Passwörter

Gerade habe ich hier gelesen, welches die beliebtesten Passwörter der Deutschen sind. Da fällt mir die Geschichte mit dem Safe im Hotelzimmer in unserm letzen Urlaub ein. Der war, wie so oft, zum selbst programmieren. Das geht, wenn er offen ist. Natürlich war unserer wieder verschlossen.

Glücklicherweise gibt es ja den Administrator-Code, den jeder Hausmeister parat hat. Zwei Zahlenkombis fallen da jedem, auch wenn er keinerlei kriminelle Energie in sich spürt, spontan sofort ein.

Die 123456 war es nicht, aber die andere …

Freitag

Seit mindestens drei Tagen kommt es mir so vor wie Freitag. Freitags beenden bei uns im Büro die ersten kurz nach Mittag die Arbeit und gehen nach Hause, andere fehlen ganz.

Und so war es bei uns in dieser Woche ab Dienstag. Jeden Tag kamen weniger Leute auf Arbeit und wenn sie gegangen sind, verabschiedeten sie sich mit besten Wünschen für die Feiertage und einem guten Rutsch ins Neue Jahr.

Heute ist nun wirklich Freitag und es kam, was kommen musste. Ich sitze jetzt hier allein im Großraumbüro und muss hier auch noch etwa eine halbe Stunde verharren. Aber ach, es ist Freitag, morgen ist Heiligabend. Ich gehe jetzt einfach! Tschüss!

Mal wieder aus der Bahn geworfen

Bin ich selbst Schuld? Kaum habe ich mir geschworen, meinen kleinen Blog etwas mehr zu pflegen, kommt wieder was dazwischen. Eigentlich lief es ganz gut, seit ich auf Dienstreise war (siehe hier und da und dort). Aber so ist das, allein im Hotelzimmer, gelangweilt, hatte ich Zeit für meinen Blog.

Es gab ja dann noch den Abschluss der Dienstreise, worüber ich eigentlich berichten wollte. Wir waren ja abends wieder im Lokal und anschließend war die Nacht wieder viel zu kurz für mich und am nächsten Tag noch ein paar Vorträge und dann die Rückkehr. Aber das ist nun schon eine Weile her und  somit eigentlich auch nicht mehr interessant.

Einer meiner Vorträge, nämlich der, mit der anschließenden Stille, man könnte auch Schockstarre sagen, so ähnlich wie es jetzt im Großen nach der Wahl des neuen US-Präsidenten war, hat dann zu Hause einige Wellen geschlagen. Es gab mehrere hochkarätige Eskalations-Besprechungen und ich fühlte mich wie der Zauberlehrling.

Glücklicherweise habe ich mich dann erst einmal zwei Wochen in den Urlaub verabschiedet, so dass sich die Wogen glätten konnten. Eine Woche Italien und anschließend noch eine Woche zu Hause haben dafür gesorgt, dass ich sogar mein Passwort vergessen habe. Ein sicheres Zeichen für gute Erholung.

Leider hielt der Erholungseffekt nur ca. vier Stunden an. Eigentlich hatte ich auf wenigstens vier Tage gehofft. Der Grund war die Befolgung einer Anweisung des Chefs meines Chefs. Allerdings hatte mein Chefchef nicht so genau vor Augen, welche Konsequenzen das hat. Ich habe es ihm, zwar dosiert, dennoch recht drastisch, mittels einer praktischen Demonstration klar gemacht. Hätte ich vielleicht nicht tun sollen! Zwei Minuten später stand er zusammen mit meinem Chef an meinem Platz und … Oder war es doch nicht verkehrt? Immerhin hat er, nachdem wir uns wieder lieb hatten, darum gebeten, dass ich ihn auf den Verteiler meiner Besprechungsprotokolle setze, damit er mal mitbekommt, was ich so den lieben langen Tag eigentlich mache. Das sehe ich durchaus positiv und nicht als Überwachung.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Nach der Dienstreise und dem Urlaub war mein Arbeitsstapel wieder riesig groß. Und ich hatte dann nach dem Feiertag noch mal frei und dann massenweise Besprechungen. Jedenfalls kam ich nicht zur eigentlichen Arbeit, geschweige dass ich Zeit für meinen Blog hatte.

Inzwischen ist der Berg zwar wieder halbwegs überschaubar, aber die nächsten freien Tage und die vorweihnachtliche Hysterie stehen vor der Tür. Vielleicht gelingt es mir trotzdem, mich auch hier wieder mehr blicken zu lassen.

Zum Schluss aus gegebenen Anlass noch ein Lied, das inzwischen zum Klassiker geworden ist.

