Wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen

Ich meine hier nicht den allseits bekannten Sankt-Nimmerleinstag. Aber wenn ich mir das Wetter so ansehe. OK, weiße Weihnachten hatten wir nicht. Aber von den Temperaturen passt es. Dabei habe ich schon seit einiger Zeit Sommerreifen drauf, am ersten April hatten wir noch sommerliche Temperaturen.

Doch eigentlich wollte ich mich heute gar nicht über das Wetter beklagen. Es ist so, wie es im April sein muss: durchwachsen. Was will man mehr?

Eine Gemeinsamkeit zwischen Weihnachten und Ostern ist auch die Tradition, sich was zu schenken. Nun gut, wir zu Hause haben vereinbart, uns nichts zu schenken, was dann aber auch wieder keinen Unterschied macht.

Doch zurück zum Titel und den heiligen Sankt-Nimmerlein. Ich weiß, eine Tautologie, klingt aber schön. Am Sankt-Nimmerlein, aber dann doch etwas eher, nämlich im Januar, wurde die berühmte Elbphilharmonie fertig. Kein Flughafen, sondern ein kulturelles Meisterwerk und es steht inzwischen auf der Liste der von uns noch zu besuchenden Sehens- bzw. Hörenswürdigkeiten.

Etwas elbaufwärts, nämlich in Dresden, wurde sogar noch etwa vier Wochen vor der Elbphilharmonie in Hamburg das Kulturkraftwerk Mitte mit der Staatsoperette und dem Theater Junge Generation eröffnet. Und endlich haben wir es geschafft, dahin zu gehen.

Der Name Kulturkraftwerk spiegelt sich noch sehr im Gebäude wieder. Vieles erinnert noch an die vorher hier befindlichen Fabrikhallen, mit doch recht herben Charme.

Doch was in dieser Halle jetzt steckt, soll technisch vom Feinsten sein, vergleichbar mit der Elbphilharmonie. Als Laie kann ich das nicht beurteilen, die Künstler finden es aber toll. Und drin ist dann auch tatsächlich eine große Bühne mit breitem Orchestergraben und Zuschauerraum.

Modern und schick und mit relativ viel Beinfreiheit kann man der Vorstellung in der Staatsoperette folgen, die in traditionellem Stil inszeniert war. Wenn man über die Unzulänglichkeiten im Umfeld hinweg sieht, so ist es durchaus lohnenswert, diesem neuen kulturellen Kleinod in Dresden einen Besuch abzustatten. Wir werden noch vor der Sommerpause erneut hingehen, zur (Wiederholung der) Eröffnungsgala.

Übrigens gibt es in Dresden bald ein weiteres kulturelles Schmuckstück: den renovierten Kulturpalast. Auch der steht auf unserer Liste und soll auch akustisch nicht hinter der Elbphilharmonie zurückstehen. Wenn ich alles besucht habe, kann ich mitreden.

Die französische Art

Einparken ist ja nicht so einfach und nicht so mein Ding. Bin ja auch eine Frau. Dennoch bemühe ich mich ja immer, die Sache ohne Kratzer und Beulen durchzustehen. Und moderne Parksensoren helfen auch enorm dabei.

Da beneide ich ja immer die Franzosen. Ist die Parklücke zu klein, wird einfach Platz geschaffen. Einmal schwungvoll vor und zurück gefahren und die Parklücke passt selbst für mich. Jetzt hatte ich Gelegenheit, dieses Feeling mal selbst in die Tat umzusetzen. Und was soll ich sagen, das macht richtig Spaß. Vorne ein Schneeberg, hinten ein Schneeberg, dann vorne ein kleinerer Schneeberg, hinten ein kleinerer Schneeberg … und wie fröhlich die Sensoren jauchzten. Oder stöhnten sie gar, ob der Tortur in einem wilden Tatü-tata?

Sisyphus-Arbeit

Das Erzgebirge hat mir wieder „Hier, ich auch“ gerufen. Vorbild waren sicher wieder die mehr als doppelt so hohen Alpen. Aber wir können das auch. Schnee! Das ganze Wochenende hat’s geschneit. Die Stadt versinkt im Schnee:

Einige kennen das vielleicht. Das Auto steht eine Stunde draußen und ist dann verschwunden, begraben in Schneemassen. Will man wieder los fahren, gräbt man es aus und fegt den Schnee ab. Doch ist man an einer Seite beschäftigt, schneit die andere wieder ein.

Trotzdem hat sich unser Winterdienst nicht entmutigen lassen und Tag und Nacht geräumt. Es ist ihm nicht nur gelungen, ein paar Schneisen in den Schnee zu graben, sondern es wurden auch mit zahlreichen Treckern Massen an Schnee abtransportiert. Und trotzdem gibt es genügend Leute, die nörgeln, wo der Winterdienst bleibt.

Von mir gibt es ein dickes Lob an den Winterdienst. Vielen lieben Dank.

Der Baum ist weg

Heute früh habe ich mal wieder gemerkt, wie blind und unaufmerksam ich durch die Gegend stapfe. Erst auf meinem morgendlichen Weg zum Auto registriere ich, dass die Pyramide auf dem Obermarkt unbeleuchtet ist und sich nicht mehr dreht. Ich hätte schwören können, dass das gestern noch nicht war.

Schnell ein Blick zum Weihnachtsbaum, ob der leuchtet. Der Baum? Wo ist er? Er ist weg. Ein schwarzer Fleck ist da, wo er, meiner Meinung nach gestern noch stand. Aber mindestens am Nachmittag war der sicher auch schon weg.

Ich bin gestern wieder mal blind nach Hause gestürzt, da ich noch schwimmen gehen wollte und hatte es eilig, damit es nicht so spät wird.

Somit ist Weihnachten nun wohl offiziell vorbei.

Frost

Da komme ich nun heute morgen auf Arbeit und will im wahrsten Sinne des Wortes cool beiläufig erwähnen, dass es unterwegs minus dreizehn Komma fünf Grad am Tharandter Wald war. Nur, um ein bisschen anzugeben und um ein bisschen bedauert zu werden. Und natürlich will ich dann cool über den Dingen stehen und sagen, dass das schon ok ist, schließlich ist Winter.

Dann kommt meine Kollegin Anja und sagt, dass es kalt draußen ist. Minus vierzehn Komma fünf Grad! Respekt. Show gestohlen.