53 Melonen

„Mathebücher sind der einzige Ort, an denen es völlig normal ist, 53 Melonen zu kaufen.“

Wir waren gestern in der Schule um einen Vortrag über das Lernen zu lauschen. Bevor es losging, wurden nette Sprüche dieser Art an die Wand geworfen und diesen einen konnte ich mir merken, weil ich ihn besonders lustig fand. Die Dame hat das ganz nett gemacht, allerdings habe ich nicht viel Neues gelernt. Nach wie vor bin ich ratlos, wie ich mein Kind motiviere, sich mehr für die wichtigen Dinge des Lebens zu interessieren. Oder anders gesagt, wie ich seine Prioritätenliste ändern kann.

Aber das ist nicht der Grund, warum mir jetzt der Schädel brummt. Auch nicht, dass ich heute, wie jedes Jahr um diese Zeit, zur Grippeschutzimpfung gegangen bin. Diesmal war ich auch im Gegensatz zum letzten Jahr tatsächlich gesund. Nein, der Grund ist meine Schnattertasche von Kollege mir gegenüber, Andreas. Da heißt es immer, dass Frauen soviel schwatzen. Das ist nicht wahr, jedenfalls im Vergleich zu Andreas. Dessen Mundwerk kann einfach nicht still stehen. Meist quatscht er nicht mit mir, weil ich inzwischen versuche, Gespräche mit ihm zu meiden. Er ist eigentlich sehr nett, aber einmal ein Plausch angefangen und ein Stündchen ist rum. Egal, wer mit ihm quatscht. Und auch egal, ob direkt vis-a-vis oder am Telefon. Jedenfalls war gerade wieder so ein Moment.

Ich kann mich dann einfach nicht konzentrieren, wenn der erzählt. Und was der erzählt, das Blaue vom Himmel, egal ob fachlich oder privat. Und wenn ich dann endlich hoffe, dass er fertig ist, fängt er einfach wieder von vorne an. Da hilf nur eins, Kopfhörer auf und die volle Musikdröhnung. Das lenkt zwar auch ab, aber bei genügend langweiliger Musik geht das.

Dennoch dröhnt mir dann davon der Kopf, zumal ich mich konzentrieren musste. Nächste Woche fahre ich zum Erfahrungsaustausch ins ferne Bayern und da habe ich meinen Vorträgen noch den letzten Schliff gegeben. Eigentlich wollte ich gar nicht hin, aber Herrmann hat mich überredet. Allein vor der Fahrt dahin graut mir. Die Jungs müssen immer zeigen, was für tolle Hechte sie sind und rasen, was das Zeug hält.  Als ich dann mal ein Stück fuhr, wurden sie unruhig, weil ich auch mal jemanden überholen ließ, obwohl wir nicht wirklich länger gebraucht haben. Aber die Herren fühlen sich eben nicht wohl, wenn kein Strudel im Tank ist.

Doch zurück zu meinen Vorträgen. Ich sollte mir nun ein Thema aus den Fingern saugen, dafür, dass ich auf eine Dienstreise darf, die ich gar nicht wollte. Ok, nach einigen Überlegen fiel mir was ein, was die anderen vielleicht interessieren könnte.

Als dann die Einladung mit der Agenda verschickt wurde, staunte ich, dass ich mit drei Themen dran bin. Zwei Themen, die für mich zwar relevant sind, die aber die anderen nicht wirklich interessieren. Also habe ich artig  auch diese Themen vorbereitet, aber heimlich die Agenda umgebaut. Das erste Thema habe ich als erstes meiner drei gesetzt und die Zeit verlängert, bei den beiden anderen dafür gekürzt. Und vielleicht fällt ja dann noch was weg, weil ich die Zeit beim ersten trotzdem überziehen werde.

Jetzt ist aber erst einmal Wochenende. Erholt Euch gut.

Traumwelten

Das abgelaufene Wochenende war mal wieder viel zu schnell vorbei, allerdings auch kein Wunder, wo es doch so viele Abwechslungen gab.

Am Freitag sind wir noch in die Sauna gegangen und haben uns ein wenig erholt. Am Samstag vormittag waren wir einkaufen und haben die Haushaltspflichten (Wäsche waschen, putzen, bügeln, …) erledigt. Am Abend waren wir zu einer Tanzveranstaltung mit Buffett im Landhotel zur Kutsche in Oberschöna. Es war ein schöner Abend und wir haben natürlich wieder viel zu viel gegessen. Der Tanz war im Wesentlichen Disco Fox. Einmal haben wir uns eine Rumba gewünscht, beim zweiten Mal hatte der DJ keine mehr. Aber egal, Spaß hat’s trotzdem gemacht.

