Vorwärts oder Rückwärts

Einparken ist ja nicht jedermanns Sache. Und für Frauen erst recht nicht. Für das seitliche Einparken gibt es ja inzwischen Einparkassistenten, die das vollautomatisch erledigen. Wer nicht so eine tolle Technik hat, hat vielleicht wenigstens Abstandssensoren, die piepen, wenn man zu Dicht an einem Hindernis ist. Ansonsten macht sich auch die französische Methode gut, die allerdings in unseren Breiten höchstens in Spezialfällen angewendet werden sollte (ich berichtete z.B. hier über so einen Fall).

Und dann gibt es ja noch schöne Parkplätze oder Parkhäuser. Hier gibt es allerdings das Problem, dass die Autos immer breiter werden und somit nicht in die vorgesehenen Parklücken passen. Was ich hierbei interessant finde ist, dass es zwei Typen von Einparkern gibt: den Vorwärtseinparker und den Rückwärtseinparker. Und nach meiner Beobachtung ist das nicht Zufall, sondern heiliges Ritual.

Ich bin ja ein Vorwärtseinparker. Ich treffe die Parklücke viel besser, denn rückwärts müsste ich x-Mal korrigieren, bis ich das Auto halbwegs ordentlich abgestellt hätte. Somit geht es viel schneller.

Schnelligkeit ist sicherlich auch ein Argument für die Rückwärtseinparker. Denn die kommen natürlich einige Bruchteile von Sekunden schneller wieder aus der Parklücke raus. Was natürlich spätestens auf Supermarktparkplätzen nicht wirklich was bringt, das der Rückwärtseinparker nicht mit seinen Einkaufswagen an den Kofferraum kommt und somit das Einpacken der Beute viel länger dauert und umständlicher ist.

Ein Vorteil hat das unterschiedliche Einparken auf alle Fälle, wenn es immer abwechselnd geschieht und nur Alleinreisende unterwegs sind, wie z.B. auf dem Firmenparkplatz. Werden die Beifahrerseiten dicht aneinander geparkt, ist es für beide bequemer, auf der Fahrerseite ein- und auszusteigen. Bei den immer breiteren Autos nicht zu unterschätzen.

Disziplin

Heute früh ist es mir mal ziemlich deutlich aufgefallen. Jedenfalls bilde ich mir das ein.

Die Fußgängerampel hatte ja schon immer eine blöde Schaltung. Es gibt eine Fußgängerinsel in der Straßenmitte und bei grün schafft man es meist gerade bis dahin. Egal auf welcher Seite man steht, immer hat zuerst die andere Hälfte grün und bis dann die eigene Seite grün hat, ist es auf der anderen Hälfte wieder rot.

Nun bin ich ja von Natur aus eher preußisch korrekt und außerdem viel zu ängstlich, um Vorschriften zu missachten. Doch in den letzten zwei Jahren waren ja Bauarbeiten an der Straße und die Ampel leuchtete tapfer in strahlendem rot, obwohl gar kein Auto kommen konnte. Alle Fußgänger ignorierten das rot, sogar ich.

Diese Gewohnheit ist mir inzwischen lieb geworden, so dass ich mich ertappe, wie ich diese Ampel weiterhin bei rot überquere, wenn nichts kommt. Und da bin ich bei weitem nicht die einzige.

Die französische Art

Einparken ist ja nicht so einfach und nicht so mein Ding. Bin ja auch eine Frau. Dennoch bemühe ich mich ja immer, die Sache ohne Kratzer und Beulen durchzustehen. Und moderne Parksensoren helfen auch enorm dabei.

Da beneide ich ja immer die Franzosen. Ist die Parklücke zu klein, wird einfach Platz geschaffen. Einmal schwungvoll vor und zurück gefahren und die Parklücke passt selbst für mich. Jetzt hatte ich Gelegenheit, dieses Feeling mal selbst in die Tat umzusetzen. Und was soll ich sagen, das macht richtig Spaß. Vorne ein Schneeberg, hinten ein Schneeberg, dann vorne ein kleinerer Schneeberg, hinten ein kleinerer Schneeberg … und wie fröhlich die Sensoren jauchzten. Oder stöhnten sie gar, ob der Tortur in einem wilden Tatü-tata?

Sieben gute Gründe, die für den Eierbauern sprechen

Das stimmt so nicht. Mein Flow, mein Schreibfluss, ist nicht vorbei wie ich am Donnerstag noch behauptet habe. Tatsächlich ist aber meine langweilige Phase vorüber. Gestern bin ich gerade noch so an einer sehr umfangreichen Aufgabe vorbeigeschrammt. Ich sollte ein 8D-Team moderieren. Schön, wenn mir der Kollege, zu dem mir eine ganz spezielle Geschichte einfällt, die ich sicherlich auch schon mal publiziert hatte und wo ich eigentlich auch mal eine Fortsetzung schreiben wollte, den Titel hatte ich schon, aber mir fehlte dann die Zeit, aber, um den Faden wieder aufzugreifen, mir fehlte die formale Qualifikation. Wer blickt bei diesem Schachtelsatz noch durch? Trotzdem bin ich nicht ganz ohne Aufgabe entkommen, so dass mir gestern die Zeit weg gerannt ist.

