Blanket

Es ist schon verrückt. Jetzt hatte ich wieder ewig keine Zeit, hier zu schreiben und plötzlich habe ich sie und dann? Mir fällt nichts ein. Irgendwie muss ich wieder warm werden. Deshalb fange ich mal mit dem täglichen Vorschlag an, heute über Täglicher Themenvorschlag: Blanket.

Blanket ist eine Decke, und obwohl wir schon fast Mai haben, kann sie derzeit nicht dick genug sein. Eigentlich hatten wir zu Hause nach den ersten sommerlichen Tagen schon auf Sommerdecken umgestellt, wie auch die Reifen am Auto schon sommerlich sind. Die Winterjacken wurden gewaschen und weggeräumt und so weiter.

Und nun ist es immer noch kalt. Aber nicht mehr lange, für Sonntag wurde nun schöneres und wärmeres Wetter vorhergesagt. Und dann im Mai soll’s warm weiter gehen. Hoffentlich nicht gleich wieder so heiß. Dann doch lieber kalt, denn da kann ich immer noch eine dicke Decke nehmen und mich einkuscheln.

Wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen

Ich meine hier nicht den allseits bekannten Sankt-Nimmerleinstag. Aber wenn ich mir das Wetter so ansehe. OK, weiße Weihnachten hatten wir nicht. Aber von den Temperaturen passt es. Dabei habe ich schon seit einiger Zeit Sommerreifen drauf, am ersten April hatten wir noch sommerliche Temperaturen.

Doch eigentlich wollte ich mich heute gar nicht über das Wetter beklagen. Es ist so, wie es im April sein muss: durchwachsen. Was will man mehr?

Eine Gemeinsamkeit zwischen Weihnachten und Ostern ist auch die Tradition, sich was zu schenken. Nun gut, wir zu Hause haben vereinbart, uns nichts zu schenken, was dann aber auch wieder keinen Unterschied macht.

Doch zurück zum Titel und den heiligen Sankt-Nimmerlein. Ich weiß, eine Tautologie, klingt aber schön. Am Sankt-Nimmerlein, aber dann doch etwas eher, nämlich im Januar, wurde die berühmte Elbphilharmonie fertig. Kein Flughafen, sondern ein kulturelles Meisterwerk und es steht inzwischen auf der Liste der von uns noch zu besuchenden Sehens- bzw. Hörenswürdigkeiten.

Etwas elbaufwärts, nämlich in Dresden, wurde sogar noch etwa vier Wochen vor der Elbphilharmonie in Hamburg das Kulturkraftwerk Mitte mit der Staatsoperette und dem Theater Junge Generation eröffnet. Und endlich haben wir es geschafft, dahin zu gehen.

Der Name Kulturkraftwerk spiegelt sich noch sehr im Gebäude wieder. Vieles erinnert noch an die vorher hier befindlichen Fabrikhallen, mit doch recht herben Charme.

Doch was in dieser Halle jetzt steckt, soll technisch vom Feinsten sein, vergleichbar mit der Elbphilharmonie. Als Laie kann ich das nicht beurteilen, die Künstler finden es aber toll. Und drin ist dann auch tatsächlich eine große Bühne mit breitem Orchestergraben und Zuschauerraum.

Modern und schick und mit relativ viel Beinfreiheit kann man der Vorstellung in der Staatsoperette folgen, die in traditionellem Stil inszeniert war. Wenn man über die Unzulänglichkeiten im Umfeld hinweg sieht, so ist es durchaus lohnenswert, diesem neuen kulturellen Kleinod in Dresden einen Besuch abzustatten. Wir werden noch vor der Sommerpause erneut hingehen, zur (Wiederholung der) Eröffnungsgala.

Übrigens gibt es in Dresden bald ein weiteres kulturelles Schmuckstück: den renovierten Kulturpalast. Auch der steht auf unserer Liste und soll auch akustisch nicht hinter der Elbphilharmonie zurückstehen. Wenn ich alles besucht habe, kann ich mitreden.

Radwandern

Dieser Begriff hatte gestern für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Leider nicht zum ersten Mal (siehe hier). Und wieder die gleiche Strecke und wieder am weitesten Punkt vom trauten Heim entfernt. Doch ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Ja, ich hatte wieder einen Platten und musste schieben. Eigentlich sollte es bei dem schönen Wetter ein ruhiges Anradeln sein, doch so zerplatze diese Idee und ging in Luft auf.

Nun wäre es bei dem schönen Wetter nicht sonderlich schlimm, einen Abendspaziergang zu machen.

Aber muss das mit einem kaputten Fahrrad unter dem Arm sein? Außerdem habe ich mich zum Gespött der Anwohner gemacht, die mir freundliche Kommentare zukommen ließen.