 

Fertig

Zumindest mit dem, was ich tun kann. Wochenlang hatte ich bis über beide Ohren zu tun, kein Ende war abzusehen. Und plötzlich, seit Freitag, nichts. Kein Handschlag. Ich sitze hier im Büro, sortiere meine Bleistifte, gebe der Dokumentation den letzten Schliff und habe sonst nichts mehr zu tun.

Naja, eigentlich schon, aber ich komme nicht weiter, weil ich von anderen abhängig bin. Ich warte auf Entscheidungen, doch die Entscheider sind im Urlaub. Ich warte auf Material, das ist unterwegs, aber noch nicht da. Ich warte auf Analyseergebnisse, doch die Analytik ist seit langem völlig überlastet. Vielleicht sollte ich dahin wechseln?

Und dann kommt – sicherlich nächste Woche, nach Ferienende – wieder alles auf einmal. Die Entscheider sind aus dem Urlaub zurück, das Material ist endlich da und die Analytik fertig. Also atme ich mal durch und genieße die Freiheit des süßen Nichtstun.

Heute ist erstmal Besprechungsmatathon, dann werde ich froh sein, nichts weiter tun zu müssen.

73 Tage

Das war so gar nicht beabsichtigt. 73 Tage lang Schweigen im Walde. Das kann ja auch mal ganz nett sein, aber Sinn und Zweck eines Blogs ist es eigentlich nicht. Und wer ist Schuld? Das wahre Leben natürlich.

Es ist auch immer was anderes. Eigentlich könnte es so einfach sein, genau über dieses andere zu schreiben. Zum Beispiel unser Besuch einer Stunde beim Konfirmandenunterricht meines Sohnes. Das war schon ganz aufschlussreich. So um Ostern rum war das. In einer Frage des Pfarrers ging es um die Farben, mit denen Alter und Kanzel geschmückt sind. In diesem Falle weiß. Es muss ein wichtiges Fest sein, nur welches? „Vielleicht ein Frühlingsfest?“, war ein Vorschlag.

Alle wurden zur Konfirmation zugelassen und vielleicht wissen sie irgendwann auch mal die Antwort.

Aber die Konfirmation an sich ist ja nun auch schon wieder eine Weile her. Der Gottesdienst dauerte lange, war dafür aber kurzweilig. Und wir hatten schon wieder die gesamte Verwandtschaft zu bespaßen. Letztes Jahr zum runden Geburtstag meines Göttergatten und jetzt mussten wir schon wieder ran. Davor war lange Ruhe, eigentlich waren so viele sonst nur noch zur Taufe und Einschulung da.

Ach ja, im Urlaub waren wir ja auch, nach Ostern. Kurzurlaub. Einfach nur essen und nichts tun, das muss auch mal sein. Inzwischen steht ja bald wieder der nächste Urlaub an. Der wirft auch schon seine Schatten voraus, wir informieren uns und haben sogar schon Karten für Veranstaltungen gekauft.

À propos Karten. Letztlich waren wir auch kurz entschlossen in Meiningen. Dort gibt es ein sehr schönes Theater. Und das wissen wir von einem wunderbaren Kalender, den wir geschenkt bekommen haben. Die schönsten Opernhäuser der Welt. Neben Paris und Mailand war da auch Meiningen drin. Und für uns ist es einfacher, schnell mal nach Meiningen statt nach Mailand zu fahren. Und billiger ist es auch. In Meiningen trat sogar schon mal Elina Garanca auf, die jetzt auch an der MET in New York singt. Das Meininger Orchester ist auch die Wiege der Berliner Philharmoniker, so dass auch selbige Gastspiele in Meiningen gaben. Ich habe das vorher nicht gewusst.

 

Aber nicht nur kulturell waren wir unterwegs. Immer noch gehe ich regelmäßig ins Fitness-Studio, obwohl mich der Sport nach wie vor anstrengt. Und wenn ich wandern oder tanzen gehe, komme ich trotzdem außer Puste.

Auch beruflich bin ich gut ausgelastet und hätte eigentlich genug zu schimpfen. Nur fehlt mir einfach oft die Zeit oder Lust, das alles hier aufzuschreiben. Vielleicht sollte ich mir wieder öfter mal die Mühe machen.

Blogsaison 2016

Es ist wirklich wie verhext. Ist es wirklich schon 111 Tage her, seitdem ich hier das letzte Mal was geschrieben habe? Wie die Zeit doch so dahin rast. Aber ich bin ja auch selbst Schuld.

