ob es seine Gattin war, also sage ich mal Dame. Die Herren trugen dunkle Anzüge, wie sich das gehört. Die Damen eine Bluse mit Jäckchen darüber und Röcken sowie dunkle Strumpfhosen.

Ich finde es sehr schön, dass die beiden Herren ihre Dame mitgebracht haben und diese offenbar auch lieben. Das konnte ich im Laufe des Abends feststellen. Nicht schon nach den inspirierenden warmen Worten zur Einführung und auch noch nicht nach den ersten Takten.

Aber dann, so etwa nach der dritten (oder war’s die zwölfte?) Strophe des Lobgesangs, den der Bass wirklich herrlich meisterte und zum Klang der historischen Instrumente trällerte – Bass und trällern ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck – also sang, jetzt habe ich mich in meinem eigenen Schachtelsatz verlaufen. Kurz, die hielten Händchen.

Verwirrt? Ich auch. Also, sowohl der junge aufstrebende Abgeordnete als auch der mit allen Wassern gewaschene Lokalpolitiker fühlten sich zu ihrer Dame hingezogen. Beide legten ihre Hand auf den Schenkel ihrer jeweiligen Dame. Ein schöner Ausdruck von Zuneigung und Liebe, enger Verbundenheit und gemeinsamen Kunstgenusses. Für mich, ignorant wie ich bin, war es nun interessant, zu beobachten, wie die Damen damit umgingen. Ich versuche jetzt einfach mal, nur Beobachtungen zu schildern und meine blühende und hier unpassende Phantasie im Zaume zu halten.

Beide Damen wussten die Zuneigung zu schätzen und legten ihre Hand auf die auf ihren Schenkel liegende Hand ihres Begleiters, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie sich ein Stückchen zu weit an der Innenseite ihres Schenkels befand. Doch sowohl körperspachlich also auch im folgenden Ablauf unterschieden sich beide.

Das Mädel des jungen aufstrebenden Abgeordneten schien hin- und hergerissen zu sein. Normalerweise hat sie sicherlich nichts gegen körperliche Zuwendung ihres Liebsten einzuwenden, doch schien ihr die Lage in diesem Rahmen nicht geheuer. Sie saß ziemlich steif da, die Beine fest zusammen und parallel, die Füße fest auf dem Boden. Es sah nicht sehr bequem aus, wie sie so da saß. Sie hatte nun auch noch das Problem, dass ihr Röckchen recht kurz war, so dass sie wohl befürchtete, die Hand ihres Holden würde das Röckchen durch eine ungeschickte Bewegung zu weit verschieben und den Blick auf Bereiche freigeben, die an solch einem Ort einfach unangebracht sind, auch wenn es sich um eine weltliche Veranstaltung handelte. Zumindest halb. Das Mädel verspannte immer mehr und nahm schließlich noch die andere Hand hinzu, um mit zwei Händen die Hand des jungen aufstrebenden Abgeordneten in Schach zu halten. Es gelang ihr, jedenfalls konnte ich kein Unglück bis zum Schluss der Veranstaltung bemerken.

Die Frau des mit allen Wassern gewaschenen Lokalpolitikers hingegen war der Situation durchaus gewachsen. Ganz Grande Dame. Souverän und locker saß sie da, tätschelte die Hand ihres Schatzes und verfolgte weiter aufmerksam das Geschehen. Irgendwann drehte sie dann den Spieß einfach um, um eine heikle Situation zu vermeiden. Als liebend Eheweib lehnte sie sich an die kräftige Schulter ihres Gatten, mit dem sie im Leben sicherlich schon durch dick und dünn gegangen ist. Sie nahm seine Hand von ihren Schenkel und legte ihren Arm entspannt auf seinen Schenkel, so dass sich ihre Hand etwa in seinem Schrittbereich befand. Der mit allen Wassern gewaschene Lokalpolitiker lehnte sich darauf hin entspannt zurück, die Beine leicht gespreizt, die großen Hände im Schoß gefaltet, so dass mir der Blick auf ihre Hand, die sich dahinter befand, versperrt war. So saßen sie dann bis zum Ende des Konzerts offenbar zufrieden da und ich beende hiermit auch meinen Bericht.

Reif für’s Wochenende

Das letzte Wochenende war ziemlich anstrengend, aber auch unglaublich schön. Eigentlich begann es recht unspektaklär. Wir waren mit Jan beim Optiker, weil er nun langsam eine Kurzsichtigkeit entwickelt. Dann waren wir noch im Klamottenladen und haben mit den Rabattkärtchen ein kleines Vermögen in Trainingsanzüge und Unterwäsche für Jan investiert.

Traditionell waren wir auch auf dem Dresdner Töpfermarkt. Wie schon in den Vorjahren war es auch in diesem Jahr wieder wunderbares Spätsommerwetter. Natürlich haben wir auch ein paar Kleinigkeiten gekauft.

Und auch diesmal waren wir wieder zur Vesper in der Kreuzkirche, wo der Kreuzchor aufgetreten ist. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich ganz schön mit der Müdigkeit zu kämpfen, der Töpfermarkt forderte seinen Tribut.

Wir hatten danach noch lange nicht Feierabend, denn zu Hause wartete die Nachtschicht auf uns. Wir kamen noch pünktlich zur Modenschau eines Modegeschäfts und eines Geschäfts für Lederwaren, das die zugehörigen Handtaschen lieferte. Beide Händler habe ich durch entsprechende Käufe unterstützt. Auch sonst war viel los, Bergmannsumzug und Sambatrommler, Lichtilluminationen und Bands. Der Zuspruch war, nicht zuletzt dank des schönen Wetters, sehr gut.