Heute lasse ich mir diese modernen unkaputtbaren Reifen auch vorne drauf machen. So macht das keinen Spaß und ist wahnsinnig anstrengend.

Die französische Art

Einparken ist ja nicht so einfach und nicht so mein Ding. Bin ja auch eine Frau. Dennoch bemühe ich mich ja immer, die Sache ohne Kratzer und Beulen durchzustehen. Und moderne Parksensoren helfen auch enorm dabei.

Da beneide ich ja immer die Franzosen. Ist die Parklücke zu klein, wird einfach Platz geschaffen. Einmal schwungvoll vor und zurück gefahren und die Parklücke passt selbst für mich. Jetzt hatte ich Gelegenheit, dieses Feeling mal selbst in die Tat umzusetzen. Und was soll ich sagen, das macht richtig Spaß. Vorne ein Schneeberg, hinten ein Schneeberg, dann vorne ein kleinerer Schneeberg, hinten ein kleinerer Schneeberg … und wie fröhlich die Sensoren jauchzten. Oder stöhnten sie gar, ob der Tortur in einem wilden Tatü-tata?

Sisyphus-Arbeit

Das Erzgebirge hat mir wieder „Hier, ich auch“ gerufen. Vorbild waren sicher wieder die mehr als doppelt so hohen Alpen. Aber wir können das auch. Schnee! Das ganze Wochenende hat’s geschneit. Die Stadt versinkt im Schnee:

Einige kennen das vielleicht. Das Auto steht eine Stunde draußen und ist dann verschwunden, begraben in Schneemassen. Will man wieder los fahren, gräbt man es aus und fegt den Schnee ab. Doch ist man an einer Seite beschäftigt, schneit die andere wieder ein.

Trotzdem hat sich unser Winterdienst nicht entmutigen lassen und Tag und Nacht geräumt. Es ist ihm nicht nur gelungen, ein paar Schneisen in den Schnee zu graben, sondern es wurden auch mit zahlreichen Treckern Massen an Schnee abtransportiert. Und trotzdem gibt es genügend Leute, die nörgeln, wo der Winterdienst bleibt.

Von mir gibt es ein dickes Lob an den Winterdienst. Vielen lieben Dank.

Sieben gute Gründe, die für den Eierbauern sprechen

Das stimmt so nicht. Mein Flow, mein Schreibfluss, ist nicht vorbei wie ich am Donnerstag noch behauptet habe. Tatsächlich ist aber meine langweilige Phase vorüber. Gestern bin ich gerade noch so an einer sehr umfangreichen Aufgabe vorbeigeschrammt. Ich sollte ein 8D-Team moderieren. Schön, wenn mir der Kollege, zu dem mir eine ganz spezielle Geschichte einfällt, die ich sicherlich auch schon mal publiziert hatte und wo ich eigentlich auch mal eine Fortsetzung schreiben wollte, den Titel hatte ich schon, aber mir fehlte dann die Zeit, aber, um den Faden wieder aufzugreifen, mir fehlte die formale Qualifikation. Wer blickt bei diesem Schachtelsatz noch durch? Trotzdem bin ich nicht ganz ohne Aufgabe entkommen, so dass mir gestern die Zeit weg gerannt ist.

Es ist ganz einfach. Ich kaufe meine Eier beim Bauern, bei uns nur kurz Eierbauer genannt. Es gibt mehrere Gründe dafür, wie ich schon in einem Kommentar bei Mosi geschrieben hatte, was mich zu diesem Beitrag inspiriert hat.

  1. Wo kann man schon so schön sortierte Eier kaufen? Braun und weiß, schön im Wechsel!
  2. Ich habe keinerlei Umweg. Jeden Tag fahre ich da vorbei auf dem Weg zur Arbeit.
  3. Natürlich schmecken die besser, obwohl ich noch keine Blindprobe gemacht habe.
  4. Sie sind relativ günstig, 20 Cent das Stück. Manchmal bekomme ich auch eine Packung mit kleinen Eiern von Junghühnern geschenkt.
  5. Ich habe immer mal die Gelegenheit zu einem Schwätzchen mit dem Bauern oder der Bäuerin. Sie sind mir ans Herz gewachsen, weshalb sie auch Ostern und Weihnachten eine kleine Aufmerksamkeit bekommen. Ostern manchmal nicht, weil ich wegen der üblichen Straßenbauarbeiten doch nicht vorbeikommen kann.
  6. Ich habe selbst auch schon kleine Geschenke (außer der kleinen Eier) bekommen: selbst gemachte Marmelade, selbst gepflücktes Obst etc.
  7. Ich werde die Raser, die hinter mir meist an der Stelle schon eine Schlange bilden, elegant los. An der nächsten Ampelkreuzung stehen die dann alle vor mir, was mir sympathischer ist, da so niemand in meinen Kofferraum kriechen kann.

Wenn das nicht gute Gründe sind?