Am meisten hat uns dann am Sonntag im Kino der Film vom Cirque du Soleil beeindruckt. Wer die Möglichkeit hat, sollte ihn sich unbedingt ansehen. Einfach Wahnsinn, diese Körperbeherrschung der Artisten, gepackt in eine phantastische Choreographie.

Abends hatten wir dann, wieder wie immer, unseren Tanzkreis. Eigentlich war das alles etwas viel auf einmal und nächstes Wochenende haben wir noch nichts vor. Aber vielleicht ist das auch gut so.

Ausgebremst …

… und das gleich mehrfach.

Gestern hatte uns ja der Winter mit Schnefall fest im Griff. Dummerweise bin ich auch noch in dieser Woche mit dem Fahren dran. Und natürlich wurde von den LKW’s jede Gelegenheit genutzt, auch an kleinsten Steigungen aufzugeben. Das sorgte dann für etliche Staus.

Früh sind wir nicht direkt auf die Autobahn, weil dort schon ein Megastau angesagt wurde. Also Landstraße. Bis Mohorn lief auch alles ganz gut, doch dort kamen einige Laster den Berg nicht hoch, was uns mindestens eine dreiviertel Stunde gekostet hatte. Eine Kurve weiter, in Herzogswalde dann das gleiche Theater. Also war ich mutig, habe auf meine neuen Winterreifen vertraut und bin links abgebogen nach Helbigsdorf. Dort habe ich Heike getroffen, die ihre Tochter in den Kindergarten schaffen wollte. Die ist dann gleich umgekehrt und uns nach Wilsdruff gefolgt, weil ja in Herzogswalde alles dicht war. In Wilsdruff sind wir dann auf die Autobahn und weiter ohne Probleme, weil ja alle irgendwo am Dreieck Nossen parkten. Zurück in umgekehrter Reihenfolge, wobei die Schwierigkeiten am Rasthof Dresdner Tor begannen. Dann durch Wilsdruff gequält, vorbei an liegengebliebenen LKWs und dann mit doppelter Fahrzeit endlich zu Hause angekommen.
Jan war natürlich länger im Hort, länger als eigentlich Öffnungszeiten waren. Aber er durfte ungestört am Computer spielen, so dass es ihn nicht wirklich störte.
Obwohl wir Freitag frei hatten, war das Wochenende nicht wirklich lustig. Jens ist ziemlich stark erkältet und lag dementsprechend flach. So blieben an mir Kinderbespaßung und Pflichten hängen und alles Schöne, nämlich Tanzabend und Tanzkreis wurde abgesagt.
Insofern kann das kommende Wochenende nur besser werden.

Gute Laune

Eigentlich war das Wochenende ziemlich durchschnittlich, doch seit gestern Abend habe ich gute Laune. Absolut untypisch. Die Woche steht bevor, auch wenn es nur eine kurze ist. Der Wetterbericht verheißt nur miserables Aprilwetter, so dass mir eigentlich die Lust an unserem Kurzurlaub vergeht. Und schlafen konnte ich die Nacht auch nicht richtig.
Und dennoch. Aus irgendeinem Grund summe ich Liedchen vor mich hin und wenn ich glaube, dass es keiner hört, singe ich auch lauthals. Uralte Schlager. Gestern Abend war es Dich gibt’s nur einmal für mich und heute früh An einem Sonntag in Avignon. Und das bringt mir gute Laune.
Vielleicht liegt es auch am Tanzen, gestern. Wir hatten wie immer keine Lust und Jens war auch ziemlich schlecht drauf, auch weil wir so viele Aufgaben am Wochenende nicht abgearbeitet haben. Aber durch das Tanzen gelang es uns, alle diese Dinge zu vergessen und es hat wieder Spaß gemacht.
Und sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnten wir das halbwegs schöne Wetter für Ausflüge nutzen. Am Samstag sind wir den Rundweg zur Straußenfarm gegangen und gestern haben wir die Wolfsgrünrunde bei Reinsberg absolviert.
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass meine gute Laune anhält.