Am Sonntag war Spielzeiteröffnung unseres Theaters. Diese dauerte fast zwei Stunden und war recht schön. Allerdings fand ich, dass die Vorstellung der neuen Ensemblemitglieder etwas zu kurz gekommen war.

Abends beim Tanzen haben wir den Linkskreisel beim Langsamen Walzer wiederholt. Das ist so etwas:

So leicht, wie es hier aussieht, ist es nicht. Unser Tanzlehrer hatte eine ungewöhnliche Idee, nämlich Partnertausch. So etwas hatte er noch nie gemacht und überhaupt habe ich es bisher nur einmal erlebt. Wie schon damals habe ich einen Herren erwischt, dessen Führungsqualitäten ausbaufähig sind. Sie waren einfach nicht vorhanden, obwohl das Paar ja in unserem Tanzkreis ist und eigentlich viel besser tanzen kann, als das Paar damals. Jens hatte mehr Glück mit der Dame. Sie lies sich führen, auch wenn er ein wenig Mühe hatte, sich auf sie einzustellen.

Beim Slow Fox ging bei mir diesmal alles ganz automatisch, ich musste überhaupt nicht nachdenken und genoss einfach nur den Tanz. Ein schöner Ausklang des Wochenendes.

Allerdings war das Wochenende so anstrengend, dass ich nun reif für’s Wochenende bin.

Standing Ovations

Selten erlebt man stehende Ovationen im Theater. Am Pfingstsonntag konnten wir solch einem Ereignis im Theater Chemnitz beiwohnen. Und das nicht nur, weil es bei den Songs von Queen ohnehin niemanden auf den Sitzen hält und diese allein schon einen Besuch Wert sind. Die Tanzhommage an Queen ist auf alle Fälle einen Besuch wert und die kurzen Szenen in dem folgenden Clip (von 03:43 bis 07:07 Minuten) können nicht annähernd die tolle Atomosphäre einfangen. Jeder, der es möglich machen kann, sollte die Gelegenheit nutzen.

Achtung! Das Stück läuft nur noch bis Anfang Juli!

Bühnenball

Am Samstag waren wir auf dem angekündigten Bühnenball unseres Theaters. Ich bin froh, dass wir uns doch zur Teilnahme entschlossen haben.

Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir auch wieder an der Gala teilgenommen, die sehr opernlastig war. Aber das ist ja genau das richtige für uns. Durch das Programm führte Publikumsliebling Susanne Engelhardt, die dafür prädestiniert ist. Es sangen einige der Solisten des hiesigen Theaters, aber auch der Gasttenor Lawrence Bakst. Die Entdeckung des Abends war für mich aber die Sopranistin Rebekah Rota, die später dann auch noch mit dem anderen Publikumsliebling Sergio Raonic Lukovic eine freie Interpretation zu Figaros Hochzeit zeigte.

Party

Überhaupt war es wieder sehr angenehm, dass die Ensemblemitglieder wieder zahlreiche kleine kurzweilige Programme aufführten, wo sicher für jeden Geschmack was dabei war. Für jeden Geschmack war auch die Musik. In der Nikolaikirche spielte das Orchester typische Ballmusik, insbesondere Walzer. Auf der Hauptbühne war eine Beatles Revival Band, es gab aber auch Musik aus der Konserve, so dass man auch das Tanzbein schwingen konnte.

Fazit: Wir werden wohl auch im nächsten Jahr wieder hingehen.

Tanzen ist In

Tanzen ist in unserem Städtchen inzwischen sehr populär. Wenn ich bedenke, dass wir in dieser, unserer Wahlheimat, am Anfang keine für uns geeignete Möglichkeit fanden, diesem schönen Hobby nachzugehen, so hat sich inzwischen eine ganze Menge getan.

Als wir herzogen gab es zwar schon den Tanzsportklub. Dort wurde allerdings kein Breitensport angeboten, man konnte sich für den Turniertanz anmelden. Das war uns dann aber eine Nummer zu groß.

Tanzen ist IN

Inzwischen bieten nicht nur die Breitensport an, sondern es gibt auch Tanzschulen, bei denen man die Tanzkurse absolvieren kann. Und wenn man danach noch Lust hat, gibt es die Tanzkreise.

Und die Veranstalter reagieren. Im Tivoli gab es letzten Freitag wieder einen Tanz im Ballsaal. Wir waren mit einigen anderen Paaren aus unserem Tanzkreis wieder dort und auch meine Kollegin Claudia war mit ihrem Mann und Freunden da. Es war ein schöner Abend, so dass wir gar nicht gemerkt hatten, wie schnell die Zeit vergeht.

Am Samstag gab’s den Neujahrsball unserer Tanzschule. Der fand wie immer im städtischen Festsaal statt. Und wie immer war’s so voll, dass man kaum tanzen konnte. Für uns lag aber der Schwerpunkt auch eher auf den Showeinlagen, die wirklich toll waren. Höhepunkt war natürlich wieder die Formation.

Und wie jeden Sonntag waren wir auch gestern wieder beim Tanzkreis. Und jetzt reicht’s auch erst einmal, aber am nächsten Wochenende geht es mit dem Theaterball weiter.