Angefangen hat es damit, dass ich mich mal wieder aufdrängeln musste. Dieses Arbeitsthema brodelte zwar schon recht ordentlich, aber der Deckel hielt noch. Aber weil ich partiell beteiligt war, wollte ich von der abzusehenden Explosion nicht mitgerissen werden. Also habe ich mich drum gekümmert und niemand war mir böse, dass sie eine Blöde gefunden haben. Und dann bin ich abgesoffen in Arbeit. Eigentlich eine spannende, fachliche Arbeit, aber weil vorher keine Entscheidung getroffen wurde, drängten plötzlich die Zeitleisten von verschiedenen Projekten, in denen das Thema hineinspielt. Und so bekam das auch noch eine politische Komponente. Ich fühlte mich plötzlich nur noch gehetzt, hatte das Gefühl, überhaupt nicht voran zu kommen und gleichzeitig wurden mir gefühlt nur Steine in den Weg gelegt.

© channah / PIXELIO (www.pixelio.de)

Und privat? Auch keine Zeit. Da ich ja noch in einem Smartphone-freien Haushalt lebe – und das soll auch noch möglichst lange so bleiben – und durch Sport und Kultur gut ausgelastet bin, war keine Gelegenheit zum Bloggen. Ich hatte ja schon ein richtig schlechtes Gewissen, zumal ich immer noch merke, dass ich Leser habe.

Ein Befreiungsschlag war nötig. Urlaub! Eine Woche richtig schöner unspektakulärer Urlaub. Abschalten! Keine Träume mehr von der Arbeit. Kein Sport. Ein paar kleine nette Ausflüge. Jeden Tag Sauna (war inklusive, wie das Essen).

Ich bin sogar mal wieder dazu gekommen zu lesen. Das Buch erinnerte mich an meinen missglückten Versuch, mal einen Tag vegan zu leben. Obwohl ich die Idee immer noch gut finde, es aber nicht schaffe.
Der Urlaub hat mir gut getan. ich bin wieder guter Dinge und voller Tatendrang. Gestern haben wir im Fitness-Studio wieder einen neuen Trainingsplan gekommen. Die Trainerin hat mich ja schwer beeindruckt. Die hatte echt Stress, irgendwie wollten tausend Leute was von ihr und dann auch noch wir. Aber sie ist echt cool und freundlich geblieben, hat sich um alle gekümmert und das auch noch gut. Toll.

© Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO (www.pixelio.de)
So, mal sehen, ob jetzt wieder öfter was von mir zu lesen ist. Oder ob der peinliche Rekord von vier Tagen in Folge, an denen ich im letzen Jahr einen Beitrag geschrieben habe (31.08. – 03.09.) erhalten bleibt. Übrigens, wo ich schon mal bei Statistiken bin. Der Beitrag mit dem meisten Interesse ist der oben verlinkte Doch-nicht-vegan-lebend-Beitrag gefolgt von der zugehörigen Ankündigung, es zu tun.

Und damit ist meine Blogsaison 2016 eröffnet.

Navis oder wie finde ich das Residenzschloss

Navis sind ja heute kaum noch wegzudenken. Insbesondere, wenn mann so fähige Beifahrerinnen wie mich hat. Und so hat uns unser Navi auch im jetzt abgelaufenen Urlaub hervorragende Dienste geleistet.

Allerdings ist es manchmal so gut, dass es Dinge findet, die es eigentlich gar nicht gibt. So wollten wir an einem Regentag das Residenzschloss in München besichtigen. Das ist ja so groß, da bekommt man schon einige Zeit rum. Für das Navi kein Problem und es findet sogar Parkplätze in der Nähe.

Dumm nur, wenn der Parkplatz dann zwar existiert, aber nicht benutzt werden kann, weil die Zufahrt durch eine Schranke blockiert ist, die nur Berechtigte öffnen können. Also umkehren und an der nächsten Parkuhr das Auto abstellen. Für zwei Stunden hat die auch ein Vermögen akzeptiert, länger darf man dort nicht parken.

© Hartmut 910 / PIXELIO (www.pixelio.de)

Das nächste Problem war dann aber, die Residenz als solche zu finden. Wie sich rausstellte, stand das Auto hinter dem Schloss und es verging einige Zeit, bis wir überhaupt den Eingang gefunden hatten. Dann noch anstellen, weil bei Regen und während der Ferien auch andere Leute auf die Idee einer Besichtigung gekommen sind. Dann hielten wir endlich die Eintrittskarten in der Hand, aber unsere Parkuhr war schon wieder fast abgelaufen.

Jens ist also losgegangen und hat dann schließlich das Auto noch umgeparkt. Für einen gefühlten Anteil am Schloss durften wir direkt im Parkhaus davor parken. Naja, Ende gut, alles gut.