Es ist ganz einfach. Ich kaufe meine Eier beim Bauern, bei uns nur kurz Eierbauer genannt. Es gibt mehrere Gründe dafür, wie ich schon in einem Kommentar bei Mosi geschrieben hatte, was mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.

  1. Wo kann man schon so schön sortierte Eier kaufen? Braun und weiß, schön im Wechsel!
  2. Ich habe keinerlei Umweg. Jeden Tag fahre ich da vorbei auf dem Weg zur Arbeit.
  3. Natürlich schmecken die besser, obwohl ich noch keine Blindprobe gemacht habe.
  4. Sie sind relativ günstig, 20 Cent das Stück. Manchmal bekomme ich auch eine Packung mit kleinen Eiern von Junghühnern geschenkt.
  5. Ich habe immer mal die Gelegenheit zu einem Schwätzchen mit dem Bauern oder der Bäuerin. Sie sind mir ans Herz gewachsen, weshalb sie auch Ostern und Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit bekommen. Ostern manchmal nicht, weil ich wegen der üblichen Straßenbauarbeiten doch nicht vorbeikommen kann.
  6. Ich habe selbst auch schon kleine Geschenke (außer der kleinen Eier) bekommen: selbst gemachte Marmelade, selbst gepflücktes Obst etc.
  7. Ich werde die Raser, die hinter mir meist an der Stelle schon eine Schlange bilden, elegant los. An der nächsten Ampelkreuzung stehen die dann alle vor mir, was mir sympathischer ist, da so niemand in meinen Kofferraum kriechen kann.

Wenn das nicht gute Gründe sind?

Flow im Sinkflug

Die treuen und aufmerksamen Leserinnen und Leser meines Blogs haben es bemerkt und oft auch entsprechend ermutigend kommentiert: Ich hatte einen „Flow“, mir fielen etliche Beiträge ein, die ich hier veröffentlichen konnte. Doch so langsam spüre ich es, der Flow ist vorbei, over.

Die Ursache liegt vor allem darin, dass das hohe Maß an Langeweile, mit dem ich mich „zwischen den Jahren“ rum schlug, langsam vorbei ist. Ja, ich habe es geschafft und mir wieder einige Aufgaben aufgebürdet. Und auch in der Freizeit ist Schluss mit lustig, jetzt gehe ich wieder regelmäßig zum Sport. Mir tut auch schon alles weh, vom Training.

Da sind wir auch gleich beim Thema. Heute plagen mich mal wieder Kopfschmerzen. Das ist ganz besonders angenehm hier im Großraumbüro, wenn alle durcheinander schwatzen. Die Geräuschkulisse ist dann kaum erträglich. Ich habe schon die zweite Tablette geschluckt, ohne nennenswerte Wirkung.

Es wird Zeit, dass es Feierabend wird. Immerhin, heute ist nicht so ein Schneesturm wie gestern. Ich musste irgendwie immer an Mythodea von Vangelis denken, bei dem die Musik (die Bilder eher nicht) zu meinen Gefühlen gestern im Auto passten:

Teilweise war die Straße gar nicht mehr zu erkennen. Überhaupt, sah ich nur Schneewolken, die von links nach rechts über die Straßen wehten. So schlimm, dass der Abstandssensor sich verabschiedet und mir mitteilte, dass er nichts mehr erkennen könne. Ich solle doch bitte alleine gucken. Klasse! Wir sind noch weit weg, vom autonomen Fahren, wenn die Technik streikt, sobald es brenzlig wird.

Ansonsten fährt es sich in letzter Zeit eigentlich ganz gut. Offenbar benötigen viele Leute ihr Auto gar nicht, denn die Straßen sind derzeit vergleichsweise leer. Die variablen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn sind sonst im Berufsverkehr immer auf „80“, aber seit einigen Tagen schon auf „120“, was ein deutliches Zeichen dafür ist, das relativ wenig Verkehr ist. Da frage ich mich doch, ob sonst die Leute wirklich auf das Auto angewiesen sind, oder nur aus Faulheit damit fahren und die Straßen verstopfen.

Aber genug gemeckert und geklagt. Jetzt muss ich wieder klotzen.

Jetzt ist er da

Sehnsüchtig wurde er erwartet. Vor zwei Wochen und vor allem von den Kindern. Damit wir weiße Weihnachten haben und der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten zügig voran kommt. Wen meine ich? Natürlich den Winter.

Allerdings schließen sich in der Praxis Winter und zügig vorankommen leider aus. Immerhin hatte ich heute früh Glück, denn obwohl beide Bundesstraßen (B101 und B173) wegen quer stehender LKWs gesperrt waren, habe ich mich auf Arbeit durchgekämpft. Über die Schleichwege zum Autobahndreieck und dann auf der Autobahn ging’s (grüne Strecke im Bild unten, ich muss von Freiberg nach Dresden, das wäre rechts und ist hier nicht im Bild). In Dresden regnet’s